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Die Blockchain-Branche steht vor einem Wendepunkt: Während börsenkotierte Unternehmen ihren Umsatzanteil deutlich ausbauen, zeigen Milliarden-Hacks die weiterhin gravierenden Sicherheitsrisiken. Zugleich treiben institutionelle Akteure, tokenisierte Vermögenswerte und private Stablecoins die praktische Nutzung der Technologie voran.
Blockchain-Umsätze: Börsenkotierte Unternehmen verdoppeln ihren Anteil seit 2022
Börsenkotierte Unternehmen erwirtschafteten 2026 laut einem Bericht der Krypto-Investmentfirma 1kx 16 % der Umsätze der Blockchain-Branche. Damit liegt ihr Anteil mehr als doppelt so hoch wie 2022, als er bei 7 % lag.
Der Anstieg erfolgt in einem Jahr, in dem die gesamten Blockchain-Umsätze voraussichtlich um 28 % auf rund 100 Milliarden US-Dollar zurückgehen. Für die Untersuchung wertete 1kx Daten von mehr als 2.600 Protokollen sowie Ergebnisberichte von 104 börsenkotierten Unternehmen bis zum dritten Quartal aus.
Als Gründe nennt der Bericht neue Börsennotierungen und das Umsatzwachstum bereits etablierter Unternehmen. Dazu zählt die Stablecoin-Emittentin Circle, die 2025 an die Börse ging. Die zehn größten börsenkotierten Unternehmen der Studie verdoppelten ihre Blockchain-bezogenen Umsätze innerhalb der vergangenen drei Jahre.
Coinbase und Circle erzielten im ersten Halbjahr 2026 zusammen etwa 3,3 Milliarden US-Dollar an Blockchain-bezogenen Umsätzen. Börsenkotierte Bitcoin-Miner erwirtschafteten rund 2 Milliarden US-Dollar, während auf traditionelle Finanzunternehmen wie JPMorgan, BlackRock, CME Group, Visa und Robinhood zusammen weitere 1,1 Milliarden US-Dollar entfielen.
Die Umsätze konzentrieren sich weiterhin auf wenige Unternehmen. Laut 1kx entfielen auf die sechs größten börsenkotierten Unternehmen etwa 50 % bis 60 % der Umsätze dieser Gruppe.
Im dritten Quartal übertrafen die Umsätze aus breiterer wirtschaftlicher Aktivität erstmals die Umsätze aus Blockchain-Infrastruktur. Die beiden Bereiche kamen laut 1kx auf etwa 5,3 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 5,1 Milliarden US-Dollar.
Zur breiteren wirtschaftlichen Aktivität zählen tokenisierte Vermögenswerte, Zahlungen und Prognosemärkte. Diese Kategorie wuchs im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr um 58 %. Zusammen mit der institutionellen Nutzung machte sie im dritten Quartal 33 % der gesamten Blockchain-Umsätze aus; für das Gesamtjahr prognostiziert 1kx einen Anteil von 30 %.
Auch tokenisierte Real-World-Assets legten zu. Daten von RWA.xyz zufolge stieg ihr Wert im vergangenen Jahr um etwa 51 % von 26,16 Milliarden US-Dollar im Oktober 2025 auf 39,54 Milliarden US-Dollar am Donnerstag. Tokenisierte Aktien wuchsen im selben Zeitraum um 471 % auf 3,77 Milliarden US-Dollar.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Anteil börsenkotierter Unternehmen 2022 | 7 % |
| Anteil börsenkotierter Unternehmen 2026 | 16 % |
| Prognostizierter Rückgang der Blockchain-Umsätze 2026 | 28 % |
| Prognostizierte Blockchain-Umsätze 2026 | rund 100 Milliarden US-Dollar |
| Tokenisierte Real-World-Assets im Oktober 2025 | 26,16 Milliarden US-Dollar |
| Tokenisierte Real-World-Assets am Donnerstag | 39,54 Milliarden US-Dollar |
„Institutionelle und breitere wirtschaftliche Aktivitäten werden 2026 30 % der Blockchain-Umsätze erreichen.“
Infobox: Der Bericht von 1kx zeigt einen wachsenden Umsatzanteil börsenkotierter Unternehmen und eine zunehmende Bedeutung institutioneller Anwendungen, tokenisierter Vermögenswerte und Zahlungen. Quelle: Cryptonews.net.
