Krachend gescheitert! Die größten Krypto-Fails des Jahres 2019

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© Flickr: Sam Maddin

Während Bitcoin (BTC) heute preislich doppelt so gut dasteht wie vor einem Jahr, mussten andere Krypto-Projekte 2019 herbe Rückschläge hinnehmen oder sind völlig gescheitert. Besonders zwei Unternehmen von Weltrang erlitten mit ihren geplanten Coins vorläufig Schiffbruch.

Auch 2019 lief in der Krypto-Welt nicht alles glatt: Das Jahr begann für die Ethereum (ETH)-Entwickler mit einer peinlichen Panne, da sie das wichtige Constantinople-Update wegen einer schwerwiegenden Sicherheitslücke in letzter Minute verschieben mussten.

Im Februar hielt der Zusammenbruch der kanadischen Exchange QuadrigeCX die Krypto-Gemeinde in Atem. Angeblich gingenen umgerechnet rund 166 Millionen Euro der Kryptobörse verloren, weil der CEO auf einer Indien-Reise plötzlich verstarb und als einziger Zugang zu den Coins gehabt haben soll.

Im Dezember schließlich sorgte die Nachricht für Aufsehen, dass ein neues EU-Gesetz mehrere Krypto-Unternehmen zum Aufgeben zwang. Statt den kommenden Geldwäsche-Richtlinien folgend massenhaft Kundendaten abzugreifen, gaben die Projekte Bottle Pay, ChopCoin und Simplecoin lieber die Beendigung ihrer Tätigkeiten bekannt.

Telegram Open Network (TON) in letzter Minute untersagt

Zu den beiden größten Krypto-Fails 2019 zählt sicherlich das vorläufige Scheitern des Telegram Open Networks (TON), beziehungsweise des zugehörigen GRAM-Tokens: Anfang 2018 hatte der beliebte Messenger Telegram einen privaten Tokenverkauf durchgeführt und dabei in  zwei Investitionsrunden GRAM im Wert von insgesamt 1,7 Milliarden US-Dollar verkauft.

Damals wurde vertraglich festgelegt, dass das die Kryptowährung bis Ende Oktober dieses Jahres in Umlauf gebracht werden sollte. Doch dann kam kurz vor Ablauf dieser Frist der Schock: Die US-Börsenaufsicht SEC verfügte, dass keine GRAM in die USA verkauft werden dürften, da es sich um unregistrierte Wertpapiere handele.

Die Investoren hatten nun die Gelegenheit, ihr Geld zurückzuverlangen, doch sie entschieden sich mehrheitlich, dem Projekt noch eine Chance zu geben. Telegram-CEO Pavel Durov wurde nun laut US-Gerichtsdokumenten für den siebten oder achten Januar vorgeladen. Man darf gespannt sein, ob er das TON noch retten kann.

Facebooks Libra: Großkonzerne distanzieren sich

Auch das von Facebook initiierte Krypto-Netzwerk Libra machte überwiegend mit Negativschlagzeilen von sich reden. So distanzierten sich zahlreiche weltbekannte Konzerne von dem in der Entwicklungsphase befindlichen Projekt, nachdem sie zuvor eine nicht bindende Teilnahme-Absicht ausgesprochen hatten. Zu den Aussteigern gehören PayPal, Visa, Mastercard und eBay.

Für Marc Friedrich, Co-Autor von “Der größte Crash aller Zeiten” ist klar: Bitcoin (BTC) hat Libra “gekillt“, der Facebook-Coin wird gar nicht erst starten. Die älteste Kryptowährung hat das Jahr in der Tat gut überstanden: Trotz aller Aufs und Abs ist Bitcoin heute wieder doppelt so stark wie noch im Dezember 2018.

Glaubst Du, dass Telegram und Facebook ihre Krypto-Projekte 2020 doch noch erfolgreich an den Start bringen werden? Welche Fails würdest Du noch erwähnen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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