3 Gründe, warum Coins und FinTechs die beste Zukunft haben

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Wenn man sich die gesamte Finanzwelt ansieht, gibt es in diesem Bild solche, die eine glänzende Zukunft haben und solche, bei denen es nicht so aussieht. Dafür gibt’s sehr gute Gründe.

Unzählige FinTech-Unternehmen, die neue Geschäftsfelder im Sturm erobern. Kryptowährungen, die immer mehr Menschen anziehen – wer sich unvoreingenommen mit diesen Themen befasst, weiß, dass das gesamte Segment in Zukunft eine noch viel größere Bedeutung haben wird als es bereits heute der Fall ist. Wem das nicht glasklar sein sollte, dem sei dringend ein Blick auf das langfristige Transaktionsvolumen in der Blockchain seit 2010 empfohlen.

Aber wenn wir uns Coins, FinTechs sowie die klassische Finanzindustrie einmal als Gesamtheit betrachten, wird bei genauerer Hinsicht auch klar, warum „wir“ es sind, die dabei die langfristigen Gewinner sein werden. Die Gründe dafür liefert der folgende Artikel:

  1. Die „Alten“ haben Sorgen

Warren Buffet, 89, bezeichnete erst jüngst Bitcoins als „Angstspeicher, kein Wertspeicher“. Ex-IWF- und jetzige EZB-Chefin Christine Lagarde, 64, nannte kurz vor ihrem Amtsantritt bei der EZB den Bitcoin „eine Währung für Kriminelle“. Dass Donald Trump, 73, ebenfalls dagegen ätzte, dürfte niemanden verwundern.

Es gibt viele solcher Beispiele. Sie haben nichts mit dem Pass-Alter derjenigen zu tun, die sowas aussprechen – es gibt auch jüngere Leute, die ein derart „altes Denken“ vor sich hertragen. Etwa Mark Zuckerberg (35), der glaubte, mit seinem gescheiterten Prestige-Projekt Libra auch die Krypto-Welt kontrollieren zu können.

Was viele dieser Menschen eint: Sie haben eigentlich eine hohe monetäre „Street Credibility“. Genau hier lauert die Krux: Viele glauben solche Aussagen nur wegen des Finanz-Hintergrunds seiner Aussagenden. Natürlich, deren Knowhow soll nicht in Abrede gestellt werden – immerhin trafen sich ja einige Krypto-Persönlichkeiten nicht zuletzt deshalb mit Buffet, um von seinem Wissen zu profitieren.

Doch viele Menschen verwechseln dieses Wissen mit Rechthaben. Anders ausgedrückt: Wenn die Buffets, die Lagardes dieser Welt so heftig gegen Krypto loslegen, hat das nicht zwingend etwas damit zu tun, dass sie richtig liegen. Gut möglich, dass es schiere Sorge ist. Warum? Weil FinTechs und Kryptos vielleicht nicht mit ihrer Sicht-, Denk- und Herangehensweise, also ihrem Wissen, übereinstimmen.

Anders formuliert, sie können damit nicht so routiniert umgehen, wie sie es mit für sie bekannten Branchen und Währungsmodellen tun können. Sie sehen die Szene für sich deshalb als Problem an – das macht ihnen Sorge. Und je lauter diese Anhänger des „Old Money“ poltern, desto größer dürfte ihre Sorge werden. Vielleicht gilt hier der Ausspruch Mahatma Gandhis:

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich,
dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du“

  1. Die Innovation ist hier

Für dieses Kapitel darf der geneigte Leser einen Blick auf seine Girkocard werfen. Irgendwo auf der Vorderseite wird sich das Symbol für kontaktloses Zahlen befinden. Eine aus digitaler Sicht im höchsten Maß einfache, uralte Technik. RFID wurde Anfang der 1980er erfunden, NFC bereits 2002.

Bis heute ist Deutschland noch weit von einer vollständigen Durchdringung mit kontaktlosen Karten entfernt. In anderen Ländern ist es besser, aber ähnlich. Eine gut 20 Jahre alte simple Technologie, die von der klassischen Finanzindustrie immer noch nicht vollständig verbreitet werden konnte. Dass von hier auch kaum andere neue Finanzprodukte stammen, dürfte kaum verwundern.