Binance-Hack: On-Chain-Analyse rekonstruiert den Angriff
Beim Angriff auf Binance wurden laut einer On-Chain-Analyse von CryptoTicker am 29. Oktober 2026 mit einer Transaktion 50 Signaturen eingereicht. Der Angreifer übernahm damit die Kontrolle über die Hot Wallet „Binance 14“ und zog innerhalb von Sekunden rund 2,7 Milliarden Dollar ab.
Binance bestätigte den Hack und kündigte an, alle Verluste zu ersetzen. Ein- und Auszahlungen wurden vorübergehend ausgesetzt, während Sicherheitsprüfungen, das Einfrieren von Geldern und die Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden liefen.
Die Angriffstransaktion war vom neuen Typ 4 und nutzte EIP-7702. Sie enthielt genau 50 Freigaben für die Wallet „Binance 14“, alle an denselben Vertrag des Angreifers und für die Transaktionsnummern 18.914.775 bis 18.914.824. Eine der 50 Freigaben traf die aktuelle Transaktionsnummer der Wallet.
Nach der Analyse musste jede Freigabe mit dem Schlüssel der Wallet signiert sein. Daraus folgt, dass der Angreifer Signaturen für „Binance 14“ erzeugen konnte. Wie dieser Zugriff erlangt wurde, sollte ein von Binance angekündigter Bericht klären. Laut der Abfrage von CryptoTicker war die Delegation um 02:20 Uhr wieder aufgehoben und der Code der Wallet erneut leer.
Auf Ethereum verließen rund 2,7 Milliarden Dollar die beiden Binance-Wallets. Binance bezifferte den Gesamtschaden über alle Blockchains später auf rund 6,3 Milliarden Dollar, davon seien rund 3 Milliarden eingefroren.
Ein Teil der Beute wurde über Aave bewegt. Der Angreifer hinterlegte innerhalb von drei Minuten 60 Millionen USDT beim Kreditprotokoll und lieh sich dafür 19.762 wETH, rund 45 Millionen Dollar. Tether sperrte die Adresse kurz darauf; 46 Minuten später fror der Aave Guardian die betroffenen Märkte ein.
Marc Zeller von der Aave Chan Initiative bewertete die Position als für Aave verkraftbar. Sie sei überbesichert und werde automatisch aufgelöst, sobald Ether um rund 4 % auf etwa 2.365 Dollar steigt. Die Schuld entspreche 0,9 % der wETH-Bestände des Protokolls.
Auf der Hauptadresse des Angreifers bestätigte CryptoTicker 1.175,5 Millionen USDT und 823,0 Millionen USDC direkt in den Verträgen als gesperrt. Dem Angreifer blieben vor allem 197.460 ETH, dazu 19.762 wETH und kleinere Token im Wert von mindestens 122 Millionen Dollar.
| Position | Wert |
|---|---|
| Von Binance-Wallets auf Ethereum abgeflossen | rund 2,7 Milliarden Dollar |
| Von Binance genannter Gesamtschaden | rund 6,3 Milliarden Dollar |
| Von Binance eingefrorener Betrag | rund 3 Milliarden Dollar |
| Eingereichte EIP-7702-Freigaben | 50 |
| Bei Aave hinterlegte USDT | 60 Millionen |
| Über Aave geliehene wETH | 19.762 |
| Beim Angreifer verbliebene ETH | 197.460 |
Infobox: Der Angriff nutzte 50 EIP-7702-Freigaben in einer Transaktion, von denen eine wirksam war. Binance kündigte die vollständige Erstattung der Verluste an; ein großer Teil der Gelder wurde laut den Angaben eingefroren. Quelle: CryptoTicker.io.
TRM Labs macht Nordkorea für den Binance-Diebstahl verantwortlich
Die Blockchain-Analysefirma TRM Labs ordnet den Angriff auf Binance mit hoher Zuversicht der nordkoreanischen Hackergruppe TraderTraitor zu. Das Unternehmen stützt diese Einschätzung auf eine umfassende On-Chain- und Off-Chain-Analyse.
