Größter Onlinehändler der Schweiz akzeptiert jetzt 10 Kryptowährungen

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Digitec Galaxus, der größte Schweizer Onlinehändler, nimmt nun auch Zahlungen in 10 verschiedenen Kryptowährungen entgegen. Neben Bitcoin (BTC) werden auch etwas weniger bekannte Coins wie OmiseGO (OMG) akzeptiert.

Die Adaption von Kryptowährungen in der Schweiz hat diese Woche einen großen Schritt nach vorn gemacht: Digitec Galaxus, der größte Onlinehändler des Landes, hat am Dienstag angekündigt, von nun an Zahlungen in zehn verschiedenen Kryptowährungen zu akzeptieren.

Das 2001 gegründete Unternehmen setzte im vergangenen Jahr 992 Millionen Schweizer Franken (874 Millionen Euro) um. Es betreibt die Webseiten digitec.ch, welche Elektronik-Artikel verkauft und Galaxus.ch, auf der ein sehr vielseitiges Sortiment angeboten wird.

Nun kann man auf beiden Seiten mit Bitcoin (BTC), Bitcoin Cash (BCH), Bitcoin SV (BSV), Ethereum (ETH), Ripple (XRP), Binance Coin (BNB), Litecoin (LTC), TRON (TRX), NEO und OmiseGO (OMG) bezahlen. Von den zehn größten Kryptowährungen fehlen also nur Stellar (XLM) und Tether (USDT).

Unter der Rubrik „Zahlungsoptionen“ werden Kryptowährungen nach Bargeld sogar an zweiter Stelle aufgeführt. Das mag daran liegen, dass diese Liste alphabetisch geordnet ist, hat jedoch den Effekt, dass das Angebot den Kunden direkt ins Auge springt, während man beispielsweise PayPal dagegen erst nach einigem Herunterscrollen findet.

Oliver Herren, Digitec Galaxus-Mitgründer und Chief Information Officer (CIO), scheint allerdings nicht gerade ein Krypto-Jünger zu sein. In einem firmeninternen Interview bescheinigte er Kryptowährungen unsichere Zukunftschancen. Es sei ihm „bis heute nicht klar, was mit der Blockchain besser abgebildet werden kann als mit anderen Datenbanktechnologien.“

Zahlungsabwicklung über Coinify

Digitec Galaxus kooperiert für sein Krypto-Angebot mit dem Onlinezahlungsunternehmen datatrans, welches wiederum auf das dänische Krypto-Startup Coinify zurückgreift. Dieses garantiert für 15 Minuten einen festen Wechselkurs der verwendeten Kryptowährung. Dadurch wird verhindert, dass es wegen der hohen Volatilität der Coins zu einer plötzlichen Wertveränderung des Zahlungsmittels kommt, wodurch für Käufer oder Verkäufer ein Verlust entstehen würde.

Während Digitec Galaxus keine eigenen Zahlungsgebühren verlangt, muss man Coinify 1,5 Prozent des Zahlungsbetrags und die in der Kryptowährung selbst enthaltenen Transaktionsgebühren entrichten. Außerdem sind Krypto-Zahlungen erst ab einem Einkaufswert von 200 Franken möglich.

Galaxus ist seit dem ersten November 2018 auch in Deutschland aktiv. Man hat den ambitionierten Plan, zu einem der fünf größten deutschen Onlinehändler aufzusteigen. Allerdings kann man hierzulande offenbar noch nicht mit Kryptowährungen einkaufen. Zumindest wird das Angebot bei Galaxus.de nicht unter „Zahlungsoptionen“ aufgeführt.

Glaubst Du, dass viele Kunden von Digitec Galaxus nun mit Kryptowährungen bezahlen werden? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via barockschloss, Flickr.comLizenz

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