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Bitcoin steht zwischen Kursdruck, institutionellen Zuflüssen und wachsenden Sicherheitsrisiken im Mittelpunkt. Der Pressespiegel beleuchtet die Erwartungen vor der Fed-Sitzung, den Berliner Cyberangriff, umstrittene Cloud-Mining-Versprechen sowie Warnungen von CZ und vor gefälschten Wallet-Newslettern.
Bitcoin zwischen Kursdruck, Cyberangriffen und neuen Sicherheitsrisiken
Bitcoin verliert an Dynamik – Anleger warten auf US-Inflationsdaten und Fed-Sitzung
Bitcoin geriet laut Wallstreet Online zuletzt unter Druck. Am Dienstagnachmittag fiel die Kryptowährung um 1,01 Prozent auf rund 78.634 US-Dollar, nachdem der Kurs wenige Tage zuvor noch die Marke von 82.000 Dollar überschritten hatte.
Im Fokus der Anleger stehen nun die US-Inflationsdaten, die am Freitag veröffentlicht werden, sowie die nächste Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve am 16. September. Auslöser für die Verunsicherung war vor allem der robuste US-Arbeitsmarkt: Im August entstanden 162.000 neue Stellen, während die Arbeitslosenquote bei 4,1 Prozent blieb.
In der Folge stieg zeitweise die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve die Zinsen um 25 Basispunkte anheben könnte, auf 60 Prozent. Höhere Zinsen gelten als Belastung für risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen, weil verzinsliche Investments dadurch attraktiver werden.
Marktbeobachter bewerten die Lage dennoch nicht grundsätzlich negativ. Laut LMAX-Stratege Joel Kruger habe Bitcoin bereits im August deutlich zugelegt und sich trotz steigender Ölpreise, geopolitischer Spannungen zwischen den USA und Iran sowie jüngster Hackerangriffe stabil gehalten.
Bitfinex sieht Bitcoin derzeit in einer Handelsspanne zwischen etwa 77.200 und 82.100 Dollar. CoinEx-Analyst Jeff Ko rechnet bis zur Fed-Entscheidung mit einer weiteren Einengung dieser Spanne; eine klarere Richtung könnte sich demnach erst danach ergeben.
Unterstützung kommt weiterhin von institutioneller Seite. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von 987 Millionen Dollar und damit bereits die dritte Woche in Folge positive Mittelbewegungen.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Kursrückgang am Dienstagnachmittag | 1,01 Prozent |
| Kurs am Dienstagnachmittag | rund 78.634 US-Dollar |
| Zuvor überschrittene Marke | 82.000 Dollar |
| Neue Stellen im August | 162.000 |
| Arbeitslosenquote | 4,1 Prozent |
| Mögliche Zinsanhebung | 25 Basispunkte |
| Wahrscheinlichkeit der Zinsanhebung | 60 Prozent |
| Handelsspanne laut Bitfinex | etwa 77.200 bis 82.100 Dollar |
| Nettozuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs | 987 Millionen Dollar |
Infobox: Bitcoin steht laut Wallstreet Online zwischen 77.200 und 82.100 Dollar unter Beobachtung. Die Fed-Sitzung am 16. September, US-Inflationsdaten und anhaltende ETF-Zuflüsse gelten als zentrale Einflussfaktoren.
Berliner Verwaltung lehnt Bitcoin-Lösegeld ab
Parallel zur Marktunsicherheit arbeitet der Berliner Senat die Folgen eines schweren Cyberangriffs auf Teile der Verwaltung auf, wie Wallstreet Online berichtet. Die Hackergruppe Rhysida hatte 30 Bitcoin Lösegeld gefordert, doch der Senat lehnte eine Zahlung ab.
Nach Ablauf des Ultimatums wurden mindestens 1,2 Millionen Datensätze im Darknet veröffentlicht. Besonders betroffen waren die Senatsverwaltungen für Bauen und Verkehr.
Für möglicherweise betroffene Bürger und Unternehmen soll eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet werden, zunächst wahrscheinlich per E-Mail. Zusätzlich ist eine Telefon-Hotline denkbar.
Die Analyse der gestohlenen Daten sowie die forensische Überprüfung des Landesnetzes dürften jedoch Wochen dauern. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner kündigte zugleich an, das Landesnetz schnell umfassend abzusichern.
