Revision: Google erlaubt wieder Werbung von Kryptofirmen – in Ausnahmenfällen

0
1534
Google erlaubt wieder die Schaltung von Krypto-Werbung | © Depositphotos
⏱ Lesezeit: 1 Minute

Google wird sein Werbeverbot für Krypto-Unternehmen lockern. Ab Oktober sollen registrierte Exchanges in den USA und Japan wieder Anzeigen schalten können. Auch andere große Internetkonzerne hatten im ersten Quartal 2018 Verbote eingeführt.

Ab Oktober dürfen zugelassene Exchanges wieder Werbung auf Google schalten. Das geht aus einer Ankündigung der Suchmaschine hervor. Demnach können Interessenten ab dem nächsten Monat eine Bewerbung einreichen und im Falle einer Zusage in den USA oder Japan werben.

Das Verbot von Werbung für Kryptowährungen und ICOs war im März bekanntgegeben worden. Damals Erklärte Scott Spencer, Googles Direktor für nachhaltige Werbeanzeigen, man müsse extrem vorsichtig an Kryptowährungen herangehen. Viele Konsumenten seien geschädigt worden. Im Juni trat das Verbot in Kraft.

Soziale Medien gegen Krypto-Werbung

Google ist nicht der einzige große Internetkonzern, der Werbung für ICOs und Kryptowährungen untersagt hat. Bereits im Januar hatte Facebook mit Verweis auf „irreführende Werbepraktiken“ ein Verbot eingeführt.

Im Juni wurde dieses Verbot gelockert. Krypto-Unternehmen können nun ein Formular ausfüllen und werden daraufhin möglicherweise wieder als Werbekunden akzeptiert. ICOs bleiben dagegen weiterhin tabu.

Auch Twitter sprach Ende März ein Werbeverbot für ICOs, sowie Exchange- und Wallet-Anbieter aus. Wie bei den neuen Plänen von Google sind in Japan regulierte Kryptobörsen ausgenommen.

Mögliche Hintergedanken

Manche Experten vermuten, dass mehr hinter den Maßnahmen stecken könnte als der Schutz der Nutzer vor Betrügern. So äußerte Phillip Nunn, CEO einer britischen Investmentfirma, im Juni den Verdacht, die Internetkonzerne entwickelten im Geheimen ihre eigenen Kryptowährungen. Bislang konnte seine Vermutung nicht bestätigt werden.

Sollte Google als privates Unternehmen das Recht haben, gewissen Kunden seine Dienste zu verweigern? Oder sollte die Suchmaschine Kryptofirmen nicht weiter diskriminieren dürfen? Schreibe uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here