Blockchain-Smartphone von Sirin Labs floppt, Firma muss Mitarbeiter entlassen

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Viereinhalb Monate nachdem die Firma Sirin Labs ihr Blockchain-Smartphone Finney auf den Markt gebracht hatte, musste das Unternehmen ein Viertel seiner Mitarbeiter entlassen. Der Verkauf des Finney laufe schlechter als erwartet, so die Firma.

Sirin Labs, Herstellerfirma des hochpreisigen Blockchain-Smartphones Finney, scheint in eine Krise geraten zu sein. Wie die israelische Zeitung Globes am Montag berichtete, musste das Unternehmen kürzlich 25 Prozent seiner Belegschaft (15 Personen von 60) entlassen.

Als Grund für die Maßnahme habe Sirin Labs unerwartet schlechte Verkaufszahlen des Finney angegeben. Die globale Marktlage stehe nicht gerade zum Besten. Berichte, denen zufolge das Unternehmen die Gehälter der Mitarbeiter nicht habe auszahlen können, seien jedoch unzutreffend, betonte das Startup.

Sirin Labs Token (SRN) verharrt im Bärenmarkt

Das Finney war am 29. November letzten Jahres zum stolzen Preis von 1.000 US-Dollar (etwa 885 Euro) auf den Markt gekommen. Inzwischen hat Sirin Labs den Preis um 100 US-Dollar gesenkt.

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Das Unternehmen gab zwar keine genauen Verkaufszahlen bekannt, aber wenn man den Kursverlauf des Sirin Labs Tokens (SRN) als Indikator für den Erfolg der Firma nehmen kann, sieht es düster für die Firma aus: Kostete ein SRN beim Verkaufsstart des Finney noch 0,12 US-Dollar, so liegt der Preis heute nur noch bei 0,03 US-Dollar. Und das, obwohl sich die Gesamtsituation des Kryptomarktes seit Ende November stark verbessert hat.

Sirin Labs-Gründer mehrfach angeklagt

Wie Globes weiterhin berichtete, sieht sich Sirin Labs-Gründer und Co-CEO Moshe Hogeg zudem mit mehreren Anklagen konfrontiert. In Kalifornien wird ihm vorgeworfen, als Vorsitzender des Singulariteam-Investmentfonds Investoren um hunderte Millionen US-Dollar betrogen zu haben.

Weiterhin sieht er sich mit zwei Anklagen vor einem Gericht in Tel Aviv konfrontiert. Dabei wird Hogeg unter anderem Betrug bei dem Initial Coin Offering (ICO) der ebenfalls von ihm gegründeten Blockchain-Plattform Stox.com (STX) vorgeworfen.

Bei Stox.com handelt es sich ähnlich wie bei Augur (REP) um ein dezentrales Online-Wettbüro.  STX ist genauso wie SRN eine Kryptowährung, die nahezu ihren gesamten Wert verloren hat. Vergangenen November war der berühmte Boxer Floyd Maywheather zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden, nachdem er unter anderem das STX-ICO mit illegaler Schleichwerbung unterstützt hatte.

Glaubst Du, dass ein Blockchain-Smartphone eine gute Idee ist? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos

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