Stellar-Gründer Jed McCaleb hält viele Coins für „Bockmist“, unter anderem Tron

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Stellar-Gründer Jed McCaleb geht mit Tron ins Gericht. | © Jed McCaleb

Jed McCaleb, unter anderem Gründer der Kryptowährung Stellar Lumens (XML), hat sich geringschätzig über die Mehrzahl der im Umlauf befindlichen Coins geäußert. Es sei eine „große Schande“, dass Projekte ohne technischen Nutzen Millionen Dollar eingesammelt hätten. Als Beispiel nannte er TRON (TRX), die aktuell zehntgrößte Kryptowährung.

Während viele Anleger im Jahre 2018 unter den Kursverlusten von Bitcoin (BTC) und Co zu leiden hatten, kann Krypto-Pionier Jed McCaleb dem Negativtrend auch etwas Positives abgewinnen. Durch die fallenden Preise würde nun endlich weniger Geld in nutzlose Projekte investiert werden. Das erklärte er in einem am Montag veröffentlichten Interview gegenüber Yahoo Finance. Der Kryptomarkt befinde sich ihm zufolge in einem gesunden Selbstreinigungsprozess.

McCaleb ist durch zahlreiche Krypto-Projekte bekannt: So gründete er die berüchtigte Krypto-Exchange Mt. Gox und war unter anderem Mitgründer von Ripple Labs, dem Unternehmen hinter dem XRP-Token. 2014 spaltete er sich dann aus ideologischen Gründen von Ripple ab und schuf Stellar Lumens (XLM). Dieser Coin soll nun ähnlich wie XRP den internationalen Zahlungsverkehr erleichtern, aber anders als XRP nicht nur für Banken genutzt werden können.

„90 Prozent dieser Projekte sind Bockmist“

Für McCaleb sei es eine „große Schande“, wie viel Geld bislang in technisch nutzlose Kryptowährungen geflossen sei. „90 Prozent dieser Projekte sind Bockmist“, so sein vernichtendes Urteil. Es ergebe beispielsweise keinen Sinn, wenn die Cannabis-Industrie einen eigenen Token einführe. Wer ein digitales Zahlungsmittel bräuchte, solle einfach Bitcoin oder Stellar verwenden.

Auch eine der bekanntesten Kryptowährungen blieb nicht von der Kritik verschont: TRON (TRX) sei „einfach Müll“. Warum er TRON mit einem solchen Urteil überzieht, ließ er offen. Auch persönliche Gründe sind nicht gänzlich auszuschließen. Denn TRON-Gründer Justin Sun arbeitete früher für McCalebs alte Firma Ripple Labs. Laut seinem LinkedIn-Profil war er dort von Dezember 2013 bis Januar 2016 „Haupt-Repräsentant und Berater“ für den Großraum China.

Die aktuell nach Marktkapitalisierung zehntgrößte Digitalwährung möchte die dezentralisierte Videospiele-Branche aufmischen. Dafür sollen im Rahmen des Projekts TRON-Arcade in den nächsten drei Jahren 100 Millionen US-Dollar ausgegeben werden.

Etwas Selbstkritik

McCaleb teilt aber nicht nur gegen andere Projekte aus, sondern geht auch mit Stellar ins Gericht: Man habe bei der Vermarktung eine „ziemlich armselige Arbeit“ gemacht. Daher wüsste die Durchschnittsperson in der Regel nicht, wie XLM funktioniere und was es von anderen Kryptowährungen unterscheide. 2019 solle sich das ändern.

Teilst du McCalebs Ansichten bezüglich TRON? Gibt es andere beliebte Kryptowährungen, welche du als „Müll“ bezeichnen würdest und wenn ja, welche wären das? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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