Krypto-Regulierung: Nach BlockFi nun Celsius im Visier

0
252

Am Freitag haben die Regulierungsbehörden Maßnahmen gegen Celsius Network ergriffen und beschuldigen nun das Unternehmen, ihren Kunden nicht registrierte Wertpapiere anzubieten.

Anfang dieses Jahres begann die Krypto-Kreditplattform BlockFi in das Visier der staatlichen Regulierungsbehörden in New Jersey, Texas und Alabama zu gelangen. Andere Staaten haben sich seither ebenfalls angeschlossen.

Nun droht auch Celsius, das angeblich einer der größten Kryptowährungskreditgeber der Welt ist, in dieser Woche ähnliche Unterlassungsaufforderungen in denselben Staaten. Am Freitag wurden Maßnahmen gegen Celsius Network ergriffen und das Unternehmen beschuldigt ihren Kunden nicht registrierte Wertpapiere anzubieten.

Texas beantragte eine Anhörung, um zu entscheiden, ob eine Unterlassungsverfügung gegen das Unternehmen erlassen werden soll. Die Klage bedeutet, dass Celsius zeigen muss, warum es nicht angewiesen werden sollte, seine Produkte den Einwohnern des Staates nicht mehr anzubieten. Die Anhörung ist für den 14. Februar angesetzt.

Später am Freitag ordnete auch New Jersey an, dass Celsius ab dem 1. November einige seiner Produkte, die es ebenfalls als nicht registrierte Wertpapiere bezeichnet, nicht mehr anbieten darf. Alabama erließ eine Verfügung, die am Freitag auf der Website der dortigen Wertpapieraufsichtsbehörde erschien, aber auf Donnerstag datiert ist. Darin wird Celsius aufgefordert, innerhalb von 28 Tagen nachzuweisen, warum das Unternehmen nicht vom Angebot seiner Produkte ausgeschlossen werden sollte.

Ein Sprecher äußerte sich zu den Vorwürfen:

“Wir sind enttäuscht, dass diese Klagen eingereicht wurden, und widersprechen von ganzem Herzen den Behauptungen, dass Celsius sich nicht an das Gesetz gehalten hat“

Die Nachricht kommt nur ein paar Wochen, nachdem Coinbase einen Blog-Post über eine drohende Klage der SEC wegen ihres geplanten Lend-Produktes veröffentlicht hat. Coinbase hat inzwischen eine Lizenz der National Futures Association beantragt. Es bleibt abzuwarten, was mit dem Lend-Produkt und der SEC passiert.

In der Zwischenzeit hat sich Celsius in aller Stille zu einem Giganten im DeFi entwickelt. Die Plattform verfügt Berichten zufolge über 24 Milliarden US-Dollar an “Gemeinschaftsvermögen” und ist damit einer der größten – wenn nicht DER größte – Krypto-Kreditgeber und Anbieter von Zinskonten.

Was dies für die Celsius-Kunden in den jeweiligen Staaten bedeutet, die Maßnahmen ergreifen, bleibt abzuwarten, und BlockFi könnte am Ende eine Fallstudie für die Zukunft sein.

Bislang wurden die Verbraucher jedoch weitgehend im Unklaren darüber gelassen, welche Art von Auswirkungen hier in Zukunft zu erwarten sind. Der Optimist in dieser Situation könnte sagen, dass diese Maßnahmen zu einer Regulierung führen könnten, die gute Praktiken und Rahmenbedingungen für Kryptokreditplattformen festlegt.

Die pessimistische Sichtweise würde jedoch zu der Annahme führen, dass sich weitere Staaten anschließen könnten und dass DeFi angesichts der Auswirkungen auf traditionelle Bankinstitute unter verstärkten Druck der Regulierungsbehörden geraten könnte.

So oder so scheint es schwer vorstellbar, dass die Regulierungsbehörden dieser einzelnen Staaten den Verbraucherschutz in den Vordergrund stellen. Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten.

Bild via Pixabay/ Lizenz

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here