NFT Collectibles – So geht Sammeln heute!

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In unserem dritten samstäglichen Special zum Thema NFT, widmen wir uns heute dem Thema COLLECTIBLES.

Waren es zu unserer Kindheit noch Panini-Alben und Briefmarkensammlungen, welche das Sammlerherz höher schlagen ließen, so sind die Möglichkeiten des Sammelns durch die Einführung von NFTs annähernd ins Grenzenlose gewachsen.

Bevor wir tiefer in das Hauptthema des heutigen Artikels einsteigen wollen, werfen wir zu aller erst einen Blick auf die NFT-Marktkapitalisierung:

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Quelle: www.coingecko.com

Die Gesamt-MarketCap von NFT ist innerhalb der letzten sieben Tage von rund 672 Millionen USD auf knapp 953 Millionen USD gestiegen – dies entspricht einem bemerkenswerten Zuwachs von 41,7%!

Die beiden größten Gewinner der letzten Woche sind Spitzenreiter Enjin (ENJ) und der Token Sand (SAND), welcher sich von Platz 7 auf Platz 4 verbessern konnte.

Über den Token und das Unternehmen Enjin, berichteten wir bereits in der vergangenen Woche. Grund für die steile Verbesserung von Enjin – die MarketCap stieg innerhalb der letzten Woche von 173 Millionen USD auf 326 Millionen USD – ist die Tatsache, dass Japan in dieser Woche Enjin als ersten Gaming-Token im Land zugelassen hat und das Unternehmen eine Partnerschaft mit Hashport eingegangen ist, einem führenden japanischen Blockchain-Unternehmen. Innerhalb weniger Stunden stieg der Preis von 0,18 USD / Token auf aktuell 0,35 USD.

Der zweite Gewinner der letzten sieben Tage ist SAND, hier stieg die MarketCap von 28 Millionen USD innerhalb von nur einer Woche auf aktuell 71,5 Millionen USD, während der Preis von 0,04 USD auf 0,10 USD kletterte. Hinter dem begrenzten Token SAND steht das Unternehmen Sandbox, Betreiber einer Internetplattform zur Erstellung und Vermarktung digitaler Avatare, InGame-Items, sowie kompletter Spielewelten.

Sandbox wiederum gehört zu Animoca Brands einem der führenden Gaming-Unternehmen im Bereich digitaler Unterhaltung, mit einem zunehmenden Schwerpunkt in der Integration Blockchain-basierter Lösungsansätze.

Der Clue von Sandbox ist es, das Benutzer ohne große Programmierkenntnisse hier ihre eigenen Kreationen entwerfen und diese dann im Nachhinein entweder in diverse Spiele exportieren oder auf dem Firmeneigenen Marktplatz verkaufen können.

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Quelle: www.sandbox.game

Mit einer Community von über 131 Millionen aktiven Nutzern und Spieleintegrationen wie zum Beispiel Minecraft, ist Sandbox am Nabel der Zeit und aller Voraussicht nach noch lange nicht am Peak angekommen.

Anders als bei NFTs, welche der Gaming-Welt entspringen, haben Collectibles erstmal keinen weiteren Nutzen, als die pure Freude am Sammeln und die Spekulation mit dem Wertezuwachs.

Da NFTs der Kunstszene sich – wie der Name vermuten lässt – auf Kunst-Items beschränken, stellen sie sozusagen eine Unterkategorie von Collectibles dar. Der Markt dieser Szene ist bereits so groß geworden, dass wir uns diesem Thema in der kommenden Woche gesondert widmen wollen.

Collectibles die nicht der Kunstwelt zuzuordnen sind, können vielerlei Gestalt annehmen:

In unserem einführenden Artikel zum Thema NFT, berichteten wir über zwei Urgesteine der Szene und Vorreiter der heutigen Collectibles, die Projekte CryptoPunks und CryptoKitties. Auch wenn diese beiden Sammler-Artikel bis heute Bestand haben und rege gehandelt werden, ist das Angebot an Collectibles und deren Einsatzgebiete seither enorm gewachsen.

Eine der am schnellsten wachsenden und populärsten Szenen zu diesem Thema, finden wir in unterschiedlichen Sportarten, angeführt von Fussball. Bereits Mitte vergangenen Jahres schloss das Unternehmen Sorare mit der nordamerikanischen Fußball-Profiliga MLSPA einen Deal ab und tokenisierte den vollständigen Kader der Liga für sein gleichnamiges Fantasy-Soccer-Game.

