Erster Krypto-Fonds in der Schweiz und El Salvador’s vulkanbetriebenes Bitcoin-Mining

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Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht hat den Crypto Market Index Fund als “ersten Krypto-Fonds nach Schweizer Recht” zugelassen.

Die Schweizerische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FINMA) hat erstmals einen Schweizer Fonds bewilligt, der hauptsächlich in Kryptoassets, also in Vermögenswerte, die auf der Blockchain- oder Distributed-Ledger-Technologie basieren, investiert.

Es handelt sich dabei um den “Crypto Market Index Fund”, einen Anlagefonds nach Schweizer Recht, der zur Kategorie “übrige Fonds für alternative Anlagen” mit besonderen Risiken gehört. Der Vertrieb dieses Fonds ist auf qualifizierte Anleger beschränkt.

Die Regulierungsbehörde sagte, dass der Crypto Market Index Fund nur in führende Kryptowährungen mit einem “ausreichend großen Handelsvolumen” investieren darf. Laut Crypto Finance wird der Fonds die Wertentwicklung des Crypto Market Index 10 abbilden, ein Produkt, das von der SIX Swiss Exchange verwaltet wird.

Zudem müssen die Anlagen über etablierte Gegenparteien und Plattformen getätigt werden, die ihren Sitz in einem Mitgliedsland der Financial Action Task Force haben und den entsprechenden Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäscherei unterliegen, so die FINMA.

Im Zusammenhang mit der Fondsbewilligung hat die FINMA auch die SEBA Bank AG als institutionelle Depotbank zugelassen und ihr die KAG-Bewilligung erteilt. Zuvor hatte die Behörde der SIX Swiss Exchange Anfang September offiziell den Start eines digitalen Marktplatzes und Zentralverwahrers auf Basis der Distributed-Ledger-Technologie erlaubt.

Die Schweiz gehört zu den Vorreitern bei der Einführung von Kryptowährungen. Seine Aufsichtsbehörde hat in den letzten Jahren bereits mehrere ähnliche Produkte für digitale Vermögenswerte genehmigt. Unabhängig davon haben Unternehmen wie 21Shares und CoinShares mehrere börsengehandelte Produkte an der SIX Exchange eingeführt.

In der Zwischenzeit hat Bitcoin nach einem weiteren Rückgang unter 41.000 US-Dollar gut reagiert und sich innerhalb von Stunden um einige tausend US-Dollar erholt. Die meisten Altcoins kämpfen jedoch immer noch mit kleineren Bewegungen mit wenigen Ausnahmen wie DYDX, das ein neues Allzeithoch markiert hat.

Bitcoin-Mining in El Salvador

Vor ein paar Stunden teilte Bukele einen Tweet, der die Installation mehrerer Bitcoin-Mining-Maschinen in einem geothermischen Kraftwerk zeigt.

Der Tweet zeigt ein Video mit einer Luftaufnahme einer Anlage, die aus der Hitze von Vulkanen elektrischen Strom erzeugt. Dann wird ein Lastwagen mit dem Logo der Regierung von El Salvador gezeigt, um dann einem Mann Platz zu machen, der eine Bitcoin-Mining-Farm mit mehreren Asics bei der Arbeit einzurichten scheint. Die Präsentation endet mit einem Panoramablick auf das Kraftwerk.

Bitcoin wird von Minern als eine Art Belohnung für den Einsatz leistungsstarker Computer zur Lösung komplexer mathematischer Probleme verdient, und diese Computer verbrauchen eine enorme Menge an Energie. Wie viel Strom verbraucht wird, hängt von der Entwicklung des Bitcoin-Wertes ab. Mit Stand vom 30. Juni schätzt die Universität Cambridge den Energieverbrauch von Bitcoin auf etwa 66,04 TWh pro Jahr. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem letzten Monat, aber immer noch etwas mehr als in Venezuela und nicht weit hinter Österreich.

El Salvador will die Bedenken hinsichtlich der Emissionen ganz aus dem Weg räumen, da die versprochene neue geothermische Energiekapazität völlig emissionsfrei sein wird und das Land über eine große Expertise verfügt. Etwa ein Viertel der Stromerzeugung in El Salvador stammt aus geothermischen Quellen, die von den rund zwei Dutzend Vulkanen auf dem Staatsgebiet gespeist werden.

 

Bild@ Pixabay / Lizenz

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