Cash App schießt im App Store auf Platz eins, erlaubt Kauf von Bitcoin

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Die Cash App dominiert kurzzeitig den App Store und landet vor YouTube auf Platz eins. | © Cash App
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Die Cash App des Online-Zahlungsverarbeiters Square schoss am Wochenende auf Platz eins der Download-Charts des App Stores in den USA. Sie ermöglicht unter anderem den Handel von Bitcoin (BTC).

Cash App, eine Applikation, die unter anderem den Erwerb von Bitcoin erleichtert, dominierte kurzzeitig den App Store. Sie wurde vom Online-Zahlungsverarbeiter Square entworfen, welcher von Twitter-CEO Jack Dorsey geleitet wird. Am Samstag führte die Applikation in den USA vorübergehend die Download-Charts von Apples App Store an und landete damit sogar noch vor der YouTube-App.

Aktuell wurde die Cash App wieder von der Spitze verdrängt, findet sich aber noch immer auf Platz eins in den iTunes Charts in der Kategorie Finance wieder – vor der PayPal-App. Auch beim Googles Play Store erreicht die App in diesem Bereich den ersten Platz.

Zugang noch einfacher als bei Konkurrenz

Die Cash App hat einen klaren Vorteil gegenüber anderen Krypto-Exchanges. Denn sie diente lange nur als Zahlungsdienstleister für US-Dollar-Transaktionen. Dadurch hat sie eine breite Nutzerbasis aufbauen können.

Diese Kunden haben ihre Identität in der Regel schon verifiziert und können daher gleich in den Bitcoin-Handel einsteigen. Bei einer Anmeldung auf Exchanges wie Coinbase oder Gemini müssten sie den umständlichen KYC-Prozess dagegen erneut durchlaufen.

Ein Nachteil der Cash App ist allerdings, dass dort bislang keine Altcoins zum Handel freigegeben wurden. Auch die fehlende internationale Verfügbarkeit ist ein Kritikpunkt: Unter dem oben gezeigten Tweet fanden sich Kommentare wie „Macht das bitte auch für Australier“ oder „Kommt nach Brasilien“. Auch in Deutschland ist die App noch nicht herunterladbar.

Steigende Einnahmen aus Bitcoin-Geschäft

Squares Bitcoin-Geschäft zeigt sich von dem diesjährigen Bärenmarkt bislang unbeeindruckt. Lagen die Einnahmen aus dem BTC-Handel im ersten Quartal 2018 noch bei 34 Millionen US-Dollar, so kletterten sie in Q2 auf 37 und im dritten sogar auf 43 Million US-Dollar.

Allerdings wurde der Bitcoin-Kauf erst Ende Januar für die meisten Nutzer der Cash App zugänglich gemacht. Wegen hoher Kosten durch die BTC-Integration verzeichnete das Unternehmen im dritten Quartal im Bereich des Bitcoin-Handels aber nur einen Gewinn von rund 550.000 US-Dollar.

Profit steht nicht an erster Stelle

Square hat sich allerdings auch nicht auf die Fahnen geschrieben, das schnelle Geld zu machen. Sarah Friar, Chief Financial Officer (CFO) des Unternehmens, erklärte dem Sender CNBC im August: „Es ist kein wichtiger Monetarisierungs-Motor. Das Ziel ist, die Nützlichkeit der Cash App weiter voranzutreiben.“

Square-CEO Jack Dorsey sagte Bitcoin im März eine große Zukunft voraus: Der Zeitung The Times gegenüber orakelte er, der Coin werde zur einzigen Währung des Internets werden, und das vielleicht schon innerhalb der nächsten zehn Jahre.

Werden die bisherigen Exchanges verschwinden, wenn mehr und mehr Finanzdienstleister Kryptohandel auf ihren etablierten Plattformen anbieten? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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