Whistleblower bringt riesigen $70 Millionen Bitcoin (BTC)-Scam ans Licht!

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Ein Whistleblower hat das kriminelle Imperium eines aus der Ukraine agierenden Bitcoin (BTC)-Scammers enttarnt: Die Firma Milton Group und ihr CEO Jacob Keselman sollen Opfer in über 50 Ländern um insgesamt 70 Millionen US-Dollar betrogen haben.

Die schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter hat mithilfe eines Whistleblowers ein riesiges Betrügersystem mit Sitz in der Ukraine enttarnt: Die “Betrugsfabrik” Milton Group, ein Unternehmen mit 200 Mitarbeitern, soll tausende Opfer in über 50 Ländern um insgesamt 70 Millionen US-Dollar betrogen haben.

Betrüger lockten mit angeblich lukrativen Investments

Die Opfer, viele von ihnen ahnungslose ältere Menschen, wurden unter anderem mit Facebook-Anzeigen und Spiele-Apps geködert, in denen Prominente wie der Schauspieler Hugh Jackman als unfreiwillige Werbepartner auftraten, wie die Zeitung The Guardian berichtete.

Wenn darüber eine Verbindung zu den “Kunden” aufgebaut worden war, riefen Callcenter-Mitarbeiter von Milton Group an und boten angeblich lukrative Investitionen unter anderem in Bitcoin (BTC) oder andere Kryptowährungen an. Die Anrufer betrieben regelrechten Telefonterror und gaben sich als Mitarbeiter verschiedenster Firmen aus.

Jacob Keselman, der CEO der Milton Group, hat auf Nachfrage von Dagens Nyheter die Vorwürfe abgestritten. Seine Firma sei bloß ein IT-Dienstleister. Allerdings stehen dem die Aussagen der Opfer entgegen, die mithilfe des Whistleblowers identifiziert werden konnten. Es wurden offenbar ganze Existenzen durch die Betrüger zerstört:

Eine ältere Dame aus Schweden berichtete beispielsweise: “Sie waren so aufdringlich, dass ich mich fühlte, als würde ich vergewaltigt werden. Ich war wie gelähmt und konnte das Geschehen nicht verhindern.” Die Betrüger hätten sie dazu gebracht, sich für die angeblichen Investitionen so hoch zu verschulden, dass sie nun mit 73 wieder arbeiten müsse, um sich Lebensmittel leisten zu können.

Scam hat wohl kaum Auswirkungen auf den Bitcoin (BTC)-Markt

Der Milton Group-Betrug dürfte wohl eher geringe Folgen für den Bitcoin-Preis haben, anders als der im vergangenen Jahr aufgedeckte PlusToken-Scam. Bei diesem Betrug aus China wurden angeblich Kryptowährungen im Wert von 20 Milliarden Yuan oder 3 Milliarden Dollar gestohlen.

Noch viele Monate, nachdem der Scam im Sommer aufgeflogen war, konnten Blockchain-Analysen die Verkaufsaktivitäten der Hintermänner von PlusToken beobachten. Es wurde vermutetet, dass die Betrüger durch die Veräußerung ihrer riesigen Reserven zu einem großen Teil für die schlechte Preisentwicklung von Bitcoin im zweiten Halbjahr 2019 verantwortlich waren.

Im Falle der Milton Group ist es allerdings nicht nur so, dass die Opfer insgesamt um deutlich weniger Geld betrogen wurden, sondern anscheinend wechselten auch gar keine echten BTC den Besitzer. Den Betroffenen wurde offenbar nur ihr Fiatgeld abgeknöpft und man ließ sie glauben, es würde in Bitcoin investiert.

Bist Du schon einmal auf ähnliche Weise von solchen Scammern tyrannisiert worden? Schreib uns Deine Erfahrungen damit in die Kommentarspalte!

© Bild via Don Hankins, Flickr.comLizenz

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