Coinbase bringt eigene Krypto-Kreditkarte heraus, bald in gesamter EU erhältlich

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Die Exchange Coinbase hat ihre eigene Visa-Karte herausgebracht. Dank dieser kann man bereits in Großbritannien mit Kryptowährungen bezahlen. Die restliche EU soll in den kommenden Monaten folgen.

Die Exchange Coinbase, eines der größten Unternehmen der Krypto-Branche, hat ihre eigene Krypto-Kreditkarte herausgebracht. Die Coinbase Card wurde am Mittwoch in einem Blog-Artikel angekündigt und kann bereits jetzt in Großbritannien erworben werden. Die übrige EU soll in den kommenden Monaten folgen und später in diesem Jahr will man dann „international expandieren“.

Bei der Coinbase Card handelt es sich um eine Visa-Kreditkarte. Sie kann also in zahllosen Online- und Offline-Geschäften überall auf den Welt zum Bezahlen verwendet werden oder man kann damit an einem ATM Geld abheben.

Die für eine Zahlung benutzten Kryptowährungen werden bei einem Kauf automatisch in die entsprechende Fiatwährung umgewandelt. Über eine App für Android oder IOS verbindet man seine Coinbase-Einlagen mit der Karte und kann dann wählen, welchen Coin man gerade ausgeben möchte.

Laut Coinbase handele es sich um die „erste Debitkarte im Vereinigten Königreich und der EU, die direkt mit einer der größten Kryptowährungs-Exchanges verbunden ist“. Herausgeber der Karte ist die Firma Paysafe. Bei den ersten 10.000 Karten erlässt Coinbase die Ausgabegebühr von 4,95 Britischen Pfund.

Zahlreiche Krypto-Kreditkarten existieren bereits

Bislang haben schon viele kleinere Unternehmen wie TenX oder Crypto.com (vormals bekannt als Monaco) Digitalgeld-Kreditkarten herausgegeben. TenX war Anfang 2018 stark zurückgeworfen worden, als Visa die Zusammenarbeit mit WaveCrest, dem Herausgeber der Karten, beendet hatte. Inzwischen gibt es zwar eine neue Generation von TenX-Karten, doch diese sind bislang nur in Singapur, Australien, Neuseeland, Hong Kong und Malaysia erhältlich.

Crypto.com hat bereits zwei Kryptowährungen namens MCO und CRO herausgegeben. CRO hatte bereits im März einen halsbrecherischen Kursanstieg hingelegt. Während heute beinahe der gesamte Kryptomarkt Verluste zu erleiden hatte, befindet sich CRO mit über 20 Prozent im Plus.

Man kann bei Crypto.com jedoch nicht wirklich von „Krypto-Kreditkarten“ sprechen. Auf der Webseite des Unternehmens heißt es nämlich: „Kartenhalter können keine Kryptowährung auf ihre MCO Visa-Karten laden. Alle Kryptowährungen werden in US-Dollar umgewandelt und die US-Dollar können zur Nutzung bei Einkäufen und ATM-Abhebungen auf die MCO Visa-Karten geladen werden.“

Auch die Visa-Karten der Firma Wirex lassen sich mit Kryptowährungen aufladen. Sie sind überall im Europäischen Wirtschaftsraum (EU + Norwegen, Island und Liechtenstein) erhältlich. Der niederländische Krypto-Enthusiast Didi Taihuttu (Bitcoin Family) erzählte uns im Interview, dass er fast all seine Ausgaben über eine Wirex-Karte tätige.

Würdest Du die Coinbase Card nutzen wollen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos

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