US-Zentralbank Fed hetzt gegen Bitcoin (BTC): “50% aller Transaktionen illegal”

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Lael Brainard, Gouverneurin der US-Zentralbank Fed, hat heute in einer Rede behauptet, dass rund die Hälfte aller Bitcoin (BTC)-Transaktionen und über ein Viertel aller Bitcoin-Nutzer mit illegalen Aktivitäten zusammenhingen. Das hätte eine Studie ergeben.

Lael Brainard, eine der fünf Gouverneure der US-Zentralbank Federal Reserve (kurz: Fed), hielt heute in Frankfurt am Main vor Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB) einen Vortrag über (oder eher gegen) Kryptowährungen.

Hälfte aller Bitcoin (BTC)-Transaktionen angeblich illegal  

Brainard ist es ein Dorn im Auge, dass nicht alle Exchanges ihre Kunden von Kopf bis Fuß durchleuchten und ihre persönlichen Daten sammeln. Dies sei furchtbar schlimm, da so Geldwäsche und Terrorfinanzierung Tür und Tor geöffnet würden. Der Zentralbankerin zufolge ist sowieso ein großer Teil des Bitcoin-Netzwerks kriminell:

“Nur ein Drittel der beliebtesten Exchanges benötigt für eine Ein- oder Auszahlung einen Ausweis und einen Adressnachweis. Dies ist beunruhigend, da eine Reihe von Studien zu dem Schluss kommen, dass Kryptowährungen eine beträchtliche Menge an illegalen Aktivitäten unterstützen. Eine Studie schätzte, dass beispielsweise mehr als ein Viertel der Bitcoin-Nutzer und etwa die Hälfte der Bitcoin-Transaktionen mit illegalen Aktivitäten verbunden sind.”

Interessanterweise hatte sich vor kurzem auch das deutsche Finanzministerium mit dem Thema Bitcoin und Kriminalität beschäftigt und war zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen: So gäbe es “derzeit noch keine großumfänglichen Geldwäscheaktivitäten” durch Kryptowährung und auch das Risiko der Terrorfinanzierung werde als “niedrig” eingestuft. Allerdings wurde davor gewarnt, dass sich Monero (XMR), eine Kryptowährung, die viel schwerer nachzuverfolgen ist als BTC, im Darknet ausbreiten könnte.

Neues System “FedNow” soll Kryptowährungen Konkurrenz machen

Ein unbestreitbarer Vorteil von Bitcoin gegenüber dem alten Bankensystem besteht darin, dass eine BTC-Transaktion in wenigen Minuten um die Welt gehen kann, während eine Banküberweisung immer noch Tage braucht. Um hier wieder konkurrenzfähig zu werden, hat die US-Notenbank kürzlich “FedNow” angekündigt, ein rund um die Uhr verfügbares Echtzeit-Abwicklungssystem. Dazu kommentierte Brainard:

“Jeder verdient die gleiche Fähigkeit, Zahlungen sofort und sicher zu leisten und zu erhalten, und jede Bank verdient die gleiche Chance, diese Dienstleistung ihrer Gemeinde anzubieten. FedNow wird es Banken jeder Größe in jeder Gemeinde im ganzen Land ermöglichen, ihren Kunden Echtzeit-Zahlungen anzubieten.”

Doch selbst wenn FedNow 2023 oder 2024 an den Start gehen und sogar schneller als Bitcoin sein sollte, wird BTC doch in entscheidenden Fragen überlegen bleiben: Die Kryptowährung ist unzensierbar, unkonfiszierbar und nicht betroffen von willkürlicher Inflation, was man vom US-Dollar nicht behaupten kann.

Was ist Dir lieber: etwas Illegalität oder Totalüberwachung? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Federalreserve, Flickr.com, Public Domain

1 Kommentar

  1. Das Ziel war und ist doch gerade, sich den Manipulationen des Fiatgeldes zu entziehen. Die Schwemme immer neuen Geldes und die Aufhebung der Golddeckung nagt doch am Ersparten normaler Menschen. Kriminelle hat es immer gegeben und wird es immer geben. Das darf kein Argument sein.

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