Die hellsten Tech-Köpfe wollen neue, skalierbare Kryptowährung entwickeln

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Die neue Kryptowährung Unit-e soll allen Skalierungsproblemen ein Ende bereiten. | © Depositphotos
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Die neugegründete Stiftung Distributed Technologies Research (DTR) möchte eine Kryptowährung namens Unit-e auf den Markt bringen. Diese soll die Skalierungsprobleme bisheriger Coins lösen. Forscher von namhaften US-Universitäten wie dem MIT sind an dem Projekt beteiligt.

Am Mittwoch wurde die Entwicklung einer neuen Kryptowährung namens Unit-e angekündigt. Sie soll von Spitzenforschern amerikanischer Elite-Universitäten wie der Princeton University und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) ausgearbeitet werden und in der zweiten Hälfte dieses Jahres auf den Markt kommen.

Neue Stiftung finanziert Unit-e

Gleichzeitig mit der neuen Kryptowährung wurde die Gründung einer Stiftung namens Distributed Technologies Research (DTR) bekanntgegeben, welche das Projekt finanzieren wird. DTR hat seinen Sitz im Schweizer Kanton Zug, der wegen seiner großen Anziehungskraft auf Blockchain-Unternehmen auch den Spitznamen „Crypto-Valley“ trägt. Das Kernentwicklerteam von Unit-e arbeitet dagegen in Berlin.

Die Stiftung selbst werde von dem auf Blockchain-Unternehmen ausgerichteten Investmentfonds Pantera Capital, sowie von einigen Privatpersonen finanziert, wie Babak Dastmaltschi gegenüber Fortune erklärte. Er ist der Vorsitzender des DTR-Rates und zudem leitender Direktor für internationale Vermögensverwaltung bei der Investmentbank Credit Suisse.

Skalierbarkeit als wichtigstes Argument

Die Entwickler von Unit-e stellen vor allem die Skalierbarkeit ihres neuen Digitalgelds in den Vordergrund. Laut ihrem gut 150-seitigen „Forschungsmanifest“ soll die Kryptowährung 5.000-10.000 Transaktionen in der Sekunde schaffen. Damit würde man sogar das Visa-Netzwerk in den Schatten stellen, welches im Durchschnitt etwa 1.700 Zahlungen pro Sekunde verarbeitet.

“Ein Mangel an Skalierbarkeit hält die Nutzung von Kryptowährungen zurück und DTRs bahnbrechende Forschung kümmert sich darum“, erklärte Joey Krug, Mitglied des DTR-Rates und Mitgründer der Kryptowährung Augur (REP), in der Pressemitteilung. Seiner Meinung nach würden Digitalwährungen bald als nette, aber unpraktikable Idee abgetan werden, sollte die Skalierbarkeit nicht schnell Fortschritte machen.

Die Bitcoin (BTC)-Blockchain schafft nur etwa sieben Transaktionen pro Sekunde. Auf dem Höhepunkt der letzten Spekulationsblase führte das zu langen Wartezeiten und hohen Transaktionsgebühren. Seitdem sind letztere aber kontinuierlich gesunken und liegen wieder im Cent-Bereich. Zudem existiert mit dem Lightning Netzwerk eine Off-Chain-Skalierungsmöglichkeit, welche stetig weiterentwickelt wird.

Ist es eine gute Idee, 2019 noch einmal eine ganz neue Kryptowährung zu erfinden oder hätten die Forscher besser ein schon bestehendes Projekt weiterentwickeln sollen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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