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Bitcoin steht zwischen technischer Spaltung, starken ETF-Zuflüssen und neuen makroökonomischen Risiken unter besonderer Beobachtung. Der Pressespiegel zeigt, warum das gescheiterte BIP-110, der Yen-Carry-Trade und der vertagte Clarity Act für die weitere Kurs- und Marktentwicklung entscheidend werden könnten.
Bitcoin-Netzwerk spaltet sich nach gescheitertem BIP-110
Das Bitcoin Improvement Proposal 110 (BIP-110) ist nach Darstellung von Blocktrainer an der fehlenden Unterstützung durch die Miner gescheitert. In der vergangenen Nacht spaltete sich die BIP-110-Kette vom Bitcoin-Netzwerk ab, nachdem innerhalb von 15 Stunden lediglich 2 BIP-110-Blöcke geschürft wurden.
Ab Bitcoin-Block 961632 begann das sogenannte „Mandatory Signaling“. In der vorherigen Mining-Periode wurde jedoch nur in circa 2,5 % aller Blöcke Zustimmung zu BIP-110 signalisiert. Die Befürworter wollten mit dem Vorschlag „Spam“ auf der Bitcoin-Blockchain verhindern, stießen laut Blocktrainer aber sowohl wegen der technischen Wirkung als auch wegen des Aktivierungsverfahrens auf Kritik.
Für die Aktivierung war eine Schwelle von 55 % vorgesehen. Bei einem Verfehlen dieser Schwelle sollte sich die Kette abspalten, anstatt BIP-110 einfach scheitern zu lassen. Blocktrainer berichtet außerdem, dass BIP-110 Spam faktisch betrachtet nicht wirklich verhindern würde.
Der entscheidende Showdown begann gestern Nacht gegen 21:30 Uhr deutscher Zeit, nachdem Bitcoin-Block 961631 gefunden worden war. Der reguläre Bitcoin-Block 961632 wurde zunächst auf der normalen Blockchain gefunden und auf der BIP-110-Kette abgelehnt; kurz darauf wurde jedoch auch Block 961632 auf der BIP-110-Kette gefunden. Anschließend folgte dort noch Block 961633.
Eine dauerhafte Konkurrenz zur regulären Blockchain entstand daraus nicht. Rund 15 Stunden später stand die richtige Bitcoin-Blockchain bei Block 961722 und damit 90 Blöcke weiter, während die BIP-110-Kette bei Block 961633 stehen geblieben war. Bis zur nächsten Schwierigkeitsanpassung müssten laut Blocktrainer noch über 2.000 Blöcke auf der BIP-110-Kette gefunden werden, was in diesem Tempo Jahre dauern würde.
Die Befürworter gaben sich zunächst dennoch nicht geschlagen. Entwickler Luke Dashjr bezeichnete Miner, die ohne BIP-110 weiterschürften, als Angreifer und erklärte, sie würden weiterhin Geld verlieren, solange sie invalide Blöcke schürften. Die beiden BIP-110-Blöcke waren über den Mining-Pool OCEAN geschürft worden, dessen Mitgründer Dashjr ist. Der Miner Roughnecks, der diese Blöcke geschürft hatte, löste sich laut Blocktrainer anschließend auf.
Unter dem Strich habe sich gezeigt, dass BIP-110 auf keiner Ebene den Konsens hinter sich hatte. Die Debatte über Spam auf Bitcoin dürfte laut Blocktrainer jedoch weitergehen.
| Aspekt | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Beginn des Mandatory Signaling | Bitcoin-Block 961632 |
| Zustimmung in der vorherigen Mining-Periode | circa 2,5 % aller Blöcke |
| Aktivierungsschwelle | 55 % |
| BIP-110-Blöcke nach 15 Stunden | 2 |
| Reguläre Blockchain | Block 961722 |
| BIP-110-Kette | Block 961633 |
| Abstand zwischen den Ketten | 90 Blöcke |
| Noch erforderliche Blöcke bis zur nächsten Schwierigkeitsanpassung | über 2.000 Blöcke |
Zusammenfassung: BIP-110 scheiterte an der fehlenden Miner-Unterstützung. Die reguläre Bitcoin-Blockchain lag nach 15 Stunden 90 Blöcke vor der BIP-110-Kette.
