Blockchain-Pressespiegel: KI, Stablecoins, XRP und neue Finanzinfrastrukturen
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Der Pressespiegel beleuchtet Blockchain- und KI-Start-ups, genossenschaftliche Finanztransparenz, neue Netzwerkarchitekturen sowie XRP unter technischem und marktbedingtem Druck.
Von KI-Start-ups und genossenschaftlichen Finanzströmen über neue Blockchain-Architekturen bis zu XRP unter Druck: Der aktuelle Pressespiegel zeigt, wie vielfältig sich das Krypto- und Blockchain-Ökosystem entwickelt. Im Fokus stehen technologische Weichenstellungen, institutionelle Anwendungen und die entscheidenden Signale für den Markt.
Blockchain, Stablecoins und KI: Frühphasen-Investor im Fokus
Die neue Folge des Podcasts „deeptech INSIGHTS“ widmet sich jungen Unternehmen, die Blockchain und Künstliche Intelligenz auf konkrete Anwendungen ausrichten. Wie „Der Aktionär“ berichtet, spricht Podcast-Host Sascha Röhrer mit Sagar Barvaliya, Founding Partner bei Blockchain Founders Capital.
Der deutsche Frühphasen-Venture-Capital-Investor unterstützt Start-ups, die Anwendungen auf Basis von Blockchain und KI entwickeln. Im Mittelpunkt steht damit die Perspektive eines Investors, der sich auf junge Unternehmen an der Schnittstelle von Blockchain, KI und praktischen Anwendungen konzentriert.
„deeptech INSIGHTS“ erscheint laut „Der Aktionär“ immer mittwochs auf Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify, YouTube und weiteren Podcast-Plattformen. Die Folge soll Einblicke in die Perspektive eines Frühphasen-Investors auf Blockchain- und KI-Start-ups geben.
Blockchain und Künstliche Intelligenz eröffnen neue Möglichkeiten für Start-ups und Unternehmen.
Infobox – Quelle: Der Aktionär
- Gast: Sagar Barvaliya, Founding Partner bei Blockchain Founders Capital
- Themen: Blockchain, Künstliche Intelligenz, Start-ups und Investoren
- Verfügbarkeit: Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify, YouTube und weitere Podcast-Plattformen
Hamburger Volksbank beteiligt sich an Blockchain-Pilot für Genossenschaften
Die Hamburger Volksbank beteiligt sich laut „FinanzBusiness“ an einem Blockchain-Pilotprojekt für Genossenschaften. Zum Einsatz kommt eine Open-Source-Plattform, die Geno-Mitgliedern sowie Wirtschaftsprüfern einen transparenten und manipulationssicheren Einblick in Finanzströme ermöglichen soll.
Damit steht die Nachvollziehbarkeit von Finanzströmen im Mittelpunkt des Vorhabens. Die Plattform soll den beteiligten Gruppen Einsicht geben, wobei insbesondere Transparenz und Schutz vor nachträglichen Veränderungen hervorgehoben werden.
„FinanzBusiness“ ordnet das Projekt in eine Reihe weiterer Blockchain-Anwendungen im Finanzsektor ein. Als verwandte Themen nennt das Portal unter anderem eine dritte Blockchain-Anleihe der KfW sowie ein europäisches Stablecoin-Projekt, an dem auch das Sparkassen-Lager beteiligt ist.
Weitere Einzelheiten zum Pilotprojekt sind in dem frei zugänglichen Teil des Beitrags nicht enthalten, da der restliche Artikel nur für Abonnenten verfügbar ist.
Infobox – Quelle: FinanzBusiness
- Beteiligtes Institut: Hamburger Volksbank
- Technologie: Open-Source-Blockchain-Plattform
- Ziel: Transparenter und manipulationssicherer Einblick in Finanzströme
- Adressaten: Geno-Mitglieder und Wirtschaftsprüfer
Ondo verabschiedet sich von der klassischen Layer-1-Blockchain
Ondo Finance hat seine Pläne für eine eigene Layer-1-Blockchain überdacht. Wie „BTC-ECHO“ berichtet, stieß das Unternehmen beim Aufbau der Derivateplattform Ondo Perps auf Anforderungen, die eine klassische Blockchain nach Unternehmensangaben nicht lösen konnte.
Sensible Handelsdaten sollen nicht vollständig öffentlich einsehbar sein, während Liquidationen und Margenberechnungen in Echtzeit erfolgen müssen. Eine Blockchain würde diese Prozesse vollständig nachvollziehbar machen und zugleich Einbußen bei Geschwindigkeit und Privatsphäre mit sich bringen.
