Nordkorea: UN-Warnungen vor geheimer Krypto-Konferenz!

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Nordkorea will in Kürze erneut eine Krypto-Konferenz abhalten. UN-Experten haben gewarnt, dass man sich nicht daran beteiligen solle. Währenddessen verspricht der Veranstalter allen Teilnehmern völlige Geheimhaltung ihrer Identität.

Nordkorea will offenbar im kommenden Monat zum zweiten Mal eine Internationale Blockchain- und Kryptowährungs-Konferenz ausrichten. Nun haben Sanktions-Experten der Vereinten Nationen (UN) eine Warnung ausgesprochen, dass internationale Experten sich nicht an der Verstaltung beteiligen sollten, wie Reuters berichtete.

In einem noch unveröffentlichten Jahresbericht behaupteten die Experten weiterhin, die vorangegangene Konferenz habe “explizite Diskussionen über Kryptowährung zur Sanktions-Umgehung und Geldwäsche beinhaltet.”

Nordkorea verspricht Teilnehmern Anonymität

Nordkore hat Interessenten an der kommenden Konferenz versprochen, ihre Teilnahme geheimzuhalten. Nicht einmal deren Reisepässe würden abgestempelt werden:

“Wir stellen Ihnen ein von Ihrem Pass getrenntes Papiervisum zur Verfügung, sodass es keine Beweise für Ihre Einreise gibt. Ihre Teilnahme wird niemals von unserer Seite aus bekannt gegeben, es sei denn, Sie veröffentlichen sie selbst.”

Ethereum (ETH)-Entwickler angeklagt

Eine derartige Geheimhaltung wurde wahrscheinlich als Reaktion auf die Nachwirkungen der ersten nordkoreanischen Krypto-Konferenz, die im vergangenen April stattgefunden hatte, eingeführt. Unmittelbar nach der Veranstaltung war die Nachrichtenlage ruhig (Journalisten waren ja auch nicht zugelassen gewesen), doch dann ging die US-Justiz Monate später schließlich gegen einen der Teilnehmer vor:

Der Ethereum (ETH)-Entwickler Virgil Griffith wurde Ende November verhaftet und diesen Monat schließlich formal angeklagt. Ihm wird “Verschwörung zur Verletzung des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA)” vorgeworfen, wofür bis zu 20 Jahre Haft drohen.

Ethereum-Gründer Vitalik Buterin hat den Entwickler öffentlicht verteidigt. Es sei “bewundernswert” und eine “Tugend”, wenn man gerade auf die Gruppe zugehen würde, deren angebliche Bösartigkeit man von Kindheit an eingetrichtert bekommen habe. Dadurch würde die Welt zu einem besseren Ort, so Buterin.

Nordkorea stieht $2 Milliarden durch Banken- und Krypto-Hacks

Im vergangenen August veröffentlichte die UN einen Bericht, dem zufolge Nordkorea durch Hacks von Banken und Exchanges ganze zwei Milliarden US-Dollar gestohlen haben soll.

Der Report spricht von mindestens 35 gemeldeten Fällen in 17 Staaten. Die Ausrichtung auf Krypto-Börsen erlaube Nordkorea dabei “Einnahmen auf eine Weise zu generieren, die schwieriger zu verfolgen ist und weniger staatlicher Aufsicht und Regulierung unterliegt als der traditionelle Bankensektor”.

Der wohl größte Krypto-Hack, der auf das Konto von Nordkorea gehen sollte, war der Angriff auf die japanische Exchange Coincheck im Januar 2018, bei dem Kryptowährungen im Wert von über 500 Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Später berichteten jedoch japanische Medien, dass in Wahrheit russische Hacker hinter dem Diebstahl stecken würden.

Hältst Du es für eine gut oder schlecht, wenn internationalen Experten der Besuch einer derartigen Konferenz in Nordkorea untersagt wird? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Nicolas Raymond, Flickr.comLizenz, editiert

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