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Die Blockchain-Technologie steht im Fokus der Finanzindustrie, insbesondere im Kontext des Digital Operational Resilience Act (Dora), der 2025 in Kraft tritt. Diese Verordnung verspricht, das Vertrauen in digitale Dienste zu stärken, bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich, insbesondere bei der Integration dezentraler Systeme. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Welle von Krypto-Hacks, dass die Sicherheitslage in der Branche angespannt bleibt. In diesem Pressespiegel beleuchten wir die Auswirkungen von Dora auf die Finanzwelt und die alarmierenden Entwicklungen im Bereich der Krypto-Sicherheit.
Blockchain: Dora und sein Wert für die Finanzindustrie
Der Digital Operational Resilience Act (Dora) hat das Potenzial, die Finanzindustrie grundlegend zu verändern. Die Verordnung, die am 17. Januar 2025 von der Europäischen Union eingeführt wurde, zielt darauf ab, das Vertrauen in digitale Dienste zu erhöhen und die Sicherheit der IT-Systeme zu stärken. Sie betrifft eine Vielzahl von regulierten Finanzunternehmen, darunter Kreditinstitute, Wertpapierfirmen und Zahlungsdienstleister.
Ein zentrales Problem ist die Integration der Blockchain-Technologie in die Anforderungen von Dora. Die dezentralisierte Natur der Blockchain steht im Widerspruch zu den Governance-Anforderungen, die klare Zuständigkeiten und Entscheidungswege verlangen. Dies führt zu Herausforderungen in der Risikosteuerung und der Verantwortlichkeit im Umgang mit digitaler Infrastruktur.
„Die Anforderungen an Governance-Strukturen im Finanzsektor beruhen traditionell auf klaren Zuständigkeiten, nachvollziehbaren Entscheidungswegen und einer zentralen Koordination.“
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dora sowohl Chancen als auch Herausforderungen für die Finanzindustrie mit sich bringt, insbesondere in Bezug auf die Integration dezentraler Technologien.
Rätsel um Krypto-Hack: Hunderte Wallets werden gerade geleert
Aktuell sind mehrere Krypto-Wallets von einem Hackerangriff betroffen, bei dem Gelder systematisch entwendet werden. Laut dem Onchain-Analysten ZachXBT beläuft sich der Gesamtschaden auf etwa 107.000 US-Dollar, wobei die Verluste pro betroffener Adresse überwiegend unter 2.000 US-Dollar liegen. Der Angreifer zielt auf eine große Anzahl einzelner Wallets, was die Situation besonders besorgniserregend macht.
Die Identität des Angreifers und der genaue Angriffsvektor sind bislang unbekannt. Es wird jedoch auf eine verdächtige Adresse verwiesen, die mit den Abflüssen in Verbindung steht. Im Dezember 2025 kam es zu rund 26 größeren Krypto-Angriffen mit einem Gesamtschaden von etwa 76 Millionen US-Dollar, was einen Rückgang von über 60 Prozent im Vergleich zum November darstellt.
Zusammenfassend zeigt dieser Vorfall, dass trotz eines Rückgangs der Gesamtverluste die Bedrohung durch Krypto-Hacks weiterhin besteht und die Sicherheitslage in der Branche ernst genommen werden muss.
76 Millionen weg: Warum Krypto-Hacks wieder zuschlagen
Im Dezember 2025 wurden laut PeckShield rund 26 größere Krypto-Exploits registriert, die zu einem Gesamtschaden von etwa 76 Millionen US-Dollar führten. Dies stellt einen signifikanten Rückgang von über 60 Prozent im Vergleich zu den Verlusten im November dar, die bei etwa 194,27 Millionen US-Dollar lagen. Dennoch bleibt das Risiko für Investoren und Projekte hoch, da viele Angriffe auf klassische Schwachstellen wie Bedienfehler und Social Engineering zurückzuführen sind.
Ein besonders auffälliger Vorfall war der Verlust von rund 50 Millionen US-Dollar durch „Address Poisoning“, bei dem ein Angreifer eine täuschend ähnliche Adresse platzierte. Dies verdeutlicht, dass operative Sicherheit oft wichtiger ist als technische Lösungen. Die Angriffsfläche hat sich zwar nicht verringert, sie hat sich jedoch verteilt, was die Notwendigkeit für verbesserte Sicherheitsmaßnahmen unterstreicht.
Insgesamt bleibt die Krypto-Sicherheitslage angespannt, und es ist entscheidend, dass Wallet-Anbieter und Nutzer die „einfachen“ Schwachstellen ernst nehmen, um zukünftige Verluste zu vermeiden.
Einschätzung der Redaktion
Die Einführung des Digital Operational Resilience Act (Dora) könnte einen Wendepunkt für die Finanzindustrie darstellen, indem sie die Notwendigkeit einer robusten digitalen Infrastruktur betont. Die Herausforderung, Blockchain-Technologie in die strengen Governance-Anforderungen zu integrieren, könnte jedoch zu einem Stillstand in der Innovation führen, wenn nicht geeignete Lösungen gefunden werden. Die Balance zwischen Dezentralisierung und den Anforderungen an Verantwortlichkeit wird entscheidend sein, um das Vertrauen in digitale Finanzdienstleistungen zu stärken.
Die aktuellen Krypto-Hacks verdeutlichen die anhaltenden Sicherheitsrisiken in der Branche, trotz eines Rückgangs der Gesamtverluste. Die Tatsache, dass viele Angriffe auf menschliche Fehler und Social Engineering zurückzuführen sind, zeigt, dass technische Lösungen allein nicht ausreichen. Es ist unerlässlich, dass sowohl Wallet-Anbieter als auch Nutzer ihre Sicherheitspraktiken überdenken und verstärken, um zukünftige Verluste zu minimieren. Die Krypto-Branche muss sich kontinuierlich anpassen, um den sich entwickelnden Bedrohungen zu begegnen.
Insgesamt ist die Kombination aus regulatorischen Herausforderungen und anhaltenden Sicherheitsrisiken ein klarer Hinweis darauf, dass sowohl Innovation als auch Sicherheit in der Finanz- und Kryptoindustrie höchste Priorität haben müssen.
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