Bitcoin-ETFs verzeichnen hohe Zuflüsse, während BTC unter 66.000 Dollar bleibt
Wallstreet Online berichtet über starke Zuflüsse in börsengehandelte Bitcoin-Fonds und einen weiterhin begrenzten Kursanstieg. In nur einer Handelswoche flossen 11.792 Bitcoin im Wert von rund 754 Millionen Dollar in die ETFs. Gleichzeitig lag der BTC-Kurs am 9. August bei rund 64.760 Dollar und damit unter der Marke von 67.523 Dollar, zu der jüngere Halter Bitcoin im Schnitt gekauft haben.
Nach Daten von SoSoValue flossen von Montag bis Freitag rund 850 Millionen Dollar netto in die Spot-ETFs. FXEmpire bezeichnete diese Entwicklung als beste Zuflusswoche seit Mitte April. Bitcoin legte auf Wochensicht rund drei Prozent zu und erreichte am Freitag ein Monatshoch über 65.300 Dollar.
Der Zufluss erfolgte bei vergleichsweise geringem Handelsvolumen. Das Volumen der Bitcoin-Fonds lag laut The Block bei rund 8,19 Milliarden Dollar und damit neun Prozent unter der Vorwoche. Zugleich schloss Bitcoin in den vergangenen 284 Tagen 279 Mal unter der durchschnittlichen Einstiegsmarke der kurzfristigen Halter von 67.523 Dollar.
Oberhalb des Kurses sieht Wallstreet Online den Widerstand bei 66.000 Dollar. Bitcoin scheiterte dort bereits zweimal. Ein Bruch dieser Marke könnte nach einem umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Muster ein Ziel von 75.000 Dollar öffnen. Das entspräche gemessen an einem Markt von 1,3 Billionen Dollar einem Plus von rund 16 Prozent.
Der Artikel stellt den ETF-Zuflüssen außerdem das Projekt Pepeto gegenüber. Der Vorverkaufspreis wird mit 0,000000188 Dollar angegeben. Laut Wallstreet Online wurden bereits mehr als 10,38 Millionen Dollar im Vertrag gesichert, bevor eine Börse den Handel eröffnet hat. Genannt werden außerdem ein Risiko-Scorer, PepetoSwap, eine Prüfung des vollständigen Codes durch SolidProof sowie eine Gesamtmenge von 420 Billionen Token.
Der Artikel beschreibt ein erwartetes Binance-Listing. Dieses ist in der Quelle als erwartete Notierung dargestellt und nicht als bereits erfolgte Börsennotierung.
| Kennzahl | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Bitcoin-Zufluss in einer Handelswoche | 11.792 Bitcoin |
| Wert dieses Zuflusses | rund 754 Millionen Dollar |
| Nettozufluss von Montag bis Freitag | rund 850 Millionen Dollar |
| Bitcoin-Kurs am 9. August | rund 64.760 Dollar |
| Durchschnittliche Einstiegsmarke kurzfristiger Halter | 67.523 Dollar |
| Monatshoch am Freitag | über 65.300 Dollar |
| Widerstandsmarke | 66.000 Dollar |
| Mögliches Kursziel | 75.000 Dollar |
| Marktwert | 1,3 Billionen Dollar |
| Volumen der Bitcoin-Fonds | rund 8,19 Milliarden Dollar |
| Veränderung zum Volumen der Vorwoche | neun Prozent unter der Vorwoche |
Zusammenfassung: Die ETF-Zuflüsse erreichten laut Wallstreet Online einen hohen Wochenwert, während Bitcoin unter 66.000 Dollar und unter der Einstiegsmarke der kurzfristigen Halter blieb.
Bitcoin-ETFs sammeln laut Wallstreet Online rund eine Milliarde Dollar ein
In einer weiteren Meldung berichtet Wallstreet Online, dass US-Spot-ETFs auf Bitcoin in einer Woche rund eine Milliarde Dollar eingesammelt haben. Der Bitcoin-Kurs berührte am Freitag mit über 65.300 Dollar sein Monatshoch, nachdem die US-Beschäftigung überraschend gefallen war.