Nach Angaben von TRM Labs transferierte ein Angreifer innerhalb von etwa 20 Minuten rund 6,36 Milliarden US-Dollar aus Binance-Wallets auf zehn Blockchains. Die Einordnung wurde in einem Blogbeitrag des Analyseunternehmens veröffentlicht.
Auch Chainalysis sieht dieselbe Gruppe als möglichen Verantwortlichen. Binance selbst hatte laut den vorliegenden Berichten keinen Täter benannt.
Infobox: TRM Labs schreibt den Angriff mit hoher Zuversicht TraderTraitor zu, einer Elite-Hackereinheit Nordkoreas. Genannt werden rund 6,36 Milliarden US-Dollar und zehn betroffene Blockchains. Quellen: TradingView und MarketScreener Schweiz.
Janus Henderson bringt Nasdaq 100 auf die Blockchain
Janus Henderson bringt den Nasdaq 100 auf die Blockchain. Die Meldung wird von Institutional Money als Produkt- und Marktneuheit aufgegriffen.
Weitere verwertbare Angaben zum konkreten technischen Aufbau, zum Umfang oder zu den Bedingungen des Angebots enthält der bereitgestellte Quelltext nicht.
Infobox: Institutional Money berichtet über die Blockchain-Abbildung des Nasdaq 100 durch Janus Henderson. Quelle: Institutional Money.
Private Währungen nach Hayek: Schweizer Anbieter setzen auf Blockchain und tokenisierte Werte
Im Zürcher MoneyMuseum präsentierten Schweizer Unternehmen ihre Vorstellungen von privaten Währungen. Anlass war das 50-jährige Jubiläum von Friedrich August von Hayeks Werk „Entnationalisierung des Geldes“.
Die Veranstaltung stellte Alternativen zu staatlichem Notenbankgeld vor. Nach Hayeks Konzept sollen private Währungen miteinander im Wettbewerb stehen; die Blockchain gilt den Beteiligten als technische Grundlage, um diese Idee umzusetzen.
Der Ökonom und Publizist Beat Kappeler kritisierte in seinem Eröffnungsreferat die Rettung des Euros durch billiges Zentralbankgeld. Durch den Aufkauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank seien Probleme vertagt und verstärkt worden. Kurzfristig entstehe eine Wohlstandsillusion, während nominale Werte aufgebläht würden und die Verschuldung auf ein kaum mehr tragbares Niveau steige.
Kappeler erklärte außerdem, dass der Dollar seit der Gründung der Federal Reserve im Jahr 1913 97 % seiner Kaufkraft verloren habe. Im Euroraum seien durch die Maßnahmen von Mario Draghi Zombiefirmen am Leben erhalten worden, während die allgemeine Produktivität gesunken sei.
Stephan Rind, Gründer von Brickmark X, sagte, Hayeks Ideen ließen sich dank der Blockchain erstmals umsetzen. Auf der Veranstaltung wurden fünf Anforderungen an „gutes Geld“ herausgestellt: Es soll seine Kaufkraft erhalten, nicht aus dem Nichts geschöpft werden, sich im freien Wettbewerb behaupten, möglichst unabhängig vom staatlichen Geldmonopol sein und gut übertragbar sein.
Johannes Kern von der Frankencoin Association stellte den dezentral organisierten Stablecoin Frankencoin vor. Die Association unterhält das System, ist aber nicht die Emittentin. Nutzer können gegen die Hinterlegung tokenisierter Sicherheiten Frankencoins erhalten; Kreditnehmer zahlen Zinsen, aus denen Sparzinsen von 3,5 % und der Ertrag des Systems finanziert werden.
Die Höhe der Belehnung wird durch Inhaber von Governance-Token festgelegt. Der Coin ZCHF wird laut Frankencoin Association neu von der nicht-verwahrenden Krypto-Neobank ether.fi unterstützt. Kunden können digitale Schweizer Franken direkt auf der Plattform halten, überweisen und ausgeben sowie Kredite gegen ZCHF aufnehmen.
Mit 50 Millionen Dollar an hinterlegten Werten bleibt Frankencoin im internationalen Stablecoin-Markt mit 300 Milliarden Dollar ein Leichtgewicht. Wegen der Dominanz des US-Dollars zählt er laut dem Bericht dennoch zu den größten Nicht-Dollar-Stablecoins.