Abermals: Es gibt viele solcher Beispiele. Und egal in welche Sparte der digital-monetären Innovation man schaut, dahinter stehen praktisch ausschließlich FinTechs, keine klassischen Finanzdienstleister. Wallets in der heutigen Form etwa wurden von Satoshi Nakamoto mit-entwickelt, bekamen aber zumindest ihren Namen von dem mysteriösen Bitcoin-Schöpfer.

FinTechs sind auch die, die jetzt in den klassischen Bankensektor vordringen, nachdem sie bereits eine neue Generation von Girokonten entwickelt hatten und endlich von der EZB „freigelassen“ wurden. Schon sind sie eine unheimlich innovative, schnellwachsende Sparte, bei der reine Digitalanwendungen nur noch ein Produkt unter vielen sind. Und wenn gerade viele FinTech-Banken loslegen, haben sie eines gemeinsam: Sie sind die innovativen Tonangeber.

Die klassischen Banken haben wenigstens eines verstanden, im Alleingang gewinnen können sie nicht. Aus dem Grund entscheiden sich immer mehr zu einer wesentlich fruchtbareren Zusammenarbeit.

  1. Der Rest ist Fiat

Über den Lauf der Menschheitsgeschichte entstanden ungefähr 750 Fiat-Währungen – entgegen eines weitverbreiteten Irrtums sind Währungen ohne gekoppelte tauschbare Waren keine Erfindung der jüngsten Vergangenheit, sondern haben eine Geschichte bis zurück ins alte Rom.

Dazu ein paar Zahlen zu diesen Fiat-Währungen:

  • 20% erlebten eine Hyperinflation, die sie zerstörte.
  • 20% kamen durch Kriege unter die Räder.
  • 10% verschwanden, weil Staaten in die Unabhängigkeit gingen.
  • 25% erlebten eine tiefgreifende Währungsreform.
  • 25% existieren noch und befinden sich auf dem Weg in eine der vier genannten Richtungen.

Beispiel gefällig? 1694 wurde das britische Pfund Sterling lanciert. Die älteste noch bestehende Fiat-Währung. Seit damals hat das Pfund unglaubliche 99,5 Prozent seines Wertes eingebüßt – und gilt im Bereich klassischer Währungen als mit-stabilste Währung der Welt. Die durchschnittliche Lebensdauer einer Fiat-Währung beträgt übrigens nur gut 25 Jahre.

Für Finanz-Experte Marc Friedrich wird der US-Dollar, als weltgrößte Fiat-Währung, wohl in allernächster Zeit kippen – und das sagte Friedrich, bevor die Weltwirtschaft durch die aktuellen Ereignisse so heftig gebeutelt wurde.

Hier kommt Grund drei dieses Artikels: Egal welchen Experten man fragt, sie alle sind der Ansicht, dass Fiat-Währungen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer stärker an Bedeutung verlieren, je mehr Menschen teilweise oder auch ganz auf Kryptowährungen umsatteln. In immer mehr Ländern versuchen die Regierungen, eine Art Frieden mit Kryptos zu schließen, indem sie sie legalisieren, besteuern – wie eine normale Fremdwährung behandeln. Das würde niemand tun, der glaubt, dass die Macht seiner Landes-Fiat-Währung ungebrochen sei.

Und warum tun die Regierungen es? Weil immer mehr Menschen erkennen, dass es nur eine Art von Währung gibt, die komplett frei ist von jeglicher Manipulation.

Fazit

Immer wieder fragen sich Menschen, wann wohl der Bitcoin verschwinden würde, wann die heute so aktiven FinTechs von den alten Marktbeherrschern schlichtweg geschluckt werden. Die Antwort ist ein ziemlich sicheres: Nie. Denn mit jedem Jahr, das vergeht, wird für die Etablierten deutlicher, dass sie dieses Mal nicht alle Trümpfe in der Hand halten. Und so ist es kein Wunder, dass klassische Banken auf FinTechs zugehen, etablierte Regierungen immer häufiger über Kryptowährungen sprechen.

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