Die ETFs nahmen in der Woche bis zum 7. August rund 853,5 Millionen Dollar auf. The Block bezeichnete dies als stärksten Wert seit fast vier Monaten. Kein einziger Handelstag schloss im Minus.
Die täglichen Zuflüsse werden mit 170,09 Millionen Dollar am Montag, 211,49 Millionen Dollar am Dienstag und 244,42 Millionen Dollar am Mittwoch angegeben. Auf IBIT von BlackRock entfielen davon allein rund 693 Millionen Dollar.
Bloomberg-Analyst Eric Balchunas bezifferte die Woche auf etwa eine Milliarde Dollar und bezeichnete sie laut Cointelegraph als drittbeste seit Oktober. Als möglicher Auslöser wird ein Angriff auf die Hardware Wallet Coldcard genannt. Wallstreet Online stellt jedoch klar, dass dieser Zusammenhang nicht bewiesen sei. Auch die Ether-Fonds verzeichneten ihre beste Woche seit April.
Während der Bitcoin-Kurs auf Wochensicht rund drei Prozent zulegte, fiel das Handelsvolumen der Fonds auf 8,19 Milliarden Dollar. Damit lag es neun Prozent unter der Vorwoche. Der BTC-Kurs wurde mit rund 64.970 Dollar angegeben und lag damit etwa 49 Prozent unter dem Hoch von 126.198 Dollar aus dem Oktober 2025.
Auch in diesem Beitrag wird Pepeto als Projekt mit einem Vorverkaufspreis von 0,000000188 Dollar, einer Gesamtmenge von 420 Billionen Token und einem bisherigen Vorverkaufsvolumen von über 10,38 Millionen Dollar beschrieben. Der Beitrag nennt außerdem einen Tausch zwischen Blockchains ohne Handelsgebühr, eine Risikobewertung durch PepetoAI und eine Prüfung des vollständigen Codes durch SolidProof.
Als erwartete Notierung wird Binance genannt. Eine bereits erfolgte Notierung wird in der Quelle nicht angegeben.
| ETF- und Kursdaten | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Zufluss in der Woche bis zum 7. August | rund 853,5 Millionen Dollar |
| Montag | 170,09 Millionen Dollar |
| Dienstag | 211,49 Millionen Dollar |
| Mittwoch | 244,42 Millionen Dollar |
| IBIT-Zufluss | rund 693 Millionen Dollar |
| Handelsvolumen der Fonds | 8,19 Milliarden Dollar |
| Bitcoin-Kurs | rund 64.970 Dollar |
| Hoch aus dem Oktober 2025 | 126.198 Dollar |
| Abstand zum Hoch | etwa 49 Prozent |
Zusammenfassung: Die Bitcoin-Spot-ETFs verzeichneten in der betrachteten Woche Zuflüsse von rund 853,5 Millionen Dollar beziehungsweise etwa einer Milliarde Dollar nach der Einordnung von Eric Balchunas. Der Kurs blieb trotz der Zuflüsse deutlich unter dem genannten Hoch von 126.198 Dollar.
Yen-Carry-Trade könnte Bitcoin zusätzlich unter Druck setzen
Der Merkur berichtet, dass eine Entwicklung in Japan auch für Bitcoin relevant werden könnte. Die USA und Japan griffen gemeinsam in den Devisenmarkt ein, um den Kursverfall des Yen zu stoppen.
Der Yen war zeitweise auf den niedrigsten Stand gegenüber dem US-Dollar seit fast 40 Jahren gefallen. Nach offiziellen Angaben lag das Volumen der Intervention bei umgerechnet rund 36,6 Milliarden US-Dollar. Schätzungen von Bloomberg gingen laut Merkur sogar von einem noch höheren Betrag aus.
Die Maßnahme sollte nicht nur den Yen stabilisieren. Japan hält mehr US-Staatsanleihen als jedes andere Land. Müsste Tokio zur Finanzierung weiterer Eingriffe größere Bestände verkaufen, könnten die Renditen amerikanischer Staatsanleihen weiter steigen. Nach Darstellung des Merkur wollten beide Länder dies vermeiden.
