Schotte kaufte Pistole mit Kryptowährung im Darkweb, zu 5 Jahren Haft verurteilt

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Ein Schotte hatte eine Waffe mit einer Kryptowährung im Darknet besorgt und findet sich dafür nun hinter Gittern wieder. | © Depositphotos

Der 48-jährige Schotte David Mitchell muss für fünf Jahre ins Gefängnis, nachdem er im September versucht hatte, eine Pistole illegal aus den USA zu importieren. Die Waffe hatte er unter Nutzung einer Kryptowährung im Darknet erworben.

Am Montag wurde der 48-jährige Schotte David Mitchell in Edinburgh zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt. Er hatte im September mit einer Kryptowährung eine Pistole samt Munition und Schalldämpfer im Darkweb erworben und wollte sie sich aus Amerika liefern lassen.

Amerikanische Behörden fingen das Paket, welches an Mitchells Büroanschrift adressiert war, allerdings ab. Die Neun-Millimeter-Pistole der Marke Glock wurde gegen eine Attrappe ausgetauscht. Die schottische Polizei observierte Mitchell, während er das Paket entgegennahm und damit nach Hause fuhr. Dann stürmten sie sein Haus, nahmen ihn fest und fanden die Attrappe versteckt unter seinem Sofa.

Es gibt widersprüchliche Berichte, womit genau Mitchel die Waffe bezahlt haben soll. Bloomberg schreibt, er habe Bitcoin (BTC) im Wert von über 2.000 Pfund ausgegeben. Die BBC berichtet dagegen, es seien „mehr als 2.000 Einheiten von [einer] Kryptowährung“ gewesen, was eher nahelegt, dass es sich um einen unbekannteren Altcoin handeln müsse.

Mitchell bekannte sich in allen drei Anklagepunkten schuldig, gegen den Firearms Act 1968 verstoßen zu haben, allerdings habe er mit der Waffe niemandem Leid zufügen wollen.

In seinem Urteil erklärt der Richter Lord Pentland: “Es scheint, dass ihre Entscheidung, die Waffe und die übrigen Dinge zu kaufen, aus ihrer obsessiven Beschäftigung entstanden, zu erforschen, ob dies unter Nutzung des Darkwebs möglich wäre.“ Einerseits habe der Verurteilte zuvor einen guten Charakter gezeigt und gute Arbeitszeugnisse vorzuweisen. Andererseits habe er mit Depressionen und Verhaltensschwierigkeiten zu kämpfen gehabt.

Darkweb-Handel machte Bitcoin bekannt

In den Vereinigten Staaten dagegen ist das Recht auf Waffenbesitz bekanntlich durch den Zweiten Verfassungszusatz besonders geschützt. Allerdings wurden auch dort schon drakonische Strafen für Krypto-Handel im Darkweb verhängt.

Der heute 34-jährige Ross Ulbricht z.B. betrieb von 2011 bis 2013 die Darknet-Plattform Silk Road, eine Handelsplattform für alle möglichen legalen und illegalen Waren. Als Zahlungsmittel hielt Bitcoin her. Dadurch erhielt die noch junge Kryptowährung einen frühen Anwendungszweck.

Ulbricht brachte diese Pionierarbeit langfristig allerdings keinen Erfolg. Er wurde zu einer Gefängnisstrafe von zweimal lebenslänglich plus 40 Jahre ohne Aussicht auf Bewährung verurteilt. Noch immer setzen sich viele Unterstützer z.B. mittels Online-Petitionen für seine Begnadigung ein.

Ist die fünfjährige Haftstrafe für David Mitchell für ein solches Verbrechen in Deinen Augen unverhältnismäßig hart oder findest Du, dass die Tat das Urteil rechtfertigt? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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