Finanzmarktanalyst beschreibt minutiös Verschwörung von Großbanken gegen Bitcoin

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Ein angesehener Finanzanalyst wittert Verschwörung von Großbanken gegen Bitcoin. | © Depositphotos

Der Finanzmarktanalyst Teeka Tiwari von der Palm Beach Research Group will eine Verschwörung auf dem Kryptomarkt erkannt haben. Man dürfe die Attacken von Institutionen gegen das Digitalgeld nicht erst nehmen, denn in Wahrheit wollten diese Bitcoin selbst nur zu einem günstigeren Preis einkaufen.

Institutionen wiederholen bei Kryptowährungen, was sie bereits mehrfach in der Vergangenheit getan haben: Erst reden sie eine Wertanlage schlecht und verunsichern kleinere Investoren. Wenn diese dann verkaufen und der Preis abstürzt, decken sich die Großanleger schamlos mit den Finanzprodukten ein, die sie kurz zuvor noch verschrien hatten.

So zumindest lautet die These von Finanzanalyst Teeka Tiwari, die er in dem Text „Die große Krypto-Verschwörung von 2018“ zum Ausdruck bringt. Der ehemalige Hedgefond-Manager und Vizepräsident der Großbank Shearson Lehman arbeitet aktuell für den Finanzmarktanalysefirma Palm Beach Research Group. Er ist dort Herausgeber des Palm Beach Confidential, einer Anlageberatung spezialisiert auf Kryptowährungen und Anlagen mit niedriger Marktkapitalisierung.

In diesem Video präsentiert Tiwari seine Beobachtungen dem bekannten amerikanischen Fernsehmoderator Glenn Beck:

Erst schlechtreden, dann Taschen füllen

Mehrere Beispiele untermauern Tiwaris Behauptung: So verkündete Jamie Dimon, CEO der Investmentbank JP Morgan, im September 2017, Bitcoin sei ein Betrug und er werde jeden seiner Angestellten feuern, der mit der Digitalwährung handele. Als der Preis wenige Tage später vorübergehend einbrach, taten seine Mitarbeiter allerdings genau das. Sie kauften Bitcoin XBT, ein Finanzprodukt, welches den Bitcoinpreis nachbildet, im Wert von etwa drei Millionen Euro.

Auch Multimilliadär George Soros zeigte ein ähnliches Verhalten. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos verkündete er im Januar, Kryptogeld sei eine „typische Blase“. Es könne aufgrund der hohen Preisschwankungen nicht als Währung verwendet werden und sei daher „eine Spekulation auf Grundlage eines Missverständnisses“. Allerdings wurde im April bekannt, dass sein Vermögensverwalter schon monatelang über die interne Erlaubnis zum Handel mit Kryptowährungen verfügte.

Immer wieder das selbe Lied

Tiwari sieht einen „massive Übergabe von Wohlstand, von Individuen zu Institutionen“. In der Vergangenheit habe er das schon mehrfach erlebt. In den Jahren 1994 und 1995 hätten Institutionen gespottet, „nur dummes Geld“ kaufe Internetaktien. In Wahrheit hätten sie sich selbst eingedeckt, während Privatanleger verkauften und sich somit riesige Gewinne entgehen ließen.

Nach der US-Immobilienkrise hätten sich große Finanzkonzerne dann schamlos mit völlig unterbewerteten Häusern eingedeckt. So habe sich die Investmentgesellschaft Blackstone 50.000 Einfamilienhäuser zum Spottpreis unter den Nagel gerissen. Gleichzeitig sei es Privatanlegern unmöglich gewesen, an eine Hypothek zu kommen.

Was soll man also laut Tiwari tun, um nicht Opfer der „Verschwörung“ zu werden? „Der Schlüssel ist, sich darauf zu konzentrieren, was Institutionen tun… nicht was sie sagen“. Und gerade seien die Institutionen eindeutig dabei, in den Kryptomarkt zu strömen.

Gibt es tatsächlich eine Verschwörung? Oder haben Großinvestoren einfach im Laufe der Zeit ihre Meinung zu Kryptowährungen geändert, ohne dass ein besonderer Plan dahinter stecken würde? Schreibe uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

1 Kommentar

  1. Chapeau für diesen Artikel. Er spiegelt exakt wieder, was wir in unserer täglichen Arbeit erleben. Nach vielen bereits abgewickelten Deals liegen uns immer noch zahlreiche Anfragen für BTC Käufe vor, die in den wenigsten Fällen unter 50.000 Stück/BTC pro Kontrakt liegen.

    Institutionelle Investoren laufen sich im wahrsten Sinne des Wortes “warm”, da sie von der salonfähigkeit des Bitcoin nun auch restlos überzeugt sind. Die nächsten Wochen und Monate werden wohl die spannendste Zeit der Bitcoin Ära.

    Unser breit aufgestelltes Verkäufer Netzwerk garantiert uns zur Zeit noch, nahezu jede Anfrage bedienen zu können.

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