Lightning Network-Desktop-App für Bitcoin (BTC)-Mainnet gestartet

0
299
⏱ Lesezeit: 2 Minuten

Die Lightning Network (LN)-Entwicklerfirma Lightning Labs hat ihre erste Desktop-App für das LN veröffentlicht, die standardmäßig auf das Bitcoin (BTC)-Hauptnetzwerk eingestellt ist. Sie ist für Linux, MacOS und Windows erhältlich.

Lightning Labs, gegründet 2016 in San Francisco, ist eines der wichtigsten Unternehmen bei der Entwicklung von Bitcoins (BTC) Lightning Network (LN). Diese Skalierungstechnologie, bei der Transaktionen auf einer zweiten Ebene (Second Layer) über der Blockchain verarbeitet werden, spart Zeit und Gebühren, ist aber noch mit gewissen Risiken verbunden.

Am Dienstag verkündete Lightning Labs auf dem firmeneigenen Blog einen neuen Meilenstein: Die LN-Desktop-App des Unternehmens ist nun mit dem Bitcoin-Hauptnetzwerk verbunden. Man kann darüber also nun echte BTC versenden und nicht nur Testnetz-Spielgeld.

Die Desktop-App ist sowohl für Linux, als auch für MacOS und Windows verfügbar. Es handelt sich um eine Non-Custodial-Wallet – Nutzer haben also die volle Kontrolle über die Private Keys zu ihren Coins.

Anzeige

Wie der Blog-Artikel erklärt, basiert die Desktop-App auf dem Neutrino-Protokoll. Dank diesem ist es nicht nötig, die gesamte BTC-Blockchain mit einer Größe von rund 200 Gigabyte herunterzuladen. Dies ist besonders für die kommenden Mobil-Versionen für Android und iOS wichtig, da Speicherplatz auf Smartphones bekanntlich begrenzt ist.

Lightning Labs betonte, dass es sich bei der der Desktop-App noch um eine sehr frühe Alpha-Version handele. Daher sollte man vorsichtig sein und nur kleine Beträge versenden.

Wachstum des LN vorläufig abgebremst

Schaut man sich die Statistiken an, so ist das Wachstum des LN in den vergangenen Wochen mehr oder weniger stagniert. Seit Mitte März sind sowohl die Anzahl der Zahlungskanäle als auch die Netzwerk-Kapazität in BTC relativ gleichgeblieben.

Man hätte erwarten können, dass das LN stark wachsen würde, nachdem die Bitcoin-Transaktionsgebühren Anfang April durch die Decke gingen. Sie stiegen sprunghaft von wenigen Cents auf über zwei US-Dollar für eine Zahlungsabwicklung innerhalb von zehn Minuten. Aktuell liegen die Gebühren bei 1,40 US-Dollar.

Optimistische Zukunftsaussichten

Scheinbar vertrauen wohl viele BTC-Nutzer dem LN noch nicht genug, um auf kostengünstigere Lightning-Transaktionen umzusteigen. Trotzdem sind LN-Fans guter Dinge. Der Entwickler René Pickhardt erzählte uns kürzlich im Interview, dass die Stimmung in der Lightning-Gemeinde geradezu „euphorisch“ wäre.

Diese Woche sorgte zudem der Krypto-Zahlungsverarbeiter Moon für Aufsehen. Dessen Browsererweiterung wurde kürzlich eine Lightning-Komponente hinzugefügt. Somit kann man nun unter Nutzung des LN auf Amazon einkaufen.

Werden wir noch in diesem Jahr die Massenadaption des LN erleben? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Omer Unlu, Flickr.comLizenz

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here