Breaking: Facebook arbeitet offenbar an Stablecoin für WhatsApp

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WhatsApp arbeitet an Stable Coin. | © Depositphotos

Laut anonymen Quellen plant Facebook einen eigenen Stablecoin. Dieser soll es vor allem im Ausland arbeitenden Indern ermöglichen, über WhatsApp leichter Geld in die Heimat zu schicken.

Offenbar plant Facebook, eine eigene Kryptowährung auf den Markt zu bringen. Das berichtete der Medienkonzern Bloomberg in der Nacht zum Freitag. Man berief sich dabei auf eingeweihte Personen, die nicht namentlich genannt werden wollten.

Noch ein digitaler Dollar

Die angedachte Kryptowährung dürfte für Spekulationen eher uninteressant sein, da es sich um einen weiteren Stablecoin handeln werde. Dieser soll wie der weithin bekannte Tether (USDT) den US-Dollar eins zu eins nachbilden.

2018 scheint das Jahr der Stablecoin-Gründungen zu sein: Man denke nur an den Gemini Dollar (GUSD), Paxos Standart (PAX) oder auch das Euro-Äquivalent STASIS (EURS). Kürzlich wurde allerdings auch das Stablecoin-Projekt Basis wegen regulatorischer Probleme eingestellt. Investoren sollen ihr Geld zurückerhalten.

Fokus auf indische Rücküberweisungen

Facebook möchte seine Kryptowährung offenbar in den weit verbreiteten Messenger WhatsApp integrieren. Diesen hatte das „Soziale Netzwerk“ im Jahre 2014 für 19 Milliarden US-Dollar übernommen. WhatsApp verfügt über beeindruckende 1,5 Milliarden monatliche Nutzer weltweit. Facebook wolle für das Krypto-Projekt aber insbesondere die 200 Millionen indischen Anwender ins Visier nehmen.

Der Stablecoin soll es im Ausland arbeitenden Indern leichter machen, den daheim gebliebenen Angehörigen Geld zu schicken. Indien ist das weltgrößte Empfängerland solcher Rücküberweisungen. Daten der Weltbank zufolge werden so jährlich knapp 70 Milliarden US-Dollar auf den Subkontinent transferiert.

Nicht der erste Krypto-Messenger

Mehrere WhatsApp-Konkurrenten sind bereits in die Krypto-Szene eingestiegen: So hatte die bei Blockchain-Investoren beliebte App Telegram bis Februar 2018 in einer ICO satte 1,7 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Allerdings wurden bislang noch keine fertigen Token zum Handel freigegeben.

Bei dem vor allem in Japan verbreiteten Messenger LINE ist man schon deutlich weiter: Das Unternehmen startete im Juli eine Exchange mit dem Namen BITBOX. Dort ist der firmeneigene Token namens LINK (LN) seit Oktober handelbar.

Welche Auswirkungen würde ein Stablecoin von Facebook auf das gesamte Krypto-Ökosystem haben? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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