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Institutionelle Blockchain-Infrastruktur, neue Kapitalströme nach der Fed-Zinsentscheidung und tokenisiertes Silber prägen diesen Pressespiegel. Die Beiträge zeigen, wie Stablecoins, Rohstoffmärkte und reale Vermögenswerte zunehmend auf der Blockchain zusammenwachsen – und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind.
Circle startet Arc-Mainnet für institutionelle Finanzmärkte
Circle hat das Mainnet seiner Layer-1-Blockchain Arc gestartet. Das Netzwerk soll Finanzinstitute, Zahlungsdienstleister und Entwickler auf einer gemeinsamen Infrastruktur für Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte, globale Zahlungen und automatisierte wirtschaftliche Aktivitäten zusammenbringen.
Nach Angaben von BTC-ECHO sollen Transaktionen in weniger als einer Sekunde final sein. USDC dient als Gas-Token, während über Circle CCTP und Gateway Verbindungen zu mehr als 20 Blockchains bestehen. Arc bezeichnet sich als offene Plattform für globale Finanzmärkte, Echtzeit-Werttransfers und agentenbasierte wirtschaftliche Aktivitäten.
Zum Start gehören institutionelle Validatoren wie BlackRock, Mastercard, Visa, Standard Chartered, Galaxy, MoneyGram und ICE zum Netzwerk. ad-hoc-news.de nennt insgesamt elf Gründungs-Validatoren, darunter außerdem DTCC, die SBI Group, Sumitomo, Worldpay und Visa. Das Netzwerk arbeitet zunächst mit Proof of Authority; ein Wechsel zu Proof of Stake ist für 2027 geplant.
Arc ist EVM-kompatibel und ermöglicht damit die Ausführung Ethereum-kompatibler Smart Contracts. Zusätzlich kommen Post-Quanten-Signaturen zum Einsatz. Laut ad-hoc-news.de startete das Netzwerk mit mehr als 100 Buildern und über 100 Anwendungen. Im Testnetzwerk wurden seit dem Jahr 2025 über 700 Mio. Transaktionen abgewickelt.
Zum Start stehen mehr als 20 Fiat-Stablecoins bereit, darunter USDC und EURC. Über Circle StableFX sollen diese rund um die Uhr getauscht werden können. Als tokenisierte Finanzprodukte werden unter anderem BlackRocks BUIDL, Circles USYC sowie JAAA und JTRSY von Janus Henderson genannt. Mit cirBTC ist außerdem eine programmierbare Bitcoin-Variante vorgesehen.
Auf der Plattform sollen Zahlungen, Kreditvergabe, Sicherheiten, Handel und grenzüberschreitende Transaktionen gebündelt werden. Für Kreditmärkte sind Aave und Morpho integriert, während Uniswap und Aero Handel und Liquidität unterstützen. Die Bitcoin Foundation berichtet zudem, dass BlackRock BUIDL auf Arc bereitstellen will und DTCC die Tokenisierung von Vermögenswerten prüft.
Circle hat im Rahmen des Genesis Mint eine anfängliche Gesamtmenge von zehn Milliarden ARC geschaffen. Der Token ist als Mechanismus für Governance, Sicherheit und Nutzung vorgesehen, während Netzwerkgebühren weiterhin in USDC bezahlt werden. Ein öffentlicher Start oder regulärer Handel mit ARC ist laut den Quellen bislang nicht beschlossen.
ad-hoc-news.de berichtet, dass USDC nach Angaben von Circle mit rund 74 Mrd. US-Dollar im Umlauf direkt in die Infrastruktur eingebunden wird. Der Start von Arc fällt zugleich in eine Phase regulatorischer Unsicherheit in den USA, nachdem der Clarity Act im Senat mit 49 zu 50 Stimmen scheiterte.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Transaktionsfinalität | unter einer Sekunde |
| Unterstützte Fiat-Stablecoins | mehr als 20 |
| Verbundene Blockchains | mehr als 20 |
| Geschaffene ARC-Token | 10 Milliarden |
| Geplanter Wechsel zu Proof of Stake | 2027 |
| USDC-Umlauf laut ad-hoc-news.de | rund 74 Mrd. US-Dollar |
Zusammenfassung: Arc startet als USDC-basierte Layer 1 mit institutionellen Validatoren, tokenisierten Finanzprodukten, EVM-Kompatibilität und einer Finalität von unter einer Sekunde. Die zehn Milliarden ARC wurden geschaffen, ein öffentlicher Token-Start ist jedoch weiterhin offen.
