Russische Gesellschaft legt Liste an: Diesen Krypto-Unternehmen kann vertraut werden

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Während sich die Gesetzgebung verzögert, sorgt eine Liste vertrauenswürdiger Unternehmen für etwas Klarheit auf dem russischen Krypto-Markt | © Stock-Graphics
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Die Russische Gesellschaft für Kryptowährungen und Blockchain hat eine Liste erstellt, die alle seriösen Unternehmen aufführt, die Produkte im Zusammenhang mit Kryptowährungen anbieten. Derweil wurde die Einführung von Krypto-Gesetzen auf September verschoben.

Die Russische Gesellschaft für Kryptowährungen und Blockchain (RACIB) hat sich die Verbreitung der Blockchain-Technologie in der russischen Wirtschaft zur Aufgabe gemacht. Auch will es dafür sorgen, dass es an Blockchain interessierten Unternehmen leichter fällt zwischen seriösen und unseriösen Blockchain-Projekten zu unterscheiden.

Nun hat die Organisation eine Liste erstellt, auf der 53 Firmen als seriös eingestuft sind. Diese Unternehmen haben sich einer freiwilligen Prüfung unterzogen und wurden für vertrauenswürdig empfunden. Kriterien sind unter anderem ein nachhaltiges Finanzkonzept oder eine Weiße Weste vor dem Gesetz in der Vergangenheit, z.B. in Steuerfragen. Jede juristische Person in Russland könne sich bewerben, die Prüfung aller Dokumente dauere etwa 10 Tage.

Aktuell findet sich neben vielen einheimischen Firmen z.B. auch der russische Ableger des internationalen Beratungsunternehmens Ernst & Young auf der Liste.

RACIB wurde im August 2017 von German Klimenko ins Leben gerufen, dem damaligen Berater von Präsident Vladimir Putin in Internet-Angelegenheiten. Dieser leitet RACIB offenbar bis heute. Und das obwohl er kürzlich von Putin höchstpersönlich seines Beraterpostens enthoben wurde. Ungewöhnlich für einen Unterstützer von Kryptowährungen, stand er für strikte staatliche Kontrolle über das Internet.

Gesetzliche Klarheit verzögert sich

Momentan hängt die staatliche Regulierung von Digitalwährungen in Russland in der Schwebe. Präsident Vladimir Putin forderte 2017 noch das Verbot von Kryptogeld. Aber auch das Interesse einen BitRubel zu schaffen hat Putin signalisiert. Digitalwährungen könnten nämlich dazu genutzt werden internationale Sanktionen zu umgehen. Inzwischen sind die Diskussionen darüber aber verstummt.

Allerdings sollte im Juli ein Gesetz zur Regulierung von ICOs und Kryptowährungen verabschiedet werden. Da sich jedoch die Einführung neuer Standards durch die FATF, eine internationale Organisation zur Geldwäschebekämpfung, verzögert habe, müssten auch die russischen Gesetze bis frühestens September verschoben werden.

Was hältst du von der Möglichkeit eines BitRubels? Schreibe uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte.

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