Riesiger DeFi-Hack! Millionenbetrag in Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) gestohlen:

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Das Decentralized Finance (DeFi)-Netzwerk dForce ist gehackt worden. Dabei wurden vor allem Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Stablecoins im Wert von 25 Millionen US-Dollar entwendet.

Am gestrigen Sonntag wurde Decentralized Finance (DeFi)-Ökosystem durch einen Hack erschüttert. Angreifern gelang es, das Kredit-Protokoll Lendf.me zu knacken und 99,9 Prozent aller Coins des zugrundeliegenden dForce-Netzwerks zu stehlen.

Die Blockchain-Sicherheitsfirma PeckShield beziffert das Diebesgut auf einen Wert von gut 25 Millionen US-Dollar. Gut zehn Millionen davon entfallen auf WETH, eine tokenisierte Version von Ethereum (ETH). Gut vier Millionen waren HBTC und imBTC, also tokenisierte Bitcoin (BTC). Der Rest entfällt auf verschiedene Stablecoins, allen voran Tether (USDT). Laut PeckShield wurde die Beschaffenheit des ERC777-Protokolls für eine sogenannte Wiedereintritts (Reentrance)-Attacke missbraucht.

Ein ironischer Aspekt an der Geschichte ist, dass die Investmentfirma Multicoin Capital erst wenige Tage vor dem Hack verkündet hatte, eine 1,5 Millionen US-Dollar-Investitionsrunde in dForce angeführt zu haben. Dabei wurde dForce als potenziell erste DeFi-“Superapp” gerühmt:

“dForce baut das erste “Supernetzwerk” von DeFi-Protokollen auf. Ursprünglich 2010 vom BlackBerry-Gründer Mike Lazaridis geprägt, wird eine Superapp als ein Ökosystem aus vielen Anwendungen definiert, die Menschen täglich nutzen, weil sie ein so nahtloses, integriertes, kontextualisiertes und effizientes Erlebnis bieten. Aufbauend auf dieser Definition ist ein Supernetzwerk ein offenes Ökosystem aus vielen Protokollen, das eine nahtlose und integrierte Erfahrung bietet, die durch native Token miteinander verbunden sind.”

Mehrere Hacks gegen dezentrale Ziele:

Nur weil ein Angebot mit dem Versprechen daherkommt, dezentralisiert zu sein, bedeutet das noch lange nicht, dass es wie Bitcoins Kryprografie nicht zu hacken wäre. Dies hat sich 2020 bereits mehrfach gezeigt: So wurde das DeFi-Protokoll bZx im Februar gleich zweimal kurz hintereinander gehackt. Dabei wurden insgesamt ETH im Wert von rund einer Million US-Dollar entwendet.

Erst diesen Monat wurde zudem die dezentralisierte Exchange (DEX) Bisq Opfer eines Angriffs, bei dem Bitcoin und Monero (XMR) im Wert von rund 250.000 US-Dollar entwendet wurden.

Der Angreifer sorgte damals dafür, dass seine Wallet für die sogenannte “Donation Address” gehalten wurde, auf der normalerweise die Coins landen, wenn ein Trade sein Zeitlimit überschreiten sollte.

Wie man aus den gestohlenen Beträgen ablesen kann, wurde dForce mit Abstand am härtesten getroffen. Dessen Gründer Mindao Yang lässt sich jedoch nicht unterkriegen:

“Wir entwickeln mit unseren Partnern eine Lösung zur Rekapitalisierung des Systems. Obwohl wir durch diesen Angriff ausgeknockt, habe ich nicht die Absicht, uns davon stoppen zu lassen.”

Glaubst Du, dass es DeFi trotz solcher Rückschläge zu einer Massenbewegung bringen könnte? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via BeatingBetting.co.uk, Flickr.comLizenz

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