Europäische Kommission verabschiedet neue Krypto-Regelungen, um Finanzinnovationen zu “fördern”

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In einem Versuch, mehr Klarheit über die Vorschriften für Unternehmen im Kryptobereich zu schaffen, veröffentlichte die Europäische Kommission folgendes Dokument: Ein Dokument mit dem Titel “The Digital Finance Package”, welches digitale Finanz- und Einzelhandelsstrategien enthält. Dies wäre das erste Mal, dass die Europäische Kommission eine detaillierte Gesetzgebung über Vermögenswerte in Kryptowährung vorschlägt.

Der Veröffentlichung zufolge sagte die Europäische Kommission, sie werde in den neuen Gesetzesvorschlägen mehr Fokus auf die Implementierung von Stablecoins legen. In der Veröffentlichung wurde jedoch nicht spezifiziert, ob diese Stablecoins durch den Euro unterstützt werden, insbesondere da die meisten Stablecoins, die es bisher gibt, an den US-Dollar gebunden sind. Der Chefökonom der Europäischen Zentralbank, Philip R. Lane, erklärte dies heute in einem Tweet:

„Der Euro gehört den Bürgern Europas, sei es in Form von Banknoten oder digital. Die EZB (Europäische Zentralbank) ist der Verwahrer in ihrem Namen.“

 Er fügte hinzu, dass die europäische Zentralbank sich bereits mit den Vorteilen und Herausforderungen der Einführung des digitalen Euro befasse.

In der Zwischenzeit haben die Behörden der EG strengere Anforderungen an die Herausgeber von Stablecoins in Bezug auf Kapital, Anlegerrechte und Aufsicht angestrebt. Dazu gehöre auch die Veröffentlichung eines Whitepapers mit obligatorischen Anforderungen zu Offenlegungen. Kleine und mittlere Unternehmen seien jedoch von dieser Offenlegung ausgenommen, wenn der Gesamtgegenwert des Krypto-Angebots der Firma in einem Jahr weniger als 1 Million Euro (1,1 Millionen Dollar) betrage, heißt es in dem Bericht.

Darüber hinaus schlug die Kommission heute auch eine Pilotregelung vor, die als “Sandbox”-Ansatz bezeichnet wird und den Regulierungsbehörden helfen soll, Erfahrungen mit dem Einsatz von DLTs (Distributed Ledger Technologie) zu sammeln. Im Gegensatz zu den Regulierungsbehörden war die Kommission der Ansicht, dass der Testansatz es den Unternehmen ermöglichen würde, innovative Lösungen im Blockchainsektor zu erforschen, ohne “zu viel Druck von Seiten der Behörden” auszuüben. Das Projekt soll bis 2022 anlaufen, hieß es in der Pressemitteilung.

Bild via Flickr / Lizenz

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