Für Bitcoin steht der sogenannte Yen-Carry-Trade im Mittelpunkt. Investoren leihen sich dabei in Japan Geld, weil die Zinsen dort deutlich niedriger als in vielen anderen Ländern sind. Das Kapital fließt anschließend in höher verzinste oder chancenreichere Anlagen wie Aktien oder Kryptowährungen.
Eine deutliche Aufwertung des Yen kann diese Strategie belasten. Die aufgenommenen Kredite verteuern sich, woraufhin Investoren Positionen abbauen und risikoreichere Anlagen verkaufen können. Das Geld wird anschließend wieder in Yen getauscht, um die Kredite zurückzuzahlen. Dadurch kann laut Merkur innerhalb kurzer Zeit Liquidität aus den Finanzmärkten verschwinden.
Als Beispiel nennt der Artikel den August 2024. Damals wertete der Yen innerhalb kurzer Zeit kräftig auf, zahlreiche Carry-Trade-Positionen wurden aufgelöst und der japanische Aktienmarkt geriet deutlich unter Druck. Bitcoin verlor innerhalb weniger Tage rund 15 Prozent. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich nannte den stärkeren Yen und den Abbau gehebelter Positionen später als einen der wichtigsten Auslöser dieser Marktbewegung.
Auch charttechnisch bleibt die Lage laut Merkur angespannt. Bitcoin fiel unter den Point of Control bei rund 63.900 US-Dollar. Solange der Kurs darunter bleibt, sei ein Rücksetzer in Richtung 60.000 bis 61.000 US-Dollar möglich. Oberhalb des aktuellen Kurses liege eine auffällige Liquiditätszone bei rund 66.000 US-Dollar, die jedoch zunächst die Rückeroberung des Point of Control voraussetze.
| Aspekt | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Yen-Niveau | niedrigster Stand gegenüber dem US-Dollar seit fast 40 Jahren |
| Offizielles Interventionsvolumen | umgerechnet rund 36,6 Milliarden US-Dollar |
| Bitcoin-Verlust im August 2024 | innerhalb weniger Tage rund 15 Prozent |
| Point of Control | rund 63.900 US-Dollar |
| Mögliche Unterstützungszone | 60.000 bis 61.000 US-Dollar |
| Auffällige Zone oberhalb des Kurses | rund 66.000 US-Dollar |
Zusammenfassung: Eine weitere Aufwertung des Yen könnte den Yen-Carry-Trade unter Druck setzen und Verkäufe risikoreicher Anlagen auslösen. Der Merkur sieht bei Bitcoin unterhalb von rund 63.900 US-Dollar ein mögliches Rücksetzungsrisiko in Richtung 60.000 bis 61.000 US-Dollar.
Clarity Act in den USA vertagt – 60 Stimmen bleiben entscheidend
Das wichtigste Gesetzesvorhaben für die US-Krypto-Branche, der Clarity Act, ist laut Onvista ins Stocken geraten. Die erwartete Abstimmung vor der Sommerpause fiel aus, womit ein wichtiger möglicher Katalysator für den Krypto-Markt zunächst vertagt wurde.
Abgeschrieben ist das Gesetz jedoch nicht. Senats-Mehrheitsführer John Thune leitete am Samstag den nächsten formalen Schritt, das Verfahren „Cloture“, ein. Damit soll der Clarity Act für eine erste Verfahrensabstimmung vorbereitet werden, sobald der Senat im September aus der Sommerpause zurückkehrt.
Das Verfahren ist relevant, weil es eine Debatte im Senat begrenzen und den Weg zur eigentlichen Behandlung eines Gesetzes freimachen kann. Thunes Schritt hält laut Onvista die Möglichkeit einer Verabschiedung vor den Zwischenwahlen am 3. November offen.
Die Republikaner können das Gesetz nicht allein verabschieden und benötigen demokratische Unterstützung. Für das Cloture-Verfahren werden 60 Stimmen benötigt. Das Branchenportal Coindesk berichtet laut Onvista, dass wahrscheinlich mindestens zehn demokratische Senatoren erforderlich sein könnten, um diese Schwelle zu erreichen.