Die schnelle Handelsausführung soll deshalb künftig außerhalb der Blockchain stattfinden. Erst die endgültige Übertragung der Vermögenswerte wird auf der öffentlichen Blockchain abgewickelt; zuvor waren beide Prozesse miteinander verbunden.
Die ursprünglichen Pläne werden laut „BTC-ECHO“ jedoch nicht vollständig aufgegeben. Das neue Ondo Network soll als Weiterentwicklung von Ondo Chain dienen, derzeit aber ohne Konsensmechanismus und ohne eigenes dezentrales Netzwerk auskommen und deshalb nach Unternehmensangaben keine Blockchain sein.
Langfristig plant Ondo Finance eine schrittweise Dezentralisierung. Zusätzliche Prüfer könnten sicherstellen, dass ausschließlich der zuvor veröffentlichte Code ausgeführt wird; auch externe Beobachter werden als mögliche Ergänzung genannt.
Ob aus dem Ondo Network später eine vollständige Blockchain entsteht, lässt das Unternehmen ausdrücklich offen. Mit der Einführung eines bereits diskutierten Proof-of-Stake-Konsensmechanismus würde sich das Netzwerk wieder stärker dem ursprünglichen Modell annähern.
Infobox – Quelle: BTC-ECHO
- Ursprünglicher Ansatz: Ondo Chain als Layer-1-Lösung
- Neuer Ansatz: Ondo Network ohne Konsensmechanismus und eigenes dezentrales Validatorennetzwerk
- Grund für die Änderung: Anforderungen an Privatsphäre und Geschwindigkeit bei Ondo Perps
- Langfristige Option: schrittweise Dezentralisierung und möglicher Proof-of-Stake-Konsensmechanismus
MultiversX: Sharding, EGLD und eine Infrastruktur für Anwendungen
Phemex beschreibt MultiversX als leistungsstarke Layer-1-Blockchain mit Proof-of-Stake. Das Netzwerk wurde für Zahlungen, dezentrale Anwendungen, digitale Assets und großskalige Verbraucherplattformen konzipiert.
Die zentrale Technologie ist Adaptive State Sharding. Dabei werden Transaktionen, Netzwerkaktivitäten und der Blockchain-State auf mehrere Shards verteilt, um eine parallele Verarbeitung zu ermöglichen.
Das aktuelle Mainnet besteht laut Phemex aus drei Transaktionsshards und einer koordinierenden Metachain. Die Metachain verarbeitet keine regulären Zahlungs- oder Anwendungsaktivitäten, sondern koordiniert unter anderem Shard-Block-Header, Validator-Zuweisungen, Validator- und Staking-Operationen sowie shard-übergreifende Informationen.
Für den Konsens nutzt MultiversX Secure Proof of Stake. Validatoren werden stake-gewichtet ausgewählt und in kleine Ausschüsse eingeteilt; zufällige Auswahl, regelmäßige Rotation und BLS-Multisignaturen sollen eine schnelle Blockfinalisierung ermöglichen und die Vorhersagbarkeit der Validator-Gruppen erschweren.
| Netzwerkangabe | Wert |
|---|---|
| Transaktionskapazität über die existierenden Transaktionsshards | ca. 30.000 Transaktionen pro Sekunde |
| Blockzeit | sechs Sekunden |
| Durchschnittliche Transaktionskosten | etwa $0,002 |
| Validator-Nodes | mehr als 3.200 |
Phemex weist darauf hin, dass diese Angaben keine Garantie dafür sind, dass jede Anwendung unter allen Bedingungen identische Performance erreicht. Sie sollen vielmehr die leistungsorientierte Architektur des Projekts verdeutlichen.
Der native Token EGLD übernimmt mehrere Funktionen. Er wird für Netzwerkgebühren, Staking, Validator-Belohnungen, Governance, Smart-Contract-Ausführung und als DeFi-Kollateral eingesetzt.
Das Staking ist laut Phemex bei unterstützten Providern ab bereits 1 EGLD möglich. Wer das Delegieren beendet, muss etwa zehn Tage warten, bevor die EGLD wieder transferiert werden können.
Zum Ökosystem gehören unter anderem xPortal, xExchange, native ESDT-Token, Entwickler-Tools und das Sovereign-Chains-Framework. xPortal dient als nicht-verwahrendes Wallet und Finanz-App, während xExchange als dezentrale Börse für Swaps, Liquiditätsbereitstellung, Farms, Token-Staking und neue Projekte beschrieben wird.