Im Laufe des Jahres folgten dann diverse andere Spitzenvereine, sodass man inzwischen auch die Spieler von Paris Saint-Germain oder des FC Bayern Münchens bei Sorare finden kann. – Weiterführende Informationen zu diesem Thema findet ihr in diesem Videotutorial.

Auch wenn Sorare nicht das erste Unternehmen war, was diese Idee verfolgte, Vorreiter waren hier zum Beispiel Fantastec-Swap, welche bereits vor zwei Jahren Teams wie Borrusia Dortmund und Real Madrid für sich begeistern konnte, scheint Sorare langsam das Rennen zu machen.

Neben Sportikonen gibt es aber noch sehr viel mehr Bereiche, in denen Collectibles bereits Fuß gefasst haben. Ende vergangenen Jahres zum Beispiel, kaufte ein in der Szene bekannter Sammler ein digitales Paar Schuhe für 22 ETH (zu diesem Zeitpunkt etwa 13.000 USD), auf einer zehn Tage andauernden Auktion. Der Witz hinter diesem Schuh ist, das er zu 100% digital designed wurde und in einem andauernden Designprozess steckt. Zum Zeitpunkt der  ersten Ersteigerung war es lediglich eine schlichter weißer Schuh, welcher an den bekannten „Nike Dunk High“ angelehnt wurde. Insgesamt wird sich der Schuh über 10 Evolutionsstufen weiterentwickeln, bis er sein finales Aussehen erreicht hat. Die bezahlten 22 ETH waren für die 6. Evolutionsstufe des Schuhs; geplant ist, dass der Schuh nach seiner finalen Evolutionsstufe runde 58 ETH Wert sein wird.

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Quelle: www.metagrail.co/auctions/91cf83fb-3477-4155-aae8-6dcb9b853397

Der innovativste Schachzug hinter dieser Idee kommt zuletzt: denn die Firma RTFKT (ausgesprochen: Artifact), welche den Schuh kreiert und die Auktion betreut, wird am Ende an alle Besitzer der verschiedenen Evolutionsstufen echte physische Versionen verschicken – hier trifft also die fiktive AI-Welt auf RealWorld-Artikel.

Genau in dieser Schnittstelle, zwischen digitalen Sammelstücken und realen Gegenwerten, sehen viele Visionäre der Szene ein riesiges Wachstumspotential.

Das bekannte Luxusmodelabel Louis Vuitton zum Beispiel, arbeitet aktuell an einer eigenen Blockchain, welche dazu dienen soll die Authentizität ihrer wertvollen Produkte nachzuweisen. Mithilfe dieser Technologie, wird es dann möglich sein, den Lebenszyklus einer Handtasche von der Alligatorfarm, über den Verkaufsladen, hin zur ersten Käuferin und möglichen Zweit- und Drittkäufern abzubilden. Die diversen Fälschungen auf dem Markt wird damit der Gar ausgemacht, da jedes originale Produkt der Firma mit einem dazugehörigen NFT-Token verkauft werden soll. Die Blockchain hinter diesen NFTs schreibt dabei fälschungssicher die gesamte Historie ihrer Produkte mit.

Auf Grundlage dieser und vieler andere Projekte im Bereich der NFTs, wird im Jahr 2021 der Begriffe Metaverse (“Meta” = “Beyond” = “darüber hinaus” // “Verse” ist eine Rückbildung des Worte “Universum”) mehr und mehr Form annehmen. Hinter Metaverse versteckt sich die Idee einer virtuellen Welt, in der Menschen über Avatare miteinander interagieren. Hinter dem dafür benötigten Wirtschaftssystem stehen NFTs, welche dazu dienen Echtheit und Besitz klar nachzuweisen.

Der Besitzer der 22 ETH teuren Sneakers zum Beispiel, kann sicherlich in naher Zukunft seine unikaten Schuhe in diversen Spielen und 3D-Portalen einem seiner Avatare anziehen. Selbst wenn die physischen Treter dann schon lange ausgelatscht sein werden, erfreut sich das digitale “Original” bester Farbenpracht und Tragekomfort.

Mit diesem virtuellen Ausblick, schließen wir den heutigen Rundgang im NFT-Kosmos ab und freuen uns jetzt schon auf kommenden Samstag, wenn wir uns das Thema des NFT-Kunstmarktes genauer anschauen werden.

Bild@Depositphotos  //  Bild@Depositphotos

 

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