Durchbruch für Bitcoin (BTC) in Europa! Krypto-ETF EU-weit zugelassen

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Schwedische Regulaturen haben einen Basisprospekt des Schweizer Startups Amun zugelassen. Dadurch können nun Investoren in der gesamten EU in die Krypto-basierten Finanzprodukte des Unternehmens investieren.

Das Schweizer Krypto-Startup Amun hat heute per Pressemitteilung einen entscheidenden Durchbruch verkündet: Die Swedish Financial Supervisory Authority (SFSA) habe einen Basisprospekt des Unternehmens zugelassen. Damit haben Investoren von überall in Europa nun die Möglichkeit, die Krypto-basierten Exchange Traded Products (ETPs, eine Überkategorie der viel beschriebenen Bitcoin-ETFs) von Amun zu handeln.

Zum aktuellen Zeitpunkt führt Amun zehn verschiedene ETPs, von denen sechs jeweils eine einzelne Kryptowährung wie Bitcoin (BTC) oder Ethereum (ETH) abbilden. Bislang sind Amun-ETPs an der Swiss SIX Exchange und der Börse Stuttgart vertreten. Wie Hany Rashwan, der CEO des Startups, gegenüber CoinDesk erklärte, will man aber bereits 2020 an drei von Europas größten Börsen vertreten sein.

Bitcoin-ETF: Durchbruch in Europa, Stagnation in den USA

In den USA warten Investoren bis heute vergeblich darauf, dass die zuständige Securities and Exchange Comission (SEC) einem Bitcoin-ETF die Zulassung erteilt. In Europa dagegen ist man schon deutlich weiter. Schon im November 2018 wurde Amuns ETP mit dem Tickersymbol “HODL” in der Schweiz zugelassen. “To hodl” bedeutet schlicht dasselbe wie “to hold” (halten) und geht auf den berühmten Tippfehler eines unglücklichen BTC-Investors aus dem Jahr 2013 zurück.

HODL bildet nicht nur den Bitcoin-Preis nach, sondern beinhaltet einen ganzen Korb von fünf verschiedenen Kryptowährungen mit jeweils unterschiedlicher Gewichtung. Ähnlich aufgebaut sind Amuns Indizes “KEYS” und “MOON” wobei der erstere Name auf Public- und Private-Keys in Bitcoins Kryptografie anspielt. Moon dagegen steht bei Krypto-Fans für einen erhofften extremen Preiszuwachs, wenn also der Wert ihrer Coins “bis zum Mond” ansteigt.

Aber Amun ist nicht das einzige Unternehmen, welches in Europa Krypto-ETPs anbietet. Zu nennen wäre außerdem die Firma XBT Provider. Diese startete im Mai Ripple (XRP)- und Litecoin (LTC)-Exchange Traded Notes (ETN) am schwedischen Handelsplatz Nordic Growth Market (NGM) einem Tochterunternehmen der Börse Stuttgart.

ETNs fallen wie Exchange Traded Funds (ETFs) unter den Oberbegriff Exchange Traded Product (ETP). Ein wichtiger Unterschied zwischen diesen Finanzprodukten ist jedoch folgender: Bei in ETFs angelegtem Geld handelt es sich um Sondervermögen. Geht der Herausgeber des ETFs also pleite, so sind die angelegten Mittel dennoch geschützt. Bei ETNs dagegen handelt es sich um potenziell riskantere Inhaberschuldverschreibungen.

Würdest Du Dir unter Umständen auch Krypto-ETPs kaufen oder kommt für Dich nur der direkte Besitz von Coins in der eigenen Wallet infrage? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Nicolas Raymond, Flickr.comLizenz, editiert

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