Mit Sovereign Chains sollen individuell anpassbare Blockchains auf Basis der MultiversX-Technologie entstehen. Diese können laut Phemex eigene Ausführung, Ökonomie, Governance, Privatsphäre und Validierung konfigurieren und sich zugleich für gemeinsame Sicherheit, Settlement oder Interoperabilität an MultiversX anbinden.
Auch die Entwicklung für KI-Agenten wird ausgebaut. Die Dokumentation enthält maschinenlesbare Dokumente und spezialisierte Agentenfähigkeiten, damit KI-Systeme MultiversX-Anwendungen entwickeln, testen und optimieren können.
Als Risiken nennt Phemex unter anderem eine geringere Zahl an Anwendungen, Blockchain-Liquidität und Entwicklern im Vergleich zu den größten Smart-Contract-Plattformen. Weitere Herausforderungen seien der Wettbewerb im Layer-1-Segment, die Komplexität asynchroner Cross-Shard-Programmierung, mögliche Verwässerung durch neue Emissionen sowie ein bislang nicht vollständig klares Projektprofil.
MultiversX war früher als Elrond bekannt. Die Umbenennung erfolgte laut Phemex 2022 im Zuge einer erweiterten Vision für digitale Finanz- und Metaverse-Infrastrukturen; ein ökonomisches Upgrade wurde im Dezember 2025 aktiviert.
Infobox – Quelle: Phemex
- Architektur: Adaptive State Sharding und Secure Proof of Stake
- Mainnet: drei Transaktionsshards und eine Metachain
- Token: EGLD für Gebühren, Sicherheit, Governance und DeFi
- Produkte: xPortal, xExchange, ESDT-Token, Entwickler-Tools und Sovereign Chains
- Herausforderungen: Adoption, Wettbewerb, technische Komplexität und Tokenökonomie
XRP: 1,1 Milliarden XRP bewegt
XRP ist laut „Börse Express“ am Dienstag unter die Marke von 1,05 Dollar gefallen und hat damit eine wichtige technische Unterstützung unterschritten. Als Auslöser nennt der Beitrag einen breiteren Ausverkauf am Kryptomarkt, Liquidationen und eine Doppel-Top-Formation im Chart.
Mehr als 150 Millionen XRP wurden von privaten Wallets an Börsen transferiert. Händler werten solche Transfers laut dem Bericht meist als Signal für möglichen Verkaufsdruck.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Aktueller XRP-Kurs | 1,08 US-Dollar |
| Veränderung im Tagesvergleich | +1,51 Prozent |
| Veränderung auf Wochensicht | -5,59 Prozent |
| 50-Tage-Durchschnitt | 1,11 Dollar |
| Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt | rund 2,9 Prozent |
| Als nächste Unterstützung genannte Zone | 1,00 bis 1,04 Dollar |
Die US-Notenbankentscheidung am Mittwoch gilt als kurzfristiger Kurstreiber. Neben XRP gaben am Dienstag auch Bitcoin, Ethereum und Dogecoin um rund 2 Prozent nach, nachdem asiatische Technologiewerte eingebrochen waren.
Innerhalb von 24 Stunden wurden nach Angaben des Beitrags 133.415 Trader liquidiert. Das Gesamtvolumen der Liquidationen belief sich auf 620,81 Millionen Dollar.
Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten an diesem Handelstag Nettoabflüsse von 11,6 Millionen Dollar. Bei den Ethereum-Pendants wurden dagegen Zuflüsse von 9,23 Millionen Dollar registriert.
Auf der technischen Seite notiert XRP laut „Börse Express“ unter seinen 50-, 100- und 200-Tage-EMAs. Das Fear-&-Greed-Barometer für den Gesamtmarkt lag zuletzt im Angstbereich.
Institutionelle Zuflüsse bilden einen Gegenpol zur schwachen Kursentwicklung. US-Spot-XRP-ETFs verbuchten am 27. Juli einen Nettozufluss von 592.470 Dollar; die kumulierten Zuflüsse summierten sich damit auf rund 1,5 Milliarden Dollar bei einem Gesamtnettovermögen von etwa 1 Milliarde Dollar.
Auch einzelne Finanzinstitute werden im Bericht genannt. Die UBS Group hielt demnach 197.369 Anteile am Volatility-Shares-XRP-ETF im Wert von rund 1,49 Millionen Dollar sowie eine kleinere Position im Grayscale-XRP-Fonds.
Goldman Sachs hielt im ersten Quartal 2026 noch eine XRP-Position von rund 154 Millionen Dollar, ist laut „Börse Express“ inzwischen aber komplett ausgestiegen und hat das Kapital unter anderem in den Hyperliquid-nahen Token HYPE umgeschichtet.
