Russischer Premier: Regulierung von Kryptowährungen hat keine Priorität mehr

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Russlands Premierminister Dmitri Medwedew zufolge haben Krypto-Regulierungen keine Priorität mehr, da das öffentliche Interesse an dem Thema zurückgegangen sei.

Als Kryptowährungen 2017 einen komentenhaften Aufstieg in Sachen Preis und Popularität erlebten, wurde die Regulierung dieser neuer Anlageklasse ein wichtiges Anliegen für Regierungen überall auf der Welt. Nun, nachdem der Hype nachgelassen hat, möchte zumindest Russland wieder einen Gang zurückschalten.

Premierminister Dmitri Medwedew erklärte diese Woche auf einem Forum in Sankt Petersburg, dass Krypto-Regulierugen keine Priorität mehr hätten. Das berichtete die lokale Nachrichtenseite Fontanka.

“Heutzutage hat die Popularität der Kryptowährung abgenommen, und regulatorische Probleme sind möglicherweise nicht mehr so ​​relevant”, so Medwedew. Es sei allerdings immer noch notwendig, zumindest grundlegende Krypto-Gesetze einzuführen.

Offenbar scheint dem Regierungschef entgangen zu sein, dass sich der Bitcoin (BTC)-Preis seit Anfang des Jahres von knapp 4.000 US-Dollar auf aktuell 8.000 US-Dollar bereits mehr als verdoppelt hat. Die Euphorie von 2017 mag sich noch nicht ganz eingestellt haben, aber wenn es so weitergeht, ist dies nur eine Frage der Zeit.

Russische Krypto-Pläne treten auf der Stelle

Anfang des Jahres hatte der russische Ökonom Vladislav Ginko mit seiner Ankündigung für Wirbel gesorgt, seine Regierung werde im Februar mit dem Aufbau einer nationalen Bitcoin-Reserve beginnen. Dies hätte sich äußerst positiv auf den Preis auswirken können. Leider entpuppte sich Ginkos Geschichte jedoch als Luftnummer.

Der russische Präsident Putin hatte im Februar angeordnet, dass bis zum ersten Juli dieses Jahres Krypto-Regulierung eingeführt werden sollten. Ironischerweise hatte er allerdings bereits Ende 2017 eine ähnliche Anordnung getroffen, der zufolge die Regulierungen schon im Juli 2018 hätten eingeführt werden sollen.

Werden Kryptowährungen bald wieder im Fokus des öffentlichen Interesses stehen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos

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