Über Bitcoin, Elon Musk und amerikanische Banken

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Fakten, statt Trollen: Egal was Elon Musk so von sich twittert, die amerikanische Finanz-Realität hat sich inzwischen auf Kryptowährungen eingenordet.

Kryptowährungs-Fonds, Custody-Dienste und eine institutionelle Handelsbörse, gehören zu den sich in Vorbereitung befindlichen Projekten der weltweit größten Banken.

Auch wenn die halbe Bitcoin-Welt sofort in die Knie geht und vor Angst ihre BTCs verkaufen, sobald der wohl aktuell bekannteste Erdenbürger – Elon Musk – seine Tweets loslässt:

Es ist ehrlich gesagt recht bedenklich, wie einfach es einem so mächtigen Menschen wie Musk fällt, den ohnehin schon volatilen Bitcoin-Markt zu beeinflussen und wie heute wieder bewiesen, mal eben um knapp 7% zu dumpen. Das Traurigste daran ist jedoch, das vor allem die „weak-hands“, also Privatanleger, hierbei am häufigsten verlieren, da sie solchen “Ikonen” oft blind vertrauen.

Deswegen soll dieser Artikel mal anhand einiger Fakten aufzeigen, wie irregeleitet die meisten Mitbürger und Follower Musks doch sind, anstatt sich einfach mal in ihrem eigenen Land umzuschauen, um die fundamentalen Zeichen der Zeit zu deuten.

Seit die Kryptowährungspreise gegen Ende letzten Jahres in die Höhe schossen, halten Banken und institutionelle Anleger, vor allem in den USA, ihre Augen weit offen. Die meisten der größten Namen an der Wall Street haben bereits Pläne angekündigt, ihren Kunden Zugang zu Kryptowährungen zu bieten; wir schauen uns diese Pläne einmal genauer an:

Goldman Sachs

Goldmans Kryptowährungs-Trading-Desk erlebte in diesem Jahr eine Art Auferstehung. Nachdem der Desk bereits 2018 zum ersten Mal an den Markt ging, als die Krypto-Preise ihre damalige „Blase“ bereits weit überschritten hatten, ist es für die Investmentbank nun an der Zeit wieder ins Spiel einzusteigen.

Der in London vom Global Head of Digital Assets – Mathew McDermott – geleitete Desk, handelt zunächst CME-Bitcoin-Futures und Non-Deliverable Forwards, für vorerst ausschließlich institutionelle Kunden. Darüber hinaus bietet es seinen Kunden regelmäßige Recherchen und Einblicke in den Sektor an, während die strategische Investmenteinheit von Goldman Sachs, Beteiligungen an Krypto-Startups übernimmt.

McDermott sagte im März gegenüber Financial News, dass die Bank erwägen könnte, Kryptowährungen selbst zu kaufen, zu verkaufen und zu halten, sobald die Regulierung dies zulässt. Sein Team arbeitet an Projekten in den Bereichen Enterprise Blockchain, Digital Transactions, Digital Wallets und Stablecoins.

JPMorgan

JPMorgan hat sich im vergangenen Jahr bei der Entwicklung digitaler Assets weitgehend auf Blockchain konzentriert und im Oktober ein eigenes Team für die Technologie eingeführt.

Die sogenannte Onyx-Gruppe der Bank, welche sich vor dem Start fünf Jahre lang im Aufbau befand, beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter. Zu den beiden bisher wichtigsten Veröffentlichungen gehören der JPM Coin, der eigene Token der Bank, sowie ein Blockchain-basiertes Interbank-Zahlungsnetzwerk namens Liink.

Die Bank soll aktuell einen aktiv verwalteten Bitcoin-Fond für ihre privaten Vermögenskunden prüfen, der bereits im Sommer 2021 aufgelegt werden soll. Der Fond soll vorerst ausschließlich Depotdienste von NYDIG nutzen.

JPMorgan hat bei der US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission im März außerdem einen Vorschlag zur Einführung eines Aktienkorbs mit einem Engagement in Kryptowährungen eingereicht. Der Korb würde Unternehmen wie MicroStrategy und Square umfassen, die eine erhebliche Menge an Bitcoin in ihren Unternehmenskassen halten.

BNY Mellon

BNY Mellon hat eine neue Einheit für digitale Assets in Arbeit, mit konkreten Plänen, einen integrierten Krypto-Service für ihre Kunden anzubieten.

Die Investmentbank gab im Februar bekannt, dass sie einen kundenorientierten Prototyp entwickelt, der „das erste digitale Multi-Asset-Depot- und Verwaltungsplattform der Branche“ für Kryptowährungen sein soll.

Standard Chartered

Standard Chartered wird unter den großen Investmentbanken, den Weg in den institutionellen Krypto-Handel ebnen und kündigte Anfang dieses Monats Pläne zur Entwicklung einer Krypto-Börse an.

Als Teil eines Joint Ventures mit der in Hongkong ansässigen BC Group, wird StanChart britischen und europäischen institutionellen und Firmenkunden Zugang zu Bitcoin, Ether und anderen Kryptowährungen, über eine Digital Asset Brokerage- und Exchange-Plattform bieten.

„Wir sind der festen Überzeugung, dass digitale Vermögenswerte bleiben werden und vom institutionellen Markt als hochrelevante Anlageklasse angenommen werden“, sagte Alex Manson, Leiter der Venture- und Innovationseinheit von StanChart.

Morgan Stanley

Morgan Stanley veröffentlichte im März dieses Jahres Pläne zur Gründung dreier Bitcoin-gebundener Fonds.

Zwei der Fonds, die akkreditierten US-Investoren angeboten werden, sollen von Galaxy Digital bereitgestellt werden, während der dritte eine exklusive gemeinsame Initiative von FS Investments und NYDIG ist.

– Grade auch weil die wahren Beweggründe für Musks Spielchen wahrscheinlich für immer verborgen bleiben werden, können wir nur jedem Raten sich Fakten zu Rate zu ziehen, anstatt einem Tweet zu vertrauen, welcher keinerlei Fakten beinhaltet.

Bild@Pxhere / Lizenz

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