Im Zusammenhang mit der Digitalisierung staatlicher Identitäten stellte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger außerdem die App „d-you“ vor. Sie soll ab Januar 2027 als deutsche EUDI-Wallet digitale Ausweisdokumente auf dem Smartphone ermöglichen.
Die Nutzung der App bleibt freiwillig. Zum Start sollen unter anderem Altersnachweise, Vertragsabschlüsse und Kontoeröffnungen bei rund 40 Anbietern möglich sein.
- Geforderte Lösegeldsumme: 30 Bitcoin
- Veröffentlichte Datensätze: mindestens 1,2 Millionen
- Geplanter Start der App „d-you“: Januar 2027
- Nutzung der digitalen Wallet: freiwillig
Infobox: Der Berliner Senat zahlte das geforderte Lösegeld nicht. Nach der Veröffentlichung von mindestens 1,2 Millionen Datensätzen sollen Anlaufstellen eingerichtet und das Landesnetz umfassend abgesichert werden.
EiCrypto wirbt mit Cloud-Mining und Ertragsplänen
Wallstreet Online berichtet über eine Bitcoin- und XRP-Anlagestrategie, die über Cloud Mining von EiCrypto tägliche passive Einnahmen von bis zu 1.000 US-Dollar ermöglichen soll. Der Beitrag beschreibt Kryptowährungen wie Bitcoin und XRP als Anlageprodukte für diversifizierte Portfolios, weist zugleich aber auf hohe Marktvolatilität, Seitwärtsbewegungen und Kursrückgänge hin.
EiCrypto wird als Plattform für das Mining digitaler Assets vorgestellt, die auf Cloud-Computing-Leistung setzt. Nutzer sollen dadurch Rechenkapazitäten verwenden können, ohne physische Hardware anschaffen und warten zu müssen; die Bedienung erfolge per Smartphone oder Computer.
Nach Angaben des Beitrags wurde EiCrypto 2019 in Großbritannien gegründet und sei eine globale Plattform für Rechenleistungsdienste, die von der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA reguliert werde. Als Merkmale nennt der Beitrag komfortable Services, Sicherheitsmechanismen, automatisierte Abläufe sowie einen rund um die Uhr verfügbaren System- und Kundenservice.
Die beschriebene Nutzung erfolgt in vier Schritten: Konto registrieren, Ein- und Auszahlungsmethoden wählen, einen Vertrag auswählen und den Vertrag aktivieren. Als Neukundenprämie werden 15–50 $ genannt.
Ein- und Auszahlungen sollen mit BTC, USDT, ETH, LTC, USDC, XRP, SOL, BNB, DOGE, ADA und BCH möglich sein. Nach der Vertragsaktivierung sollen Einnahmen automatisch innerhalb von 24 Stunden dem Konto gutgeschrieben werden; Nutzer könnten diese abheben oder reinvestieren.
| Vertragsplan | Betrag | Laufzeit | Gesamtgewinn |
|---|---|---|---|
| Einsteiger-Vertragsplan | 100 $ | 2 Tage | ca. 108 $ |
| Basis-Vertragsplan | 500 $ | 5 Tage | ca. 532 $ |
| Basis-Vertragsplan | 1800 $ | 10 Tage | ca. 2039 $ |
| Stabiler Vertragsplan | 5000 $ | 20 Tage | ca. 6480 $ |
| Stabiler Vertragsplan | 24000 $ | 30 Tage | ca. 38040 $ |
| Fortgeschrittener Vertragsplan | 80000 $ | 40 Tage | ca. 139520 $ |
Der Beitrag stellt die Strategie als Möglichkeit für Einsteiger und erfahrene Kryptowährungshändler dar, 1.000 US-Dollar pro Tag zu verdienen. Die Angaben stammen aus der Darstellung von EiCrypto im Beitrag von Wallstreet Online.
Infobox: EiCrypto wird als Cloud-Mining-Plattform mit Vertragsplänen zwischen 100 $ und 80000 $ beschrieben. Die angegebenen Laufzeiten reichen von 2 Tage bis 40 Tage, die genannten Gesamtgewinne von ca. 108 $ bis ca. 139520 $.
Binance-Gründer CZ warnt junge Anleger vor einem All-in-Investment
Changpeng „CZ“ Zhao verkaufte 2014 seine Wohnung und investierte den Erlös in Bitcoin. Wie Finanzen.net berichtet, sprach der spätere Binance-Gründer bei einer Community-Fragerunde des Binance Clubhouse Bali 2026 Ende August über diese Entscheidung.