Daniel Stüssi, CEO von RealUnit, stellte den RealUnit-Coin vor. Er berichtete, dass zwei Tage vor der Veranstaltung in einem Spar in Zug ein Brot mit Real Unit gekauft worden sei. Der Retailer erhalte dabei direkt Franken auf sein Konto.
Der RealUnit-Coin ist mit Realwerten hinterlegt, darunter Edelmetalle, Unternehmensbeteiligungen, Bargeld, Kryptowährungen und alternative Anlagen. Nach Angaben von Stüssi erzielte der Coin in den vergangenen 25 Jahren eine durchschnittliche Nettorendite von 3,2 % pro Jahr und übertraf damit das durchschnittliche Wirtschaftswachstum der Schweiz von 2,4 %.
Mittlerweile sind RealUnit-Coins für 71 Millionen Franken emittiert. Stüssi bezeichnete zehn Kapitalerhöhungen in den vergangenen Jahren als Abstimmungen unter Kunden, die jeweils auf große Zustimmung gestoßen seien.
Swissgrams und Brickmark X präsentierten weitere Modelle zur Abbildung realer Werte. Swissgrams tokenisiert Gold; der Käufer der Coins erhält Eigentum am Edelmetall. Das Gold werde physisch in der Schweiz in 1-Unzen-Münzen wie American Eagle oder Maple Leaf verwahrt. Eine Auslieferung oder ein Tausch bei Pro Aurum sei möglich.
Brickmark X tokenisierte 2020 als erstes Objekt die Immobilie an der Bahnhofstrasse 52 in Zürich. Wegen der Besonderheiten des Schweizer Immobilienmarktes wurde der Wert der Gesellschaft verbrieft und tokenisiert. Inzwischen wurden laut dem Bericht Gewerbeimmobilien in Deutschland, Hotels in Luzern und Wälder in Brasilien tokenisiert.
Die vorgestellten Projekte stehen laut tippinpoint.ch noch vor mehreren Herausforderungen. Die Verbreitung sei allgemein minim, die technische Nutzung über Wallets teilweise anspruchsvoll und bei manchen Modellen werde nicht der Token selbst, sondern ein Anteil an einem Unternehmen gekauft.
Als Gegenspieler werden die EU, Nationalstaaten und die Finanzindustrie genannt. Private Blockchain-Währungen könnten die geldpolitischen Möglichkeiten und die schuldenbasierte Finanzierung staatlicher Institutionen beeinträchtigen. Für die Finanzindustrie stünden Einnahmen aus Zahlungsverkehr und Kreditgeldschöpfung sowie bei einer Verlagerung des Wertschriftenhandels auf die Blockchain auch Clearing, Custody, Fondsmanagement und Securities Lending auf dem Spiel.
Karl Reichmuth, Gründer der gleichnamigen Privatbank und Entwickler des Real-Unit-Konzepts, bezeichnete staatliche Stablecoin-Angebote als „alten Wein in neuen Schläuchen“. In seinem Schlusswort forderte er, den Wettbewerb im Währungswesen auch in den Medien zu thematisieren.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Jubiläum von Hayeks Werk | 50 Jahre |
| Kaufkraftverlust des Dollars seit 1913 | 97 % |
| Sparzinsen bei Frankencoin | 3,5 % |
| Hinterlegte Werte bei Frankencoin | 50 Millionen Dollar |
| Internationaler Stablecoin-Markt | 300 Milliarden Dollar |
| Durchschnittliche Nettorendite des RealUnit-Coins | 3,2 % pro Jahr |
| Durchschnittliches Wirtschaftswachstum der Schweiz | 2,4 % |
| Emittierte RealUnit-Coins | 71 Millionen Franken |
Infobox: Schweizer Anbieter präsentierten Frankencoins, RealUnit, tokenisiertes Gold und tokenisierte Immobilien als private, blockchainbasierte Alternativen zu staatlichem Geld. Quelle: tippinpoint.ch.
Einschätzung der Redaktion
Die Entwicklung signalisiert einen strukturellen Wandel: Blockchain-Anwendungen verlagern sich von der reinen Infrastruktur hin zu regulierten Finanzprodukten, Zahlungen und tokenisierten Vermögenswerten. Das steigende Engagement börsenkotierter Unternehmen erhöht zwar die institutionelle Glaubwürdigkeit, verschärft aber zugleich die Abhängigkeit von wenigen dominanten Anbietern. Entscheidend wird daher nicht das Umsatzwachstum allein sein, sondern ob Sicherheit, Transparenz und praktische Nutzbarkeit mit diesem Wachstum Schritt halten.
