Nach IOTA-Hack: Termin für Neustart steht, das müssen IOTA-Hodler jetzt tun:

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Über eine Woche, nachdem ein Hack der IOTA-Trinity-Wallet Schlagzeilen machte, hat die IOTA Foundation nun einen dreiteiligen Bericht zu dem Vorfall veröffentlicht. Außerdem gibt es nun einen Termin für den Neustart des Tangles:

Am 12. Februar (vergangene Woche Mittwoch) wurde bekannt, dass die offizielle IOTA-Trinity-Wallet gehackt worden war. Die IOTA-Foundation ergriff schnell die radikale Maßnahme, den Tangle, die Distributed Ledger Technology (DLT) der Kryptowährung, durch Abschalten des Koordinators vorübergehend lahmzulegen und damit weitere Diebstähle zu verhindern.

Das müssen IOTA-Nutzer jetzt tun:

Am Freitag hat die IOTA Foundation nun einen umfassenden dreiteiligen Bericht zu dem Hack veröffentlicht, in dem Tathergang, der “Seed Migration Plan” zum Schutz vor weiteren Verlusten und Lehren für die Zukunft beleuchtet werden.

Die Schwachstelle habe sich über einen in die Wallet integrierten Service einer dritten Partei, namentlich MoonPay, eingeschlichen. Dieser sollte es Nutzern ermöglichen, IOTA direkt in der Wallet zu kaufen. Man habe es leider versäumt, einen Node Package Manager (NPM) von MoonPay rechtzeitig zu installieren.

Für bestimmte Nutzer der Trinity-Wallet besteht jetzt Handlungsbedarf: Sofern sie die Desktop-Wallet verwenden und diese zwischen dem 17. Dezember 2019 und dem 17. Februar 2020 geöffnet haben, sollten sie ihr Passwort ändern und den hier beschriebenen Migrationsplan befolgen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Tangle-Neustart bis zum 2. März

Auch zum Ausmaß des Hacks gab der Bericht neue Informationen: Demnach seien insgesamt 50 Wallets ausgeraubt und 8,55 Tera-IOTA gestohlen worden. Das entspricht zum aktuellen Preis etwa 2,15 Millionen Euro – deutlich mehr, als ursprünglich geschätzt worden war.

Wie die Nachrichtenseite The Block berichtete, hat die IOTA Foundation den Neustart des Koordinators bis zum 2. März versprochen. Dann wären Geldwerttransaktionen auf dem Tangle für insgesamt fast drei Wochen abgeschaltet gewesen.

Glaubst Du, dass der Hack IOTAs Ruf dauerhaft schaden könnte oder wird er schnell vergessen sein? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos

5 Kommentare

  1. Ich finde das gesamte Vorgehen war beispielhaft. Ich selbst habe zwar nichts verloren aber kann mich sehr gut in die Gedanken anderer versetzen, die um ihr Hab und Gut bangen. In jedem anderen Projekt kann ich mir vorstellen wären die eigenen Coins/Token unwiderbringlich weg gewesen. Glück hierbei war natürlich der Koordinator den ich aufgrund derartiger Vorfälle als absolut genial finde – auch wenn das Projekt damit als nicht dezentral genug abgestempelt wird. Die Transparenz die die Foundation schaffte war vorbildlich.
    Danke nochmal an das gesamte IOTA Team, das sicher sehr grossem Stress die letzten Wochen gegenüber stand! Super gemacht. Ich fühle dass mein Iota Invest in guten Händen ist. ☺️

    • Das Hauptproblem bei dem Vorgehen ist die Erkenntnis, dass es völlig zentral kontrolliert wird.

      Es sollten deine Hände sein und nicht die der IOTA Foundation, die dein Invest in guten Händen halten.

  2. auch wenn der Hack ja über die in die Wallet integrierte Moonpay-Schnittstelle ausgeführt wurde – das ist für Iota´s Reputation wieder ein weiterer fetter Magenschwinger. Vor allem auch, wenn sich die Founder Sønstebø und Ivancheglo zeitgleich öffentlich wegen des (fragwürdigen) Anspruchs auf 65 ungeclaimte Tera-Iota zerfetzen, welche eigentlich nach wie vor frühen ICO-Investoren gehören. Da predigen die Founder jahrelang “Wasser”, sie selber sind aber mittlerweile so richtig auf den Geschmack gekommen und trinken viel lieber den teueren Wein. Eine heuchlerische Schande. ?

  3. Ich bin kein Profi was Iota angeht, bin seit 2017 dabei, weil ich die Idee genial finde.

    Verkaufen – das mache ich nicht. Habe es auch nicht bei ETC / ETH gemacht. Als die ETH Blockchain den ETC Hack sozusagen rückgängig gemacht hat. Da wurde die Blockchain vor dem Hack neu gestartet mit neuen Blöcken. So ist ETH entstanden. ETC der Originale ETH ist geblieben.

    Habe zu wenig Verständnis, um vorherzusehen was mit Iota jetzt preislich etc. passieren wird. Denke jedoch das für Firmen wie Bosch und Co. so eine zentrale Funktion doch irgendwie positiv bewertet wird.

    Mal sehen, Bleien drin. Habe zu wenig Ahnung zum Traden, kaufe eventuell bei 5 Cent nach wenn es so weit kommen sollte, bin noch jung kann warten.

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