Zhao hatte sich bereits 2013 intensiver mit Bitcoin beschäftigt und nach eigener Darstellung großes Vertrauen in die langfristige Entwicklung der Kryptowährung aufgebaut. Seine Käufe erfolgten anschließend zu unterschiedlichen Kursen; frühere Aussagen bezifferten seinen durchschnittlichen Kaufpreis auf rund 600 US-Dollar je Bitcoin.
Nach seinem Einstieg fiel der Kurs zeitweise deutlich. Zhao hielt jedoch an seiner Position fest.
Heute rät Zhao jungen Anlegern ausdrücklich von einem vergleichbaren Alles-oder-nichts-Ansatz ab. Er würde niemandem empfehlen, eine Wohnung zu verkaufen und das Geld vollständig in Kryptowährungen zu investieren, insbesondere dann nicht, wenn die Immobilie den Großteil des eigenen Vermögens ausmacht.
„Für die meisten Anleger“ empfiehlt Zhao laut Finanzen.net regelmäßige Krypto-Käufe mit einem kleinen Teil des Einkommens.
Als Alternative nennt Zhao einen Dollar-Cost-Averaging-Ansatz. Dabei wird regelmäßig ein festgelegter Betrag investiert, anstatt das verfügbare Kapital auf einmal einzusetzen.
Konkret verweist Zhao auf einen kleinen Einkommensanteil von beispielsweise einem, fünf oder zehn Prozent, der den eigenen Lebensstandard nicht beeinträchtigen sollte. Das Geld könne regelmäßig in ausgewählte Kryptowährungen investiert werden.
Nach seinen Aussagen müsse es sich dabei nicht ausschließlich um Bitcoin handeln. Er verwies jedoch auf führende Kryptowährungen und warnte davor, wahllos in beliebige Projekte zu investieren.
Trotz seiner Warnung vor einem All-in-Investment bleibt Zhao langfristig positiv für den Kryptomarkt. Weiteres Wachstumspotenzial sieht er unter anderem bei Bitcoin und BNB.
- Wohnungsverkauf und Bitcoin-Investment: 2014
- Intensivere Beschäftigung mit Bitcoin: 2013
- Früher genannter durchschnittlicher Kaufpreis: rund 600 US-Dollar je Bitcoin
- Genannte regelmäßige Einkommensanteile: ein, fünf oder zehn Prozent
Infobox: CZ empfiehlt jungen Anlegern keine vollständige Investition des Vermögens in Kryptowährungen. Stattdessen nennt er regelmäßige Käufe mit einem kleinen Teil des Einkommens und warnt vor wahllosen Investments in beliebige Projekte.
Gefälschte Newsletter von BitBox, Trezor und CoinTracking
Eine Phishing-Welle richtet sich derzeit gegen Nutzer aus dem Bitcoin- und Krypto-Umfeld, berichtet Blocktrainer. Betroffen sind unter anderem gefälschte Nachrichten im Namen von Trezor, BitBox und CoinTracking.
Die Mails seien außergewöhnlich gut gemacht und warnten teilweise vor angeblichen kritischen Sicherheitslücken. Anschließend würden Empfänger dazu aufgefordert, ihre Wallet zu „aktualisieren“ oder andere Maßnahmen zu ergreifen.
Besonders gefährlich ist laut Blocktrainer, dass die Nachrichten über die echten Absenderdomains der jeweiligen Unternehmen verschickt worden sein sollen. Zahlreiche Nutzer hätten berichtet, dass die Nachrichten die üblichen E-Mail-Authentifizierungen erfolgreich bestanden hätten.
Damit handle es sich offenbar nicht lediglich um Spoofing, bei dem eine Absenderadresse gefälscht wird. Blocktrainer warnt deshalb davor, Links in entsprechenden Mails anzuklicken oder die 12 oder 24 Wörter einer Wallet irgendwo einzugeben.
Als gemeinsame Verbindung der betroffenen Unternehmen nennt der Bericht den französischen E-Mail- und Newsletter-Dienstleister Brevo. Nach den vorliegenden Informationen soll in betroffenen Brevo-Accounts offenbar unberechtigt ein neuer API-Key erstellt worden sein, über den anschließend die Phishing-Mails verschickt wurden.
