Japanische Konzerne schließen Mining-Sparte, trotz steigender Hashrate und Difficulty

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| © Depositphotos

Der japanische Onlinehändler DMM hat beschlossen, seine Mining-Sparte einzustellen. Wenige Tage zuvor hatte der japanische Internet-Dienstleister GMO ähnliche Schritte angekündigt. Trotz aller Hiobsbotschaften aus der Mining-Branche steigen Hashrate und Mining-Schwierigkeit von Bitcoin (BTC) wieder an.

Seit die Preise der beliebtesten Kryptowährungen im November auf Talfahrt gingen, jagt bei den Mining-Firmen eine schlechte Nachricht die nächste. Nun hat auch der japanische Onlinehändler DMM beschlossen, sich von seinen Schürfgeräten zu trennen, wie lokale Medien berichteten.

Das Unternehmen hatte erst im vergangenen Jahr in der Stadt Kanazawa eine der weltweit größten Mining-Farmen eröffnet. Die im letzten Januar eröffnete Exchange DMM Bitcoin möchte der Konzern allerdings vorerst weiter betreiben.

Bankrotte Firmen und Massenentlassungen

Gerade vergangene Woche hatte der große japanische Internet-Dienstleister GMO ankündigt, keine Mining-Geräte mehr herstellen oder verkaufen zu wollen. Laut einem am ersten Weihnachtsfeiertag veröffentlichten Dokument habe man in dieser Sparte einen „außerordentlichen Verlust“ von 35,5 Milliarden Yen (etwa 288 Millionen Euro) verzeichnen müssen. Erst im Sommer hatte GMO mit seinem B2 das weltweit erste Bitcoin (BTC)-Schürfgerät mit einem sieben-Nanometer-ASIC-Chip vorgestellt.

Auch außerhalb Japans stecken Mining-Firmen in der Krise. Das Schürfunternehmen Giga Watt aus dem US-Bundesstaat Washington musste im November Insolvenz anmelden. Kürzlich beschloss die Regierung der im Kaukasus gelegenen Republik Abchasien, 15 Mining-Betriebe vom Stromnetz zu trennen, da sie zu viel Elektrizität verbrauchen würden.

Doch das sind kleine Fische im Vergleich zu Bitmain, dem weltweit größten Konzern in der Mining-Branche: Im Dezember schloss dieser sein Forschungszentrum in Israel und entließ alle 23 dort arbeitenden Mitarbeiter. Aber dies schien erst der Anfang gewesen zu sein. Ein verifizierter Bitmain-Mitarbeiter bestätigte, dass der Konzern sich von über 50 Prozent seiner gesamten Belegschaft trennen werde, wie Coindesk am 25. Dezember berichtete.

Hashrate und Mining-Schwierigkeit erholen sich

Wie nicht anders zu erwarten, sank durch die Krise der Schürfer auch die Hashrate von Bitcoin im November stark ab. Dementsprechend musste die Mining-Schwierigkeit gesenkt werden, um die Blockzeit bei etwa zehn Minuten zu behalten. Anfang Dezember kam es zu einer dramatischen Verringerung von gut 15 Prozent. Nur einmal in Bitcoins Geschichte hatte es eine stärkere Absenkung der Schwierigkeit gegeben. Bitcoin-Skeptiker erwarteten schon eine „Todesspirale“, in der sich sinkende Preise und die sinkende Hashrate gegenseitig verstärken sollten, bis BTC völlig wertlos sein würde.

Jedoch scheint der Abwärtstrend inzwischen schon wieder aufgehalten zu sein. Seit Mitte Dezember steigt die Hashrate wieder. An Silvester wurde zudem die Mining-Schwierigkeit wieder um satte zehn Prozent erhöht. Seit Ende Juli war es zu keinem so starken Anstieg mehr gekommen.

Werden noch weitere Firmen die metaphorische Spitzhacke an den Nagel hängen und das Mining-Geschäft aufgeben? Wird die Hashrate nun wieder dauerhaft steigen oder stehen uns noch größere Einbrüche bevor? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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