Ripple startet xRapid – Alles was Du wissen musst im Überblick

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Alles was Du über Ripples Swell-Konferenz wissen musst. | © Ripple Labs
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Ripples Produkt xRapid ist seit Montag zur kommerziellen Nutzung freigegeben. Es soll Finanztransaktionen über Währungsgrenzen hinweg deutlich effizienter machen und dazu die Kryptowährung XRP nutzen. Erst vergangene Woche gründete Ripple eine neue Lobbyorganisation in den USA.

Schon im vergangenen Monat hatte die Ankündigung, das Ripple-Produkt xRapid starte in naher Zukunft, für einen beachtlichen Kursanstieg der Kryptowährung XRP gesorgt. Vom 18. auf den 21. September stieg XRP von 0,26 auf kurzzeitig 0,7 US-Dollar und verzeichnete damit einen Kursanstieg von weit mehr als 100% in nur drei Tagen. Am Montag gab Ripple nun offiziell bekannt, dass xRapid nun zur kommerziellen Nutzung verfügbar sei.

Ripple und XRP

Die Begriffe Ripple und XRP werden fälschlicherweise gerne synonym verwendet. Tatsächlich bezeichnet ersterer das Unternehmen und zweiterer den Token als unabhängige und dezentral strukturierte Kryptowährung. Tatsächlich aber hält die Firma Ripple Labs aktuell mehr als die Hälfte der XRP und führt auch die Mehrzahl der Nodes, weshalb in diesem Zusammenhang von einer Scheindezentralität des Tokens die Rede ist.

XRP rangiert aktuell auf Platz drei gemessen nach Marktkapitalisierung, überholt aber periodisch Ether, eine Währung die zur Zeit den zweiten Platz einnimmt. Der hohe Marktwert von XRP erklärt sich allerdings nicht aus dem Erfolg des Finanzproduktes. Denn bis gestern kam der Token noch nirgends zum Einsatz. Zwar nutzen bereits einige Banken das Ripple-System xCurrent, eine Art dezentrales SWIFT, allerdings kommt dieses auch ohne den XRP-Token aus.

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Mit xRapid ganz bequem zwischen Währungen wechseln

Am Montag wurde auf Ripple’s Swell-Konferenz nun endlich der langerwartete Start von xRapid bekannt gegeben. xRapid ist einfach ausgedrückt ein Produkt, welches es Finanzinstituten erlaubt, XRP durch das xCurrent System zu versenden. Der Token stellt die notwendige Liquidität bereit, um schnell und verlässlich Währungen über Ländergrenzen hinweg ineinander zu wechseln.

Wollte man früher Geld in ein Land versenden das eine andere Währung hat, so war das zeit- und kostenintensiv. Die Bank im Heimatland musste ein sogenanntes Nostrokonto bei einer ausländischen Bank unterhalten. Dieses musste im Vorhinein mit Geld der lokalen Währung gefüllt sein. Dank der Gründung von SWIFT einem international anerkannten Vermittler transnationaler Währungstäusche, waren solche Nostrokonten nicht mehr nötig. Ripple will mithilfe von xRapid jetzt auch SWIFT und damit eine große bürokratieintensive Institution überflüssig machen, indem es sie durch Computercode ersetzt.

Das gesendete Geld wird bei einer Transaktion von z.B. Euro in Dollar vorübergehend in XRP umgewandelt und über Ripples Partner-Exchanges, die sogenannten Gateways, wie Bittrex und Bitso, versandt. xRapid würde dabei Euros in XRP umwandeln, diese an eine Partnerexchange wie Bittrex oder Bitso senden, welche die XRP wiederum in Dollar tauscht.

Drei Unternehmen leisten Pionierarbeit

Ripples CEO Brad Garlinghouse gab am Montag die drei ersten Unternehmen bekannt, die mit der kommerziellen Nutzung von xRapid beginnen. Zwei davon, MercuryFX und Cuallix, hatten bereits an der Testphase des Systems teilgenommen. Catalyst Corporate Credit Union, ein Finanzdienstleister für Kreditgenossenschaften in den USA, kommt als neuer Partner hinzu.

Ripple drängt in die Politik

Aber Ripple erweitert nicht nur seine Produktpalette. Das Unternehmen will auch seinen Einfluss auf amerikanische Politiker und Behörden steigern. Daher gründete die Firma mit einigen weiteren FinTech-Startups vergangene Woche die Interessengruppe Sicherung von Amerikas Internet der Werte Koalition (SAIV).

Die Koalition verpflichtete den Lobby-Dienstleister Klein/Johnson Group, den sie zum Teil in XRP bezahlen wird. Ripple hat ein großes Interesse daran, dass die Finanzaufsichtsbehörde SEC XRP als Utility-Token und nicht als Wertpapier einstuft. Letzteres hätte strengere Regulierungen zur Folge.

Auch konnte das Unternehmen einen ehemaligen US-Präsidenten für sich einspannen: Bill Clinton sprach am Montag auf der Swell-Konferenz. Die zweitägige Veranstaltung wird aktuell von Ripple Labs in San Francisco ausgerichtet.

Stellt der xRapid-Start einen entscheidenden Durchbruch für XRP dar? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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