Gleichzeitig bewegten große XRP-Halter innerhalb einer Woche rund 1,1 Milliarden XRP im Gegenwert von etwa 1,5 Milliarden Dollar. Der Anteil dieser Halter am zirkulierenden Angebot sank dadurch auf unter 7,9 Milliarden XRP, umgerechnet rund 12 Prozent.
Auf der Netzwerkseite stieg die Zahl bestätigter Adressen zuletzt im schnellsten Tempo seit März. Der Bericht wertet dies als Hinweis auf neue Nutzer, während die Marke von 1,00 Dollar bislang verteidigt wurde.
Auch die institutionelle Infrastruktur des Ripple-Umfelds wird ausgebaut. Am 23. Juli ging Ripple Mint als Plattform für das institutionelle Management des Stablecoins RLUSD live.
Der japanische Finanzkonzern SBI Holdings kündigte außerdem an, seine Tochter SBI Security Solutions in SBI Digital Practice umzubenennen und künftig verstärkt auf das Canton Network zu setzen. Dieses bindet nach Unternehmensangaben mehr als 600 Institutionen und über 6 Billionen Dollar an Vermögenswerten an; die bestehende Ripple-Partnerschaft über SBI Ripple Asia bleibt davon unberührt.
Infobox – Quelle: Börse Express
- XRP-Kurs: 1,08 US-Dollar
- Tagesveränderung: +1,51 Prozent
- Wochenveränderung: -5,59 Prozent
- Bewegte XRP-Menge großer Halter: rund 1,1 Milliarden XRP
- Liquidierte Trader binnen 24 Stunden: 133.415
- Gesamtvolumen der Liquidationen: 620,81 Millionen Dollar
- Institutioneller Faktor: Nettozufluss von 592.470 Dollar in US-Spot-XRP-ETFs am 27. Juli
Blockchain-Pressespiegel: Die wichtigsten Linien
Die Beiträge zeigen unterschiedliche Einsatzfelder der Blockchain-Technologie. Während Blockchain Founders Capital den Blick auf Start-ups an der Schnittstelle von Blockchain und KI richtet, steht bei der Hamburger Volksbank die transparente und manipulationssichere Einsicht in Finanzströme im Mittelpunkt.
Ondo Finance passt seine Infrastrukturstrategie an institutionelle Anforderungen an und trennt schnelle Handelsausführung von der späteren Übertragung von Vermögenswerten auf einer öffentlichen Blockchain. MultiversX setzt dagegen weiterhin auf eine eigene skalierbare Layer-1-Architektur mit Sharding und einem breiten Produkt-Ökosystem.
Der XRP-Bericht von „Börse Express“ verdeutlicht zugleich das Spannungsfeld zwischen kurzfristigem Verkaufsdruck, technischen Schwächesignalen und institutionellen Zuflüssen. Neben den Kursdaten werden dabei die Entwicklung des Ripple-Ökosystems und die zunehmende Aufmerksamkeit institutioneller Akteure hervorgehoben.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Entwicklung ist die zunehmende Abkehr von pauschalen Blockchain-Versprechen hin zu anwendungsspezifischen Architekturen. Ob KI-Start-ups, Finanzkontrolle oder institutioneller Handel: Erfolgreich wird künftig nicht zwingend die vollständig dezentrale Lösung sein, sondern diejenige, die Datenschutz, Geschwindigkeit, Nachprüfbarkeit und regulatorische Anforderungen sinnvoll verbindet.
Das stärkt die Perspektive realer Nutzung, erhöht aber zugleich den Bewertungsmaßstab. Technische Leistungsdaten, Tokenbewegungen oder institutionelles Interesse ersetzen keine nachhaltige Nachfrage. Besonders bei XRP und Layer-1-Projekten bleibt daher entscheidend, ob aus Infrastruktur und Kapitalzuflüssen dauerhaft belastbare Anwendungen entstehen.
Kurzfazit: Blockchain entwickelt sich vom einheitlichen Technologiemodell zu einem differenzierten Baukasten. Der Wettbewerb verlagert sich damit von Schlagworten auf konkrete Nutzbarkeit, Skalierbarkeit und Vertrauen.
Quellen:
- Sagar Barvaliya: Blockchain, Stablecoins & die KI-These
- Neue Folge von deeptech INSIGHTS: Wo Blockchain und KI auf echte Anwendungen treffen
- Hamburger Volksbank beteiligt sich an Blockchain-Pilot für Genossenschaften
- Warum Ondo plötzlich keine eigene Blockchain mehr braucht
- Was ist MultiversX (EGLD)? Blockchain einfach erklärt
- XRP: 1,1 Milliarden XRP bewegt