Craig Wrigt wirklich als Bitcoin (BTC)-Erfinder anerkannt? Copyright Office veröffentlicht Klarstellung

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Der kontroverse Informatiker Craig Wright hat sich bei dem amerikanischen Urheberrechtsamt als Autor des Bitcoin (BTC)-Whitepapers eintragen lassen. Die Behörde stellte jedoch offiziell klar, dass sie diesen Anspruch nicht überprüft habe.

Am Dienstag hatte Craig Wright, die vielleicht umstrittenste Person in der gesamten Kryptoszene, mit einer provokanten Aktion für Aufsehen gesorgt: Der australische Informatiker, welcher schon seit Langem behauptet, der mysteriöse Bitcoin (BTC)-Erfinder Satoshi Nakamoto zu sein, ließ sich beim U.S. Copyright Office das Urheberrecht für das 2009 veröffentlichte Bitcoin-Whitepaper und den usprünglichen Code der Kryptowährung eintragen.

Im Zuge des damit verbunden Medienrummels sah sich das Urheberrechtsamt am Mittwoch zu einer Klarstellung genötigt und bestätigte darin, was aufmerksamen Beobachtern von Anfang an klar war:

“In der Regel bestätigt der Antragsteller, wenn er beim Copyright Office einen Antrag auf Eintragung erhält, die Richtigkeit der in den eingereichten Unterlagen gemachten Angaben. Das Copyright Office untersucht den Wahrheitsgehalt der gemachten Aussagen nicht”, schrieb die Behörde in ihrer Pressemitteilung. “In einem Fall, in dem ein Werk unter einem Pseudonym registriert ist, untersucht das Urheberrechtsamt nicht, ob ein nachweisbarer Zusammenhang zwischen dem Antragssteller und dem pseudonymen Urheber besteht.”

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Copyright-Anmeldung in den US kinderleicht

Wight musste für seine Eintragung also nichts weiter tun, als eine Standardgebühr von 55 US-Dollar zu entrichten. Prinzipiell ist es sogar möglich, dass das Copyright Office mehrere sich widersprechende Urheberrechts-Ansprüche für ein und dasselbe Werk registriert. Die Behörde hält nur bei “offensichtlichen Ungereimheiten” Rücksprache mit dem jeweiligen Antragssteller. Sollte herauskommen, dass “mit betrügerischer Absicht” Falschaussagen getroffen wurden, droht bloß eine Geldbuße von maximal 2.500 US-Dollar.

Wright-Unterstützern wie der Krypto-Nachrichtenseite CoinGeek dürfte nun fürs Erste der Wind aus den Segeln genommen worden sein. Diese hatte am Dienstag noch geprahlt: “Wichtig ist, dass in den Registrierungen des U.S. Copyright Office Wright als Autor – unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto – sowohl des Whitepapers als auch des Codes anerkannt wird. Dies ist die erste staatliche Anerkennung von Craig Wright als Satoshi Nakamoto, der Schöpfer von Bitcoin.”

Der Preis von Bitcoin SV (BSV), jener Kryptowährung, welche in Wrights Augen den “wahren” Bitcoin darstellt, war am Dienstag von rund 62 auf fast 140 US-Dollar in die Höhe geschossen und dann wieder auf etwa 100 US-Dollar gefallen. Während viele Kryptowährungen heute Verluste hinnehmen mussten, verharrt der BSV-Preis stabil bei 100 US-Dollar.

Wird Craig Wright seinen zweifelhaften Anspruch auf den Titel des Bitcoin-Erfinders jemals aufgeben? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos

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