EIL: BaFin-Beschluss: Deutschland wird jetzt zum Bitcoin (BTC)-Paradies

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Dank eines neuen Gesetzes können deutsche Banken ab 2020 ganz einfach Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen anbieten. Die BaFin hat nun eine Kontaktstelle eingerichtet, bei der sich interessierte Unternehmen melden können.

Ab dem kommenden Jahr können Banken in Deutschland problemlos Kryptowährungen in ihr Online-Banking einbinden. Möglich macht dies das “Gesetz zur Umsetzung der Änderungsrichtlinie zur vierten EU-Geldwäscherichtlinie“, welches bereits durch den Bundestag verabschiedet wurde.

BaFin prüft Interessenslage zu Bitcoin-Banking

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat nun auf diese Entwicklung reagiert und eine eigene Kontaktstelle für das “Kryptoverwahrgeschäft” eingerichtet: Unternehmen, die Interesse an diesem Geschäftsmodell haben, sind angehalten, eine formlose Absichtserklärung an Kryptoverwahrung@bafin.de zu schicken.

Die Behörde möchte somit “einen reibungslosen Übergang auf die neue Rechtslage ermöglichen und frühzeitig einen Überblick über den Markt erhalten”. Die freiwillige Interessensbekundungen sollten höchstens eine Seite umfassen, Ansprechpartner nennen und das Geschäftsmodell kurz skizzieren.

Dabei kann eine tatsächliche Erlaubnis zum Kryptoverwahrgeschäft erst nach dem ersten Januar 2020, wenn das Gesetz in Kraft tritt, erteilt werden. Krypto-Unternehmen, die nun nach dem neuen Gesetz reguliert werden, können ihre Geschäfte glücklicherweise weiterführen, auch wenn eine offizielle neue Erlaubnis vorläufig noch fehlt:

“Für ein Unternehmen, das auf Grund des neuen Erlaubnistatbestands Kryptoverwahrgeschäft ab dem 01.01.2020 zum Finanzdienstleistungsinstitut wird, gilt die Erlaubnis für den Betrieb dieses Geschäfts als zu diesem Zeitpunkt vorläufig erteilt, wenn es bis zum 30. November 2020 einen vollständigen Erlaubnisantrag stellt und wenn es die Absicht, einen Erlaubnisantrag zu stellen, bis zum 31. März 2020 der Bundesanstalt schriftlich anzeigt.”

Nach einer Recherche von BTC-Echo betrachten die Banken das mögliche neue Geschäftsfeld noch zögerlich. ING und DZ Bank hätten erklärt, dass sie die Entwicklungen zwar “untersuchen” würden, von konkreten Plänen war jedoch noch keine Rede.

Frühere Krypto-Aktivitäten der BaFin

Als Aufsichtsbehörde ist die BaFin in der Vergangenheit wiederholt gegen dubiose Krypto-Unternehmen vorgegangen. So untersagte die Behörde beispielsweise der britischen Plattform Crypto Capitals alle weiteren Aktivitäten in Deutschland. In Bezug auf die Exchange CoinBene veröffentlichte die BaFin eine Warnung: Wer dort als freier Mitarbeiter einsteige, laufe Gefahr, in Geldwäsche verwickelt zu werden.

Aber die  Behörde mahnt und verbietet nicht nur. Unternehmen, die sich an die Gesetze halten, erteilt die BaFin auch Zulassungen: So erlaubte sie dem deutschen Immobilien-Startup Fundament die Durchführung eines Security Token Offerings (STO). Der ERC-20-Token des Unternehmens ist dabei durch verschiedene Bauprojekte in Deutschland gedeckt und soll schätzungsweise eine vierprozentige Rendite bringen.

Glaubst Du, dass uns in Deutschland im kommenden Jahr ein Bitcoin-Boom bevorsteht? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Mark B. Schlemmer, Flickr.comLizenz, editiert

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