Wie die Angreifer Zugriff erlangen konnten und ob die Infrastruktur von Brevo selbst kompromittiert wurde oder einzelne Accounts auf anderem Weg zugänglich waren, sei noch nicht abschließend geklärt. Dass mehrere voneinander unabhängige Unternehmen nahezu zeitgleich mit ähnlichen Angriffen betroffen seien und Brevo verwendeten, gilt laut Blocktrainer jedoch als starkes Indiz für eine zentrale Rolle des gemeinsamen Maildienstleisters.
Nach derzeitiger Informationslage gibt es keine Hinweise darauf, dass die Wallet-Infrastruktur, Geräte oder eigentlichen Kundensysteme von Trezor oder BitBox kompromittiert wurden. Aus dem Vorfall lasse sich auch kein Abfluss von Wallet-Informationen, Bestelldaten oder sonstigen Daten aus den Kernsystemen ableiten.
Offen ist allerdings, ob auf den jeweiligen Brevo-Accounts gespeicherte Empfänger- oder Newsletter-Daten eingesehen oder exportiert werden konnten. Die Untersuchungen dazu dauern laut Blocktrainer an.
Blocktrainer erklärte, eine Phishing-Warnung an die Newsletter-Abonnenten verschickt, den Anbieter kontaktiert und die Phishing-Domains gemeldet zu haben. Die meisten Phishing-Links schienen inzwischen deaktiviert worden zu sein.
| Betroffene Namen in den gefälschten Mails | Warnung |
|---|---|
| Trezor | Keine Links aus entsprechenden Mails anklicken |
| BitBox | Keine 12 oder 24 Wörter einer Wallet eingeben |
| CoinTracking | Nachrichten und angebliche Sicherheitsaufforderungen prüfen |
Infobox: Die Phishing-Mails wirken laut Blocktrainer täuschend echt und können über echte Absenderdomains versendet worden sein. Hinweise auf eine Kompromittierung der Wallet-Infrastruktur, Geräte oder eigentlichen Kundensysteme lagen zum Zeitpunkt des Berichts nicht vor.
Bitcoin-Kurs zum Veröffentlichungszeitpunkt
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Meldung wurde Bitcoin laut Wallstreet Online mit einem Plus von +0,13 % und einem Kurs von 78.394USD auf dem CryptoCompare Index gehandelt. Als Zeitpunkt wurde der 10. September 2026, 07:43 Uhr, angegeben.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Veränderung | +0,13 % |
| Kurs | 78.394USD |
| Index | CryptoCompare Index |
| Zeitpunkt | 10. September 2026, 07:43 Uhr |
Infobox: Der im Beitrag genannte Bitcoin-Kurs lag am 10. September 2026 um 07:43 Uhr bei 78.394USD, bei einer Veränderung von +0,13 %.
Einschätzung der Redaktion
Die zentrale Bedeutung liegt weniger in kurzfristigen Kursschwankungen als in der wachsenden Risikodichte rund um Kryptoanlagen. Geldpolitik, institutionelle Nachfrage, Ransomware und professionell wirkendes Phishing wirken gleichzeitig auf Marktvertrauen und Anlegerschutz. Besonders kritisch sind Renditeversprechen mit kurzen Laufzeiten: Sie verlangen eine außergewöhnlich strenge Prüfung von Regulierung, Geschäftsmodell und Auszahlungsrisiken.
Für Anleger folgt daraus ein klarer Maßstab: keine übermäßige Konzentration, keine unkritische Nutzung von Werbeangeboten und niemals die Preisgabe von Wallet-Wiederherstellungswörtern. Die robusteste Strategie bleibt ein begrenzter Kapitaleinsatz mit konsequenter technischer und finanzieller Sicherheitsprüfung.
Zusammenfassung: Die Entwicklungen unterstreichen, dass bei Kryptowährungen nicht nur Marktvolatilität, sondern ebenso Cyberrisiken, Anbietertransparenz und persönliche Risikobegrenzung entscheidend sind.
Quellen:
- Bitcoin unter Druck – und Berlin zieht nach Cyberangriff Konsequenzen
- Wie plant man eine Bitcoin- und XRP-Anlagestrategie, um täglich bis zu 1.000 US-Dollar passives Einkommen zu erzielen?
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