Craig Wright setzt Kopfgeld auf Kritiker aus, Binance-CEO hat die Nase voll

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Der selbsternannte Bitcoin (BTC)-Erfinder Craig Wright hat eine Belohnung von 5.000 US-Dollar für denjenigen ausgelobt, der ihm die Identität seines Kritikers „Hodlonaut“ verrät. Daraufhin drohte Binance-CEO Changpeng Zhao, Wrights Kryptowährung Bitcoin SV (BSV) aus dem Handel zu nehmen.

Der bizarre Kampf des Dr. Craig S. Wright gegen Krypto-Twitter hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Bereits Ende März hatte der australische Computerwissenschaftler gedroht, all jene zu verklagen, die ihn nicht als Bitcoin (BTC)-Erfinder Satoshi Nakamoto anerkennen. Wright gibt sich bereits seit Jahren als Bitcoin-Schöpfer aus, doch seine 2016 vorgelegten „Beweise“ überzeugten kaum jemanden.

Mit dem Twitter-Nutzer Hodlonaut hat die Kampagne gegen die „Satoshi-Leugner“ nun ihr erstes Ziel gefunden. Es handelt sich dabei um einen anonymen Unterstützer des Bitcoin (BTC)-Lightning Network (LN), der sich hinter einer Katze in einem Bitcoin-Raumanzug als Profilbild verbirgt.

Wright hat ein Kopfgeld von 5.000 US-Dollar für Hinweise auf Hodlonauts Identität ausgesetzt. Dies gab die Krypto-Nachrichtenseite Coingeek am Donnerstag bekannt. Der Artikel stellt Wright als Opfer und Hodlonaut als böswilligen Troll dar. Kein Wunder, befindet sich Coingeek doch im Besitz des Milliardärs Calvin Ayre. Dieser ist ein enger Geschäftspartner von „Faketoshi“.

Ayre und Wright hatten im November die Abspaltung der Kryptowährung Bitcoin SV (BSV) von Bitcoin Cash (BCH) maßgeblich vorangetrieben. Die besagten 5.000 US-Dollar sollen in BSV ausgezahlt werden.

Krypto-Twitter stellt sich vereint gegen die Schikane

Zahlreiche Krypto-Fans auf Twitter solidarisierten sich unter dem Hashtag #WeAreAllHodlonaut. Sie änderten ihre Nutzernamen und ihre Profilbilder. Der bekannte Podcast „What Bitcoin Did“ benannte sich zum Beispiel in „What Hodlonaut Did“ um. Die gesamte Bewegung war offenbar von Peter McCormack, dem Moderator des Podcasts, losgetreten worden, als dieser sich selbst als Hodlonaut „outete“.

Auch Changpeng Zhao, CEO der weltgrößten Exchange Binance, wurde auf den Fall aufmerksam. Wie man an einem Tweet von heute erkennen kann, ist sein Verständnis für „Faketoshis“ Kapriolen endgültig erschöpft: „Craig Wright ist nicht Satoshi! Noch mehr von diesem Sche*ß [und] wir delisten [Bitcoin SV]“.

Hodlonaut: Initiator der Lightning Torch

Hodlonaut ist in der Bitcoin-Gemeinde vor allem durch seine Aktion Lightning Torch (auch bekannt als LN Trust Chain) bekannt. Unter Teilnahme zahlreicher prominenter Krypto-Persönlichkeiten wurde dabei ein immer größer werdender BTC-Betrag über das Lightning Network um die Welt geschickt.

Die Aktion ging gestern nach gut zweieinhalb Monaten schließlich zu Ende. Ursprünglich hätte Hodlonaut die „Fackel“ (die BTC) als Letzter überreicht bekommen sollen, doch er deaktivierte (oder löschte?) sein Twitter-Konto und tauchte unter – wahrscheinlich um seine Anonymität zu wahren

Stattdessen beendete der Entwickler Torkel Rogstad die Kette. Er hat angekündigt, den gesammelten Betrag wie geplant an die Non-Profit-Organisation Bitcoin Venezuela zu spenden.

Sollte Binance den Handel mit Bitcoin SV beenden? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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