Stellt der EU-Kommission Fragen zu Blockchain und Co.

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Das von der Europäischen Kommission gegründete EU Blockchain Observatorium & Forum lädt dazu ein, auf sozialen Medien Fragen zu Themen rund um Blockchain-Technologie einzureichen. Diese sollen dann am 18. Juni über YouTube-Live beantwortet werden. Der Aufruf reiht sich in eine Vielzahl von Versuchen der EU ein, Offenheit gegenüber der neuartigen und beliebten Technologie zu bekunden.

Am Montag hat die von der Europäischen Kommission ins Leben gerufene Organisation EU Blockchain Observatorium & Forum zu einer Fragen- und Antworten-Stunde rund um Blockchain und verwandte Themen eingeladen. In einem Tweet macht das Observatorium deutlich, dass es sich mit dem Aufruf an alle Interessenten der neuen Technologie richtet – egal ob noch unerfahren oder bereits bewandert.

Die Fragestunde soll am 18. Juni um 18:00 Uhr über YouTube-Live übertragen werden. Die Fragen sollen direkt an die hinter der Organisation stehende Gruppe gestellt werden und dürfen sowohl allgemeiner als auch spezieller Natur sein – so der Aufruf. Auch „harte Fragen“ sind gewünscht. In wie weit neben Fragen zur Blockchain-Technologie auch Fragen zur konkreten Agenda der Organisation gestellt werden dürfen, blieb auf Anfrage des Coin Kuriers bislang unbeantwortet.

Agenda der Europäischen Kommission

Durch die Gründung des EU Blockchain Observatoriums & Forum im Februar dieses Jahres, der Thematisierung der Blockchain in einer Rede des Vizepräsidenten der EU-Kommission und einer Fragestunde mit EZB-Präsidenten Mario Draghi rund um Kryptowährungen und Blockchain zeichnet sich die Absicht der Europäischen Kommission ab, die beliebte Technologie und ihr Potenzial für die europäische Wirtschaft auszuloten. Die kommende Fragestunde des Observatoriums ist nun ein weiterer Versuch von Brüssel, zur Aufklärungsarbeit über die Technologie beizutragen.

Das Observatorium wurde in Kooperation mit dem prominenten Ethereum Startup ConsenSys gegründet. In der offiziellen Erklärung heißt es, dass die Europäische Kommission der Organisation für die kommenden zwei Jahre ein Budget von 500.000€ bereitstellt. Als größter Nettozahler der EU, trägt Deutschland den größten Teil dieses Budgets. Ein Grund mehr, der Fragestunde beizuwohnen und die Expertise der Gruppe auf Herz und Nieren zu prüfen.

Inwieweit die Europäische Kommission das der Technologie inhärente Potenzial das Finanzsystem und im weiteren Sinn große Teile des Internets zu dezentralisieren als Gefahr oder als Potenzial für die EU-Mitgliedstaaten ansieht, ist jedoch noch weitgehend unklar. Eine Antwort bezüglich dieser brisanten Frage, hat sich bisher noch kein Mitglied der Kommission entlocken lassen. Dass sie aber zumindest das Potenzial der Blockchain im Bezug auf eine Innovation des Handels und des Geldmittelverkehrs sieht, hat der Vize-Präsident der Kommission Andrus Ansip in einer im April gehaltenen Rede zum Ausdruck gebracht. Er bekräftigte in seiner Rede, dass die EU die Blockchain ebenso wie die Künstliche Intelligenz als Chance für Wirtschaft und Wissenschaft begreift und bestrebt ist, in deren positiver Entwicklung weltweit führend zu werden.

Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank, hat im Februar dieses Jahres in einer Reihe von Videos bereits auf über Facebook und Twitter gestellte Fragen bezüglich Blockchain und Kryptowährungen geantwortet. Er betonte darin unter anderem, dass es nicht die Aufgabe der Europäischen Zentralbank sei, den Bitcoin zu regulieren. Allerdings sollten Investoren sich des Risikos eines Totalverlustes aufgrund der hohen Volatilität des Bitcoins bewusst sein.

1 Kommentar

  1. Angesichts der Tendenz, dass sich die EU immer mehr zu einem totalitären Unrechts-Gebilde entwickelt, betrachte ich die Bemühungen der EU rund um Kryptowährungen mit sehr grosser Skepsis. Ich würde eine Auflösung der EU begrüssen, damit Platz geschaffen wird, um eine neue europäische Vereinigung zu gründen, die im Zeichen der Freiheit und der direkten Demokratie steht.

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