Miner-Verschwörung! Bitcoin Cash (BCH) wird “totalitäres Regime”:

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Mehrere Bitcoin Cash (BCH)-Miningpools haben sich zusammengeschlossen, um eine Art Steuer von 12,5 Prozent auf alle Mining-Einnahmen einzuführen, mit der die Weiterentwicklung von BCH finanziert werden soll. Für den Podcaster WhalePanda ist dies “buchstäblich ein totalitäres Regime”.

Jiang Zhuoer, CEO des Bitcoin Cash (BCH)-Miningpools BTC.TOP, hat am Mittwoch einen kontroversen Plan für das BCH-Ökosystem veröffentlicht. Es geht dabei darum, die Finanzierung der Bitcoin Cash-“Infrastruktur”, womit vor allem Entwickler gemeint sind, sicherzustellen.

Bitcoin Cash (BCH)-Entwickler-Beitrag von 12,5%

Zu diesem Zweck wollen mehrere Miningpools die Regel einführen und durchsetzen, dass 12,5 Prozent ihrer Einnahmen an Entwickler zu spenden seien. Neben BTC.TOP stehen hinter dem Plan Bitmain-CEO Jihan Wu (Antpool und BTC.com), Roger Ver (Bitcoin.com) und Haipo Yang (ViaBTC).

Um die Gebühr für alle Pools durchzusetzen, wollen die Teilnehmer alle von Verweigerern geschürften Blöcke zu Orphan Blocks machen. Das bedeutet, sie wollen die Blockchain so umschreiben, dass die betreffenden Blöcke nicht mehr in ihr enthalten sind und die egoistischen Miner entsprechend keine Belohnung erhalten.

Dadurch soll die “Tragödie des Allgemeinguts” vermieden werden, also dass manche Miner die Vorteile des Programms ausnutzen (von besseren Entwicklern profitieren) ohne gleichzeitig selbst etwas dazu beigetragen zu haben.

Zentralisierte Entwicklerfinanzierung oder freier Markt?

Verschiedene Kryptowährungen gehen die Finanzierung ihrer Weiterentwicklung auf unterschiedliche Weise an. Bei Dash ist es beispielsweise auf Protokollebene festgesetzt, dass 10% der Blockbelohnung in die Treasury wandert, welche das Geld zu Entwicklungs- und Werbezwecken einsetzt.

Bitcoin (BTC) verfügt dagegen über keinen derartigen Mechanismus, was nach Meinung von Jiang Zhuoer eine Schwäche darstellt. Dadurch, dass man die Entwicklerfinanzierung dem freien Markt überließ, hätten Firmen-Spenden einen “unangemessenen Einfluss” gewonnen.

Der BTC.TOP-CEO nennt als Beispiel das Unternehmen Blockstream, der Erzfeind für viele BCH-Unterstützer. Der Konzern habe nämlich die Entwickler so beeinflusst, dass sie eine Begrenzung der Blockgröße befürwortet hätten, was gegen den ursprünglichen Plan von Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto verstoßen habe.

Plan der Bitcoin Cash (BCH)-Miner überhaupt umsetzbar?

WhalePanda, bekannt aus dem Podcast Magical Crypto Friends, nannte den Plan “urkomisch”. Es entstehe dadurch  “buchstäblich ein zentralisiertes totalitäres Regime mit Androhung einer 51%-Attacke“.

Charlie Lee, Erfinder von Litecoin (LTC) und Co-Moderator von Magical Crypto Friends, antwortete darauf allerdings, dass der Plan des “Kartells” überhaupt nicht umsetzbar sei. Die teilnehmenden Miningpools würden aktuell nämlich bloß 28% der BCH-Hashrate kontrollieren. Und selbst wenn sie ihre Hashpower erhöhen sollten, dürfte die Durchsetzung des Plans zu “vielen Forks” führen, bei denen sich die Gegner des Vorhabens abspalten würden.

Wie stehst Du zu dem Plan der Mining-Pools? Werden die Konsequenzen eher positiv oder eher negativ sein, sofern das Vorhaben überhaupt umgesetzt werden kann? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte! 

© Bild via Martina, Flickr.comLizenz

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