SEC bestraft Mayweather und DJ Khaled für ICO-Werbung

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ICO-Werbung durch Prominente wird bestraft. | © Bleacherreport

Die US-Börsenaufsicht SEC hat saftige Geldstrafen gegen den Profiboxer Floyd Mayweather und den Musikproduzenten DJ Khaled verhängt. Beiden wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr ICOs beworben zu haben, ohne die dafür von den Projekten erhaltenen Entlohnungen öffentlich zu machen.  

Die amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) hat zwei Prominenten vorgeworfen, bezahlte Werbung für ICOs gemacht zu haben, ohne ihre Entlohnung anzugeben. Sowohl der mehrfache Boxweltmeister Floyd Mayweather junior als auch der Musikproduzent Khaled Khaled (bekannt als DJ Khaled) hätten hohe Strafzahlungen akzeptiert, ohne die Vorwürfe zu bestreiten oder zu bestätigen. Dies geht aus einer entsprechenden Pressemitteilung der Behörde vom Donnerstag hervor.

Strafe mehr als doppelt so hoch wie Werbeprämie

Sowohl Mayweather als auch Khaled hatten im September 2017 den ICO der Krypto-Kreditkartenfirma Centra Tech beworben und dafür 100.000 bzw. 50.000 US-Dollar erhalten. Das Unternehmen wurde im April von der SEC des Betrugs beschuldigt: Centra Tech habe ein „Netz aus Lügen gesponnen“, etwa indem die Firma fälschlicherweise behauptete, eine Partnerschaft mit Visa und MasterCard zu unterhalten.

Mayweather hatte zuvor bereits die beiden ICO-Projekte Stox (STX) und Hubii Network (HBT) angepriesen und dafür insgesamt 200.000 US-Dollar erhalten. Die Gesamtstrafe für Khaled beläuft sich auf $152.725, die für Mayweather auf $614.775.

Bereits im November 2017 hatte die SEC davor gewarnt, dem zweifelhaften Rat von Prominenten Vertrauen zu schenken: „Wir ermutigen Investoren, mögliche Investitionen zu recherchieren, anstatt sich auf die bezahlte Befürwortung von Künstlern, Sportlern und anderen Ikonen zu verlassen“.

SEC verstärkt Vorgehen gegen Kryptobranche

In diesem Monat hat die SEC schon mehrere Kryptoprojekte bestraft, angefangen bei der dezentralen Exchange EtherDelta. Deren Gründer Zachary Coburn musste knapp 400.000 US-Dollar zahlen, weil er eine nicht registrierte Wertpapierbörse betrieben habe.

Nur wenige Tage später belegte die Behörde die beiden ICO-Projekte Airfox und Paragon mit einer Strafe von jeweils 250.000 US-Dollar, da sie unregistrierte Wertpapiere verkauft hätten. Es sei das erste Mal gewesen, dass die SEC allein aus diesem Grund gegen ein ICO vorgegangen war. Zusätzlich zur Strafe müssen beide Projekte Entschädigungen an ihre Investoren zahlen.

Befürwortest Du ein derartiges Vorgehen von Behörden zum „Schutz von Investoren“ oder sind diese selbst schuld, wenn sie gegen den gesunden Menschenverstand in dubiose Blockchain-Projekte investieren? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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