Experte optimistisch, dass Bitcoin-ETF noch 2019 kommt

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In der Hängepartie um den Bitcoin-ETF ist kurzfristig kein Fortschritt zu erwarten, doch die Zulassung könnte noch in diesem Jahr erfolgen. | © Reuters
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Aktuell gibt es keinen Bitcoin-ETF-Antrag mehr, der in naher Zukunft Chancen auf eine Zulassung durch die SEC hätte. Krypto-Anwalt Jake Chervinsky äußert sich trotzdem optimistisch, dass es noch 2019 zu einem Durchbruch kommen werde.

Vor wenigen Tagen zog die US-Börse CBOE BZX einen Antrag auf die Zulassung des ersten börsengehandelten Fonds (ETF) auf Bitcoin-Basis zurück. Dieser hätte eigentlich am 27. Februar durch die US-Börsenaufsicht SEC beurteilt werden sollen. Damit haben Anhänger eines ETF nun kein konkretes Datum mehr vor Augen, an dem sie mit einem möglichen Erfolg rechnen können.

Bekanntlich existieren noch neun verschiedene Anträge der Unternehmen ProShares, Direxion and GraniteShares. Diese waren im August vorerst abgelehnt worden. Doch schon am nächsten Tag kündigte SEC-Kommissarin Hester Peirce eine erneute Überprüfung an.

Krypto-Anwalt erwartet weitere Anträge bis Mai

Man brauche dabei allerdings nicht mit einer allzu schnellen Entscheidung zu rechnen, erklärte Jake Chervinsky, ein auf Kryptowährungen spezialisierter Anwalt, gegenüber Coindesk. Die SEC sei bei einer zweiten Überprüfung an keine Frist gebunden. So vergingen zwischen der ersten und der endgültigen Ablehnung des Winklevoss-Bitcoin-ETFs gut 16 Monate.

Was neue Anträge anginge, so müsse die SEC allerdings nach spätestens 240 Tagen ein Urteil fällen. Entsprechend werden alle Bewerbungen, die bis zum fünften Mai eingehen, auf jeden Fall dieses Jahr noch beurteilt.

Chervinsky erklärte, er wäre überrascht, wenn nicht mindestens ein Unternehmen bis dahin einen neuen Versuch starten sollte. Der Anwalt, welcher auch auf Twitter regelmäßig das Thema Bitcoin-ETF erklärt, blickt optimistisch in die Zukunft:

„In meinen Augen ist es absolut möglich, dass weitere zehn Monate Entwicklung im Kryptowährungs-Ökosystem genug sein könnten, um endlich die Zustimmung zu einem Bitcoin-ETF zu garantieren.“

Bitwise: SEC ist nicht Anti-Krypto

Die Krypto-Investmentfirma Bitwise hat zwar diesen Monat einen neuen Bitcoin-ETF-Antrag bei der SEC eingereicht, jedoch ist diese Bewerbung laut Coindesk bislang unvollständig. Es müsse zusätzlich eine Regeländerung vorgeschlagen werden, was allerdings noch nicht geschehen sei.

Bitwise hatte am Dienstag einen Artikel auf dem Blog des bekannten Krypto-Podcasters Anthony Pompliano veröffentlicht. Darin wurden keine genauen Angaben zum eigenen Antrag gemacht (aktuell stehe Bitwise diesbezüglich unter Schweigepflicht). Es wurde allerdings mit dem verbreiteten Vorwurf aufgeräumt, die SEC sei „Anti-Krypto“.

Vielmehr sei es für die Behörde normal, sich bis zur Zulassung einer neuen Art von ETF viel Zeit zu lassen. Es habe beispielsweise fast sechs Jahre gedauert, bis die SEC aktiv geführten ETFs ihren Segen erteilte.

Das Interesse an dem neuen Finanzinstrument sei weiterhin groß. Bitwise habe kürzlich eine Umfrage unter 150 Finanzberatern durchgeführt und 58 Prozent von ihnen würden am liebsten über einen ETF in Kryptowährungen investieren.

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