Stratis – eine Analyse

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Stratis ist eine Blockchain-as-a-Service Plattform und möchte Unternehmen bei der Entwicklung von dApps unterstützen. Das musst Du über die Plattform wissen:

Das Motto von Stratis lautet „We make blockchain easy for you“. Stratis ist kein „Cash Coin“, sondern eine Blockchain-as-a-Service (BaaS) Plattform. Stratis ist ein Projekt, das es Unternehmen verschiedener Größe ermöglichen will, einfach und unkompliziert eine eigene spezifische und private Blockchain aufzubauen ohne dabei jahrelange Erfahrung im Blockchain-Bereich mitbringen zu müssen.

Viel mehr noch als seine Konkurrenz hilft Stratis seinen Kunden auf ganzer Wegstrecke dabei, ihre Blockchain zu basteln und diese dann als Grundlage für Applikationen zu verwenden. Stratis baut mit, berät und unterstützt vor allem Unternehmen, die sich finanziell und organisatorisch keine ganze Mannschaft von Experten leisten können.

Welches Problem will Stratis lösen?

Stratis will es neuen oder in anderen Bereichen bereits etablierten Unternehmen und ICOs erleichtern, ihre Applikationen (dApps) auf der Blockchain zu bauen. Dafür stellt Stratis seine Blockchain als sichere und funktionierende Plattform zur Verfügung, von der ausgehend die Kunden dann ihre Sidechains anbauen können.

Dadurch muss der Kunde nicht kostenintensive Ressourcen aufbringen und ein großes Team unterhalten, welches die laufenden Erhaltungs- und Entwicklungskosten der Blockchain tragen müsste. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Hauptblockchain (Mainchain) von Stratis viele Eigenschaften besitzt, die schnell in die Sidechain überführt werden können, ohne, dass diese immer wieder neu entwickelt werden müssen.

Außerdem bietet Stratis dem Kunden an, seine Sidechain an andere Blockchains, wie derjenigen von Bitcoin oder Ethereum zu knüpfen. Hierdurch soll erhöhte Sicherheit ermöglicht werden.

Seinen Kunden erlaubt Stratis, die Dienste mit konventionellem Geld zu bezahlen. Dadurch wird eine weitere Hürde eingerissen, die Unternehmen bisher davor zurückgeschreckt hat, ihr Unternehmen auf der Blockchain laufen zu lassen: die Preisschwankungen der Kryptowährungen.

Wie sich hoffentlich in den bisherigen Beschreibungen herauskristallisiert hat, liegt das Ziel von Stratis darin, die Blockchain für mehr als eine Handvoll belesener Experten im Bereich Krypto zugänglicher zu machen. Dezentralisierung und die größere Vision von Satoshi Nakamoto soll nicht mehr nur auf ein paar Inseln gedeihen dürfen, sondern soll sich stattdessen über den ganzen Planeten ziehen.

Mit dem Konzept von Stratis (ähnlich wie auch bei Etherum, Neo, Lisk etc.) wird die Entwicklung von neuen Coins mit neuen Anwendungsfeldern auch deutlich günstiger, sicherer und effizienter. Ein sicheres Blockchain-Netzwerk benötigt zur Sicherung der Daten normalerweise tausende von Computern, welche dem gleichen Protokoll folgen. Mit diesem System fährt auch das sicherste Blockchain-Network: Bitcoin. Auch auf dem Bitcoin-Netzwerk können Applikationen entwickelt werden. Allerdings ist dies aufgrund der langen Transaktionszeit keine bevorzugte Plattform der Entwickler.

Wie auch Bitcoin künftig eine Plattform für dApps werden können, lässt sich hier nachlesen.

Stratis fischt damit im gleichen Teich wie Lisk, Neo und Ethereum. Während Lisk vom Aufbau her sehr ähnlich funktioniert, allerdings Javascript anstatt C# als Programmiersprache verwendet und weniger Wert auf Privatisierung der einzelnen Sideblockchains legt, funktionieren Ethereum und Neo dahingehend anders, dass sie keine aktive Hilfe in dem Maße bei der Unternehmensgründung auf Blockchain-Basis leisten. Außerdem ist Ethereum nicht wie Stratis in C#, sondern in Solidity geschrieben.

Der Vorteil der starken Privatisierung der Sidechains auf dem Stratis-Netzwerk liegt darin, dass diese genau so abgewandelt werden können, wie der Entwickler es will. Möchte man eine Plattform für Applikationen völlig verschiedener Konzepte sein, ist das mit Hinblick auf Geschwindigkeit, Effizienz und vor allem Programmierspielraum ein großes Plus.

Alle 98 Millionen STRAT-Tokens sind im Umlauf. Diese Zahl ist fix, d.h. dass keine Tokens nachträglich mehr ausgegeben werden können. Mehr als 85% davon wurden dabei an die Investoren des ICOs ausgegeben.

Der STRAT-Token wurde ins Leben gerufen um der Plattform zum einen ein eigenes Zahlungsmittel zu verschaffen, dann sicherlich als Möglichkeit der Beschaffung von Startkapital, aber vor allem auch als Grundlage des Proof-of-Stake Systems.

Wurde von C++ in C# umgeschrieben

Stratis hat seinen Sitz in Großbritannien und hat mit Chris Tew einen Gründer und CEO, der mehr als 10 Jahre Erfahrung im IT-Bereich ist. Tew hat das Projekt zusammen mit Nicholas Dorier auf die Beine gebracht. Dorier hat es alleine bewerkstelligt innerhalb von zwei Jahren Bitcoin Core von C++ der Anwendungsfreundlichkeit halber in C# zu überschreiben.

Chris Tew selbst hat gesagt, dass er sein Projekt als gescheitert erachtet, wenn es mittel- oder langfristig nicht seinen Platz in der Top 3 der Krypto-Coins findet.

Trotz seiner sehr großen Mitbewerberzahl im Bereich der „parent-blockchains“ (allen voran Ethereum) hat es durch seine Programmierung in C# und seinem allumfassenden Beratungsservice ein Alleinstellungsmerkmal, welches gepaart mit einem erfahrenen Entwicklerteam mit zunehmender Kundenzahl für Investoren immer beliebter werden könnte.

Kann Stratis Ethereum die Stirn bieten? Teile uns Deine Meinung dazu in der Kommentarspalte mit!

© Bild via Depositphotos

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