Kernaussage: Die Blockchain etabliert sich zunehmend als Finanzmarkt-Infrastruktur – ihre Relevanz wächst, während Konzentrations- und Vertrauensrisiken bestehen bleiben.
Einschätzung der Redaktion
Der Angriff zeigt, dass selbst eine einzelne kompromittierte Signaturkette systemische Auswirkungen haben kann. Die schnelle Einfrierung von Geldern und die angekündigte Erstattung begrenzen den unmittelbaren Vertrauensschaden, ersetzen aber keine belastbare Sicherheitsarchitektur. Besonders kritisch ist die Verbindung aus zentral verwalteten Vermögenswerten und programmierbaren Protokollen: Sie ermöglicht hohe Effizienz, macht Fehler oder Zugriffsverluste jedoch in Sekundenbruchteilen potenziell milliardenschwer.
Kernaussage: Der Vorfall ist weniger ein Einzelproblem als ein Stresstest für Verwahrung, Wallet-Governance und die Sicherheitsstandards großer Kryptobörsen.
Einschätzung der Redaktion
Die Zuordnung zu einer nordkoreanischen Hackergruppe erhöht den geopolitischen und regulatorischen Druck auf Kryptodienstleister. Sie unterstreicht zugleich, dass Blockchain-Transaktionen zwar nachvollziehbar, aber nicht automatisch sicher oder rückholbar sind. Für die Branche dürfte der Fall strengere Überwachung, schnellere internationale Kooperation und höhere Anforderungen an die Abwehr staatlich unterstützter Cyberangriffe beschleunigen.
Kernaussage: Der Diebstahl ist nicht nur ein Börsenproblem, sondern ein sicherheits- und ordnungspolitisches Signal für den gesamten Kryptomarkt.
Einschätzung der Redaktion
Die Blockchain-Abbildung eines etablierten Aktienindex ist vor allem ein Signal für die zunehmende Verschmelzung von traditioneller Vermögensverwaltung und digitaler Infrastruktur. Ihre Bedeutung wird sich daran messen lassen, ob dadurch Abwicklung, Zugänglichkeit und Transparenz tatsächlich verbessert werden. Ohne klare Angaben zu Struktur, Verwahrung und Anlegerrechten bleibt die Meldung jedoch zunächst eher ein strategisches als ein unmittelbar bewertbares Marktangebot.
Kernaussage: Die Initiative stärkt die institutionelle Akzeptanz der Blockchain, ihre praktische Relevanz hängt aber von der konkreten Ausgestaltung ab.
Einschätzung der Redaktion
Private, blockchainbasierte Währungen besitzen wirtschaftliches Potenzial, stehen aber zwischen technischer Innovation und begrenzter Alltagstauglichkeit. Entscheidend sind nicht ideologische Forderungen nach Währungswettbewerb, sondern stabile Sicherheiten, nachvollziehbare Eigentumsrechte, ausreichende Liquidität und einfache Nutzung. Solange diese Voraussetzungen nicht breiter erfüllt sind, bleiben solche Modelle Ergänzungen zum staatlichen Geldsystem statt ernsthafte Konkurrenten.
Kernaussage: Tokenisierte Werte und private Stablecoins können Nischen erfolgreich besetzen; für eine breite Währungsalternative fehlen ihnen derzeit Reichweite, Einfachheit und etablierte Akzeptanz.
Quellen:
- Börsenkotierte Unternehmen verdoppeln Anteil an Blockchain-Umsätzen seit 2022: Bericht
- Binance Hack On-Chain-Analyse: Was die Blockchain zeigt
- Das Blockchain-Analyseunternehmen TRM macht Nordkorea für den Krypto-Diebstahl bei Binance verantwortlich
- Janus Henderson bringt Nasdaq 100 auf die Blockchain
- Erst die Blockchain macht Hayeks-Vision möglich
- Blockchain-Analysefirma TRM macht Nordkorea für Krypto-Diebstahl bei Binance verantwortlich



















