Basler Ausschuss für Bankenaufsicht warnt Finanzinstitutionen vor Kontakt mit Kryptowährungen

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In einer Pressemitteilung warnte der zur BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) gehörende Basler Ausschuss für Bankenaufsicht vor den Risiken von Kryptowährungen für die globale Finanzstabilität.

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht warnte am Mittwoch in einer Pressemitteilung, dass die Beliebtheit von Kryptowährungen ein signifikantes Risiko für Banken und die globale Finanzstabilität darstelle. Daher sei für Banken beim Kontakt mit den Assets äußerste Vorsicht geboten. Der Ausschuss gehört zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), welche als eine “Zentralbank der Zentralbanken” fungiert.

Eigentlich wäre der Begriff “Kryptowährung” aber irreführend, so der Ausschuss in der Mitteilung:

“Während Krypto-Vermögenswerte manchmal als “Kryptowährungen” bezeichnet werden, ist der Ausschuss zu der Ansicht gelangt, dass solche Vermögenswerte nicht die Standardfunktionen von Geld übernehmen und weder als Tausch- noch Wertaufbewahrungsmittel geeignet sind.”

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Konkret können Banken Risiken beim Erwerb von Krypto-Assets vorbeugen, indem sie folgende vier Schritte befolgen:

  1. Vor dem Erwerb ausgiebig mit Krypto-Vermögenswerten auseinander setzen
  2. Risikovorsorge betreiben
  3. Handel mit Krypto-Vermögenswerten bis ins Detail offenlegen
  4. Zentralbanken Bericht über Aktivitäten erstatten

BIZ glaubt, Bitcoin müsse sich von Proof-of-Work trennen

Erst im Januar behauptete die BIZ in einem Bericht, dass Bitcoins (BTC) Probleme nur zu lösen seien, wenn sich die Digitalwährung langfristig vom Konsens-Mechanismus Proof-of-Work trenne.

Die Argumentationskette der BIZ lautete wie folgt: Bitcoins Block Reward würde alle vier Jahre halbiert, wodurch die Miner irgendwann ihren finanziellen Anreiz verlören, die Kryptowährung zu schürfen. Die Folge sei der Kollaps des gesamten Netzwerkes. Daher müsse eine Alternative gefunden werden.

Natürlich ist das nicht korrekt. Denn Bitcoin ist eine deflationäre Währung. Es können niemals mehr als 21 Millionen Coins erzeugt werden. Durch Verlust von Wallets reduziert sich die zirkulierende Menge zwangsläufig mit der Zeit. Da eine Verknappung des Angebots bei gleichbleibender (oder steigender) Nachfrage auch einen höheren Preis bedingt, kann der sinkende Block Reward getrost ignoriert werden. Der Block Reward fällt im Jahre 2140 (!) vollständig weg. Aber selbst dann werden die Transaktionsgebühren aller Voraussicht nach mehr als ausreichen, um die Miner zu versorgen.

Schätzt Du die BIZ für vertrauenswürdig ein? Teile uns Deine Meinung dazu in der Kommentarspalte mit!

© Bild via Depositphotos

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