EILMELDUNG: Neues EU-Gesetz tötet Bitcoin (BTC)-Firmen!

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Im Januar tritt eine neue Geldwäscherichtlinie der EU in Kraft, welche Krypto-Firmen zur Erhebung von Kundendaten zwingt. Drei Webseiten haben deswegen bereits ihre Schließung angekündigt. Kunden sollten ihre Coins schnell von dort abheben, bevor es zu spät ist.

Die vierte EU-Geldwäscherichtlinie, welche bis zum 10. Januar 2020 durch die Mitgliedsstaaten umgesetzt werden muss, zwingt mehrere europäische Krypto-Firmen, den Betrieb einzustellen. Die Unternehmen wollten den Zwang, persönliche Daten ihrer Kunden zu sammeln, nicht akzeptieren.

Bottle Pay, ChopCoin und Simplecoin geben auf

Am vergangenen Freitag verkündigte die in Großbritannien ansässige Firma Bottle Pay ihre Schließung am 31. Dezember an. Das Unternehmen hatte sich darauf spezialisiert, Bitcoin (BTC)-Zahlungen über die sozialen Medien einfach und für alle verfügbar zu machen. Bottle Pay erklärte:

“Die Menge und Art der zusätzlichen personenbezogenen Daten, die wir von unseren Nutzern erheben müssten, würde das aktuelle Nutzererlebnis so radikal und negativ verändern, dass wir nicht bereit sind, dies unserer Community aufzuzwingen.

Um unsere Integrität als Dienstleister zu wahren und die Interessen unseres Teams, der Investoren und der Nutzer zu schützen, haben wir daher die schmerzhafte Entscheidung getroffen, Bottle Pay vollständig einzustellen, anstatt diesen neuen Vorschriften zu unterliegen.”

Auch die Krypto-Gaming-Plattform ChopCoin und der Mining-Pool Simplecoin verkündeten ihr Aus. Wie Christian Grieger, Mitgründer beider Webseiten, gegenüber The Block erklärte, hatte Simplecoin 42.000 und ChopCoin sogar 305.000 Nutzer.

Wer bei den betroffenen Firmen Coins gelagert hat, sollte diese nun schnellstmöglich abheben, bevor die dafür vorgesehene Zeit verstrichen ist. Bei Bottle Pay endet die Frist am 31. Dezember, bei Simplecoin schon am 20. Dezember. Wenn man allerdings zur Weihnachtszeit wohltätig sein will, kann man sein Kryptogeld auch bei Bottle Pay liegen lassen, da die Firma die übrig gebliebenen Coins der Human Rights Foundation spenden will.

Die Kehrseite: Deutsche Banken dürfen Bitcoin (BTC) anbieten

Während die EU mit ihrem Vorgehen einerseits die Anonymität und damit die Privatsphäre und Freiheit von Krypto-Nutzern untergräbt, kann man es auch so betrachten, dass Bitcoin und Co. dadurch ernst genommen und legitimiert werden. In Deutschland führte die Richtlinie dazu, dass Banken ab dem kommenden Jahr Kryptowährungen anbieten dürfen, sofern sie sich vorher eine Erlaubnis der BaFin eingeholt haben.

Die solarisBank, welche sich bereits seit längerer Zeit als Krypto-Vorreiter in Deutschland einen Namen gemacht hat, reagierte auf die neue Gesetzeslage schnell mit der Gründung ihrer Tochterfirma “solaris Digital Assets”. Diese soll die Coins anderer Krypto-Unternehmen sicher Verwahren und sich gleichzeitig  “um die regulatorischen Anforderungen kümmern, sodass Sie [die Kunden-Firmen] sich darauf konzentrieren können, Mehrwert für Ihre Kunden zu schaffen”.

Ist die EU-Geldwäscherichtlinie in Deinen Augen insgesamt eher positiv oder eher negativ für Bitcoin und Kryptowährungen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Paul Stephenson, Flickr.comLizenz, editiert

8 Kommentare

  1. Zur Zeit wird dadurch der Kurs wie es aussieht gedrückt. Aber eins ist sicher, wenn die Wirtschaftskrise eintritt mit der großen Depression und plötzlich Banken Kryptowährungen anbieten, wird dies den Bitcoin und die restlichen Kryptos der Top Ten weit hinaus nach obenhin pushen. Denn von der neuen Geldwäscherrichtlinie wird wohl kaum ein normaler Mitbürger der sich weniger mit solchen Themen befasst etwas mitbekommen haben. Aber warten wir mal noch die 2 grauen Wochen des Bitcoins ab, denn ab den 1.1.2020 sehe ich persönliche einen unaufhaltsamen Preisanstieg in der Kryptobranche.

  2. Diverse Aktivierte Sequenzen im Chart führen bis zur 3k Marke. Danach werden die Käufer ein “blues Wunder” erleben.

    Solche News drücken den Kurs runter, so ist es gut, für miene gesetzte trades.

  3. Wann kommt die Analsonde? Totalüberwachung. Über China schimpfen und zuhause über die Hintertüre noch schlimmeres verordnen.
    Der gläserne Mensch, Freiheit ade.

  4. Kein Wunder das manche Daytrader auswandern in Länder ohne Steuern. Dabei geht es gar nicht um die Abgaben sondern einfach Morgends sorgenfrei aufwachen frische Luft einathmen.Kein Kopf machen über Steuererklärungen .Einfach traden und en Tag genießen. Mit den Gewinnen kaufen Sie ihre Sachen und kurbeln die Wirtschaft an. Einfach und Stressfrei werden die dann auch noch 10 Jahre älter.

  5. Wie will denn Bitcoin einen KYC Prozess seiner Nutzer nachträglich durchführen, wenn man nicht weiß, wer seine Kunden sind? Man weiß ja noch nicht einmal, wer der Gründer bzw. der CEO von Bitcoin ist. Das sind ja auch nur Spekulationen.
    Deshalb halte ich nichts von BTC.

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