Binance mit gestohlenen Kundendaten erpresst, Bitcoin (BTC)-Exchange bezweifelt Echtheit

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Ein Telegrammkanals hat persönliche Daten von angeblichen Kunden der Exchange Binance verbreitet. Die Kryptobörse dementiert jedoch, dass es bei ihr zu einem Datenleck gekommen sei.

Ein Telegrammkanal namens “FIND YOUR BINANCE KYC” hat Know Your Customer (KYC)-Informationen veröffentlicht und behauptet, dass es sich dabei um Binance-Benutzer handele.

Die nach Handelsvolumen weltweit größte Exchange hat in einer Stellungnahme auf diese Angelegenheit reagiert. Binance sei von Unbekannten auf ein Schweigegeld von 300 BTC erpresst worden. Bei ausbleibender Zahlung würden 10.000 Bilder von Kunden der Kryptobörse veröffentlicht werden. Jedoch bezweifelt Binance die Echtheit des Materials:

“Es gibt Inkonsistenzen beim Vergleich dieser Daten mit den Daten in unserem System. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine Beweise vor, die darauf hindeuten, dass KYC-Bilder von Binance bezogen wurden, da diese Bilder nicht das von unserem System eingeprägte digitale Wasserzeichen enthalten. “

Die Exchange teilte weiterhin mit, dass die Fotos aus dem Februar 2018 zu stammen schienen. Damals habe man “einen Drittanbieter” mit der KYC-Verifizierung beauftragt, weil es ein  “hohes Volumen von Anfragen zu bewältigen” gegeben hätte. Die Kryptobörse suche daher auch bei dem Drittanbieter nach weiteren Informationen. Binance hat außerdem eine Belohnung von bis zu 25 BTC für diejenigen angekündigt, die bei der Identifizierung des Erpressers helfen.

Angebliche Binance-Kundendaten bereits früher aufgetaucht

Dies ist nicht das erste Mal, dass angebliche Binance-Kundendaten aufgetauchten. Anfang dieses Jahres soll ein Darknet-Händler 100.000 persönliche Dokumente verkauft haben, in denen sich KYC-Informationen von mehreren Kryptowährungsbörsen, darunter Binance, befunden hätten.

Exchange-CEO Changpeng Zhao legte nahe, dass es sich bei der aktuellen Angelegenheit bloß um eine wieder aufgewärmte Version der damaligen Meldung und um keine wirkliche Neuigkeit handeln würde.

Die weltweit führende Exchange ist allerdings nicht unverwundbar. Im Mai kam es bei Binance zu einem Hack, im Zuge dessen 700 Bitcoin (BTC) im Wert von damals gut 36 Millionen Euro gestohlen wurden.

Hältst Du die mutmaßlichen Binance-Kundendaten für echt? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Дмитрий Шустов, Flickr.comLizenz

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