In den kommenden Wochen müssen zwei zentrale Streitpunkte geklärt werden. Der erste betrifft Stablecoin-Yields beziehungsweise Rewards. Banken wollen verhindern, dass Krypto-Plattformen ihren Kunden Renditen auf Stablecoins anbieten, die mit klassischen Bankeinlagen konkurrieren können. Teile der Kryptoindustrie sehen darin laut Onvista einen Schutz der Banken vor neuer Konkurrenz.
Der zweite Streitpunkt betrifft Ethikregeln. Demokraten fordern stärkere Grenzen dafür, in welchem Umfang hochrangige Regierungsvertreter finanziell von Kryptoprojekten profitieren dürfen. Wegen der Kryptoaktivitäten von Donald Trump und seinem Umfeld ist dieser Punkt politisch besonders sensibel. Zusätzlich sind Fragen zur Geldwäsche offen.
Der Weg zur Verabschiedung bleibt außerdem deshalb komplex, weil eine Zustimmung zu einer Senatsfassung nicht automatisch bedeutet, dass das Gesetz unterschriftsreif ist. Sollte die Senatsfassung von der bereits verabschiedeten Version des Repräsentantenhauses abweichen, müssten beide Fassungen zunächst miteinander in Einklang gebracht werden.
Prognosemärkte wie Kalshi oder Polymarket stuften die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung 2026 zuletzt massiv herab, auf teils unter 20 Prozent. Onvista weist darauf hin, dass diese Märkte keine verlässliche Prognosemaschine seien, aber den Rückgang der Erwartungen gegenüber dem Frühjahr sichtbar machten.
Eine Verabschiedung könnte kurzfristig einen positiven Impuls auslösen, gerade weil die Erwartungen niedrig sind. Die wichtigere Wirkung wäre laut Onvista jedoch struktureller Natur: Klare Regeln zur Einordnung digitaler Assets und zur Zuständigkeit der Aufsichtsbehörden könnten institutionellen Investoren, Banken, Brokern und anderen Finanzunternehmen mehr Planungssicherheit geben.
Der Artikel betont zugleich, dass die Entwicklung des US-Krypto-Marktes nicht vollständig von diesem Gesetz abhängt. SEC und CFTC könnten innerhalb ihrer bestehenden Kompetenzen Regeln konkretisieren, Verfahren anpassen und regulatorische Klarheit schaffen. Der Clarity Act würde diesen Prozess jedoch auf eine solidere gesetzliche Grundlage stellen.
| Politischer Aspekt | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Nächster formaler Schritt | „Cloture“ |
| Rückkehr des Senats | September |
| Zwischenwahlen | 3. November |
| Erforderliche Stimmen für Cloture | 60 Stimmen |
| Voraussichtlich benötigte demokratische Senatoren | mindestens zehn |
| Prognose zur Verabschiedung 2026 | teils unter 20 Prozent |
Zusammenfassung: Der Clarity Act wurde nicht vor der Sommerpause abgestimmt, bleibt aber auf der politischen Tagesordnung. Für das weitere Verfahren sind 60 Stimmen im Senat, eine Einigung bei Stablecoin-Rewards und Ethikregeln sowie die Abstimmung mit der Fassung des Repräsentantenhauses entscheidend.
Überblick der Pressespiegel-Themen
| Quelle | Schwerpunkt | Wichtigste Angabe |
|---|---|---|
| Blocktrainer | Scheitern von BIP-110 | Die BIP-110-Kette blieb bei Block 961633 stehen |
| Wallstreet Online | ETF-Zuflüsse und Bitcoin-Kurs | 11.792 Bitcoin im Wert von rund 754 Millionen Dollar |
| Wallstreet Online | Bitcoin-Spot-ETFs | rund 853,5 Millionen Dollar in der Woche bis zum 7. August |
| Merkur | Yen-Carry-Trade | Intervention von umgerechnet rund 36,6 Milliarden US-Dollar |
| Onvista | Clarity Act | 60 Stimmen für das Cloture-Verfahren erforderlich |
Einschätzung der Redaktion
Das Scheitern von BIP-110 ist vor allem ein klares Signal gegen eine umstrittene, nicht ausreichend legitimierte Änderung des Bitcoin-Konsenses. Die kurze und praktisch bedeutungslose Abspaltung bestätigt, dass technische Eingriffe ohne breite Unterstützung von Minern, Entwicklern und Nutzern keine dauerhafte Wirkung entfalten. Die Spam-Debatte bleibt dennoch relevant, dürfte künftig aber stärker über konsensfähige und technisch belastbare Lösungen geführt werden.
