SEC-Entscheidung gegen Bitcoin-ETF soll noch einmal überprüft werden

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Nachdem die Entwicklung um die ETFs gerade erst gebremst schien, nimmt sie jetzt wieder Fahrt auf. | © Stock-Graphics

Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC hat beschlossen, ihre erst am Dienstag gefällten Beschlüsse zum Thema Bitcoin-ETFs noch einmal zu überdenken. Darin waren die Anträge von drei Unternehmen abgelehnt worden, die Zulassungen für insgesamt neun ETFs hatten erwirken wollen.

Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) ist den Plänen für einen Bitcoin-ETF wohl doch nicht so feindlich gesonnen, wie es den Anschein hatte. Ein solcher Exchange-traded fund würde es ermöglichen, auf etablierten Handelsplätzen in Kryptowährungen zu investieren ohne die „physischen“ Coins selbst zu kaufen und gilt als Einfallstor für institutionelle Investoren in den Kryptomarkt.

Bislang hatte die Aufsichtsbehörde die Zulassung eines solchen Finanzinstruments stets abgelehnt. Im Juli wurde der Antrag der Winklevoss-Brüder zurückgewiesen, die bereits 2013 in Bitcoin investiert hatten. Am Dienstag bekamen dann Direxion, ProShares und GraniteShares den Negativbescheid der Behörde. Die drei Unternehmen hatten insgesamt neun Bitcoin-ETFs an den Markt bringen wollen.

Nun allerdings schöpfen die Verfechter der börsengehandelten Fonds neue Hoffnung. Die Entscheidung vom 22. August soll nämlich noch einmal überprüft werden. Darauf wies SEC-Kommissarin Hester Peirce in frisch veröffentlichten Dokumenten auf Twitter hin:

Die Entscheidung sei nicht von der eigentlichen Kommission gefällt, sondern an Mitarbeiter delegiert worden. Nun würden sie und ihre Kollegen das Urteil dieser untergeordneten Beamten noch einmal überprüfen.

Verschiedene Meinungen in der Aufsichtsbehörde

Die eigentliche SEC besteht aus fünf Kommissaren, aktuell sind zwei davon Demokraten und zwei gehören der Republikanischen Partei an. Der Vorsitzende Jay Clayton ist parteilos.

Die Republikanerin Peirce war schon in der Vergangenheit dadurch aufgefallen, dass sie der Entscheidung ihrer Behörde zum Winkelvoss-ETF widersprach. Ihre Kollegen begründeten die Entscheidung damit, dass die Verhinderung betrügerischer und manipulativer Handlungen nicht sichergestellt sei.

Peirce wand dagegen ein, dass eine fortschreitende Institutionalisierung des Krypto-Marktes viele Sorgen der SEC abmildern würde. Außerdem würden durch die Ablehnung der ETFs innovationsfeindliche Signale ausgesendet, die ungeahnte Langzeitfolgen haben könnten.

Hältst du ein Umschwenken der SEC für möglich? Oder ist in deinen Augen ein Bitcoin-ETF sowieso keine gute Idee? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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