Bitcoin (BTC)-Zahlungsverarbeiter BitPay beendet Geschäfte in Deutschland, vorerst

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Der führende Bitcoin (BTC)-Zahlungsverarbeiter BitPay wird fürs Erste nicht mehr in Deutschland operieren. Grund sei ein 2020 in Kraft tretender Lizenz-Zwang. Nach einer ausführlichen Untersuchung will sich BitPay aber möglicherweise eine Lizenz zulegen.

Für ein Unternehmen kann es einen hohen technischen und rechtlichen Aufwand bedeuten, Überweisungen in Kryptowährungen anzunehmen. Aus diesem Grund gibt es Krypto-Zahlungsverarbeiter, welche den interessierten Firmen eine Art Rundum-Sorglos-Paket zur Verfügung stellen.

Sie können dann beispielsweise Bitcoin (BTC) entgegennehmen, welche jedoch sofort durch den Zahlungsverarbeiter in Euro, Dollar oder eine andere präferierte Fiatwährung umgewandelt werden und so bequem zu verwalten sind.

Bitcoin (BTC)-Zahlungsverarbeiter BitPay verlässt Deutschland

Der vielleicht wichtigste Krypto-Zahlungsverarbeiter heißt BitPay. Die bereits 2011 gegründete Firma verarbeite vergangenes Jahr über eine Milliarde US-Dollar und unterstützt beispielsweise Microsoft oder den Telekommunikationsriesen AT&T bei der Annahme von BTC.

Nun hat BitPay allerdings Deutschland den Rücken gekehrt. Am Donnerstag aktualisierte das Unternehmen seine Support-Seite “Warum kann ich BitPays Dienstleistungen in meinem Land nicht nutzen?“. Dort heißt es nun:

“Aktuell kann BitPay keine Händler oder Kunden bedienen, die in den folgenden Ländern sitzen: Algerien, Bangladesch, Bolivien, Kambodscha, Ecuador, Ägypten, Deutschland, Indonesien, Irak, Kirgisistan, Marokko, Nepal und Vietnam.”

Rückzug wegen drohendem Lizenz-Zwang

In einer E-Mail an die Nachrichtenseite Cointelegraph erklärte der Zahlungsverarbeiter diesen Schritt folgendermaßen:

“Deutschland hat öffentlich erklärt, dass Kryptounternehmen ab 2020 eine Lizenz beantragen sollen. Wir haben den Betrieb in Deutschland unterbrochen, während wir den Bedarf an deutschen Lizenzen ermitteln.”   

BitPay könnte also eine Lizenz erwerben und dann wieder den Betrieb in Deutschland aufnehmen. Bis dahin müssen hiesige Unternehmen allerdings auf den Zahlungsverarbeiter verzichten, was bereits dazu geführt hat, dass ein Unternehmen keine BTC mehr akzeptiert:

Die Tech-Nachrichtenseite ComputerBase erklärte am Mittwoch, dass sie keine Pro-Abonnements mehr gegen Bitcoin verkaufen könne. Jedoch sei diese Zahlungsmöglichkeit ohnehin im Vergleich zu PayPal und Überweisungen wenig genutzt worden.

Verhindern unnötige Regulierungen, dass Deutschland zum führenden Krypto-Standort aufsteigt oder begrüßt Du strenge Regeln? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

 © Bild via Depositphotos

2 Kommentare

  1. diese verdammte deutsche Bürokratie… würgt im Vorfeld mit ihren Erbsenzähler-Paragraphen schon wieder alles ab, noch bevor irgendwas richtig Fuß fassen kann. Lol. Kein Wunder, dass viele Crypto-Unternehmen oder -Startups Deutschland schon in so ´ner immer noch frühen Phase den Rücken kehren, andere Länder nehmen die mit Handkuss. Ihr verkorksten dt. Paragraphenreiter checkt das dummerweise wieder mal nicht.

  2. Es macht einfach keinen Spaß mehr in Deutschland was aufzubauen und neue Möglichkeiten den Kunden zu zeigen, alle anderen Länder hängen uns ab.

    Es ist traurig Deutschland so fallen zu sehen, hoffe bei der nächsten Wahl wird sich so einiges ändern

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