Zusammenfassung: BIP-110 scheiterte nicht nur operativ, sondern auch an fehlender Akzeptanz im Bitcoin-Ökosystem.
Einschätzung der Redaktion
Die hohen ETF-Zuflüsse zeigen anhaltendes institutionelles Interesse, reichen derzeit aber nicht für einen überzeugenden Befreiungsschlag des Bitcoin-Kurses. Entscheidend bleibt, ob die Nachfrage den Widerstand bei 66.000 Dollar nachhaltig überwinden kann. Solange dies nicht gelingt und der Kurs unter der Einstiegsmarke der kurzfristigen Halter bleibt, überwiegt ein vorsichtiges Bild: strukturelle Nachfrage ist vorhanden, kurzfristige Stärke jedoch noch nicht bestätigt.
Zusammenfassung: Die ETF-Nachfrage ist konstruktiv, aber der Kurs benötigt einen nachhaltigen Ausbruch über 66.000 Dollar.
Einschätzung der Redaktion
Die wiederholten Meldungen zu starken ETF-Zuflüssen unterstreichen die Bedeutung regulierter Anlageprodukte für die Bitcoin-Nachfrage. Gleichzeitig zeigt das geringe Handelsvolumen, dass Zuflüsse allein keine ausreichende Dynamik garantieren. Der Markt bleibt damit anfällig für Gewinnmitnahmen und externe Liquiditätsschocks; ein möglicher Anstieg auf 75.000 Dollar ist ohne bestätigten Ausbruch lediglich ein Szenario, keine belastbare Entwicklung.
Zusammenfassung: Institutionelles Kapital stabilisiert das Nachfragebild, ersetzt aber keinen bestätigten Aufwärtstrend.
Einschätzung der Redaktion
Der Yen-Carry-Trade ist ein unterschätzter Risikofaktor, weil er Bitcoin unabhängig von fundamentalen Projektdaten unter Verkaufsdruck setzen kann. Eine stärkere Yen-Aufwertung würde gehebelte Positionen besonders schnell treffen und könnte die aktuelle Erholung abrupt unterbrechen. Unterhalb von rund 63.900 US-Dollar verschiebt sich das kurzfristige Kräfteverhältnis daher klar zugunsten der Verkäufer.
Zusammenfassung: Wechselkurs- und Liquiditätsrisiken können die positive ETF-Nachfrage kurzfristig überlagern.
Einschätzung der Redaktion
Die Vertagung des Clarity Act verlängert die regulatorische Unsicherheit und nimmt dem US-Kryptomarkt zunächst einen wichtigen politischen Impuls. Der eingeleitete Verfahrensschritt hält eine Verabschiedung zwar offen, doch die erforderliche parteiübergreifende Mehrheit und die ungelösten Fragen zu Stablecoin-Rewards, Ethik und Geldwäsche machen den Ausgang ungewiss. Für Unternehmen und institutionelle Investoren bleibt damit Planungssicherheit aus, bis ein politisch tragfähiger Kompromiss erreicht ist.
Zusammenfassung: Der Clarity Act bleibt relevant, ist politisch aber weiterhin keineswegs gesichert.
Quellen:
- Bitcoin-Netzwerk spaltet sich: BIP-110 ist gescheitert
- Bitcoin News am 9. August: 754 Millionen Dollar in den ETFs, doch BTC hängt unter 66.000 Dollar
- Bitcoin Kurs bei 65.300 Dollar, BTC ETFs sammeln in einer Woche eine Milliarde Dollar ein
- Diese Entwicklung in Japan könnte Bitcoin belasten
- Clarity Act stockt: Das sind die Folgen für Bitcoin
- Kryptohandel, Kryptogewinne und Finanzamt in 2026: Wie lange die Selbstanzeige für Bitcoin und Co. noch offensteht.



















