Ripple wird in Australien wegen ‘PayID’-Branding verklagt

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Das australische Finanzdienstleistungsunternehmen, das hinter der Klage steht, sagt, dass die beiden identischen Namen Verwirrung stiften und “Möglichkeiten für Betrug und Schwindel” schaffen werden.

Ripple sieht sich mit einer Klage der New Payments Platform Australia (NPPA) konfrontiert, welches ein Konsortium ist, dem alle bedeutenden Banken Australiens angehören. Obwohl die Gerichtsdokumente noch nicht veröffentlicht wurden, geht man davon aus, dass die Klage eine Verletzung des geistigen Eigentums im Zusammenhang mit dem Branding von Ripples “PayID”-Zahlungsstandard geltend macht.

Über die Klage berichtete der Technologie-Journalist Rohan Pearce am 24. August, der einen Screenshot mitteilte, aus dem hervorgeht, dass NPP Australia Limited, der Betreiber des australischen Interbank-Zahlungsnetzwerks “Pay ID”, beim australischen Bundesgericht eine Klage gegen Ripple Labs Inc. eingereicht hatte.

NPPA ist in Australien ein Überweisungsnetzwerk, das es Kunden verschiedener Banken ermöglicht, Zahlungen in Echtzeit zu tätigen und zu empfangen. Es befindet sich im gemeinsamen Besitz von 13 Banken, darunter ANZ, Citi, HSBC, ING und die Reserve Bank of Australia. NPPA fügte hinzu:

“Es besteht die reale Besorgnis, dass zwei Dienste, die unter demselben Namen auf dem Markt operieren, Verwirrung stiften, Möglichkeiten für Betrug und Schwindel schaffen und für die Kunden irreführend sein könnten, die annehmen könnten, dass der Schutz, der für den PayID-Dienst von NPP Australia gilt, auch für die unter dem Banner der Open Payments Coalition angebotenen Dienste gilt.”

Ripple Labs meldete am 17. Juni 2020 beim Patent- und Markenamt der Vereinigten Staaten zwei “PayID”-Marken an. NPPA reichte am 24. Juli 2020 einen weiteren Antrag für dieselbe Marke in Australien ein.

Am 20. August fand eine Online-Zwischenanhörung durch das Gericht statt, und am Morgen des 26. August fand eine Case-Management-Anhörung statt.

Ripple enthüllte PayID im Juni, als das Unternehmen die Koalition für offene Zahlungen ins Leben rief, wobei PayID als Mittel zur Verbesserung der Interoperabilität zwischen den mehr als 40 Mitgliedern der Koalition aus Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen vorgesehen war.

Ripple beschrieb PayID als Aufbrechen der unzähligen Zahlungsnetzwerke, die sich weltweit in Silos befinden, und behauptete, dass PayID die Überweisung von Geldern so einfach machen würde wie das Versenden einer E-Mail oder Textnachricht.

 

Bild@ Pixabay / Lizenz

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