Fed-Zinswende lenkt Aufmerksamkeit auf Krypto, Wolfram und Netzinfrastruktur
Die US-Notenbank hob die Zinsen laut Börse Express erstmals seit drei Jahren um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent an. Nach einer zunächst nervösen Reaktion der Wall Street zeigte die Vorbörse am Donnerstag wieder deutlich nach oben. Der Bericht richtet den Blick auf Krypto-Assets, Wolfram und Netzinfrastruktur als mögliche Profiteure der veränderten Kapitalströme.
XRP notierte laut Börse Express bei rund 1,30 Dollar und eroberte damit eine wichtige Unterstützung zurück. Zuvor war die Kryptowährung nach dem Scheitern des CLARITY Act im US-Senat zunächst rund zehn Prozent gefallen. Die Abstimmung endete mit 49 Ja- gegen 50 Nein-Stimmen; für einen Debattenabschluss waren 60 Stimmen erforderlich.
Trotz des regulatorischen Rückschlags verzeichneten XRP-ETFs weiterhin Nettozuflüsse von 3,5 Millionen Dollar. Das offene Interesse ging von 1,128 Milliarden Dollar im August auf 871 Millionen Dollar zurück. Als wichtige Marke nennt der Bericht 1,28 Dollar, den 50-Tage-Durchschnitt.
Auch Wolfram-Unternehmen stehen im Mittelpunkt des Berichts. Almonty Industries erhielt von DA Davidson ein bestätigtes Kaufvotum, wobei der Ruanda-Deal als zentraler Gewinnhebel bezeichnet wird. Tungsten West notierte bei rund 0,54 Euro, knapp unter dem am 4. September markierten 52-Wochen-Hoch von 0,59 Euro und deutlich über dem Jahrestief von 0,30 Euro im März.
EQ Resources erwarb zudem einen Zehn-Prozent-Anteil an einem US-Joint-Venture zur Wiederinbetriebnahme der Springer-Wolframanlage in Nevada. Die Anlage soll künftig 4.000 Tonnen jährlich produzieren. Als Hintergrund nennt Börse Express den westlichen Aufbau von Alternativen zur chinesisch dominierten Wolfram-Lieferkette.
RWE erhöhte seinen indirekten Anteil am Übertragungsnetzbetreiber Amprion durch den Zukauf von drei Prozent an der Holding M31 auf rund 58 Prozent. Die Aktie lag nahe dem am selben Tag markierten 52-Wochen-Hoch von 62,36 Euro, nachdem sie auf Zwölfmonatssicht rund 68 Prozent zugelegt hatte. Der Bericht führt den wachsenden Strombedarf durch Rechenzentren und Elektrifizierung als strukturellen Faktor für Netzinfrastruktur an.
Wacker Chemie bildet im Bericht den Gegenpol. Der Spezialchemiekonzern überarbeitete seine mittelfristige Wachstumsstrategie, während die Aktie im laufenden Handel spürbar nachgab und deutlich unter dem Juni-Hoch von 105,60 Euro notierte.
Der britische Einzelhändler Next hob seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr auf 1,26 Milliarden Pfund an. Dem stand ein Halbjahresgewinn vor Steuern von 569 Millionen Pfund gegenüber, ein Plus von 10,5 Prozent. Gleichzeitig warnte das Unternehmen vor Belastungen durch geplante britische Steuererhöhungen; die Aktie näherte sich wieder dem August-Hoch von 186,60 Euro.
Die Bank of England beließ ihren Leitsatz bei 3,75 Prozent, während die Inflation bei 3,1 Prozent lag. Der Markt erwartete den nächsten Zinsschritt laut Börse Express erst im November oder Dezember.
| Thema | Wert |
|---|---|
| Fed-Zinsspanne | 3,75 bis 4,00 Prozent |
| XRP-Kurs | rund 1,30 Dollar |
| XRP-ETF-Nettozuflüsse | 3,5 Millionen Dollar |
| Offenes Interesse bei XRP | 1,128 Milliarden Dollar auf 871 Millionen Dollar |
| RWE-Anteil an M31 | rund 58 Prozent |
| Next-Gewinnprognose | 1,26 Milliarden Pfund |
| Next-Halbjahresgewinn vor Steuern | 569 Millionen Pfund |
Zusammenfassung: Börse Express beschreibt ein uneinheitliches Marktbild nach der Fed-Zinsentscheidung. XRP zeigte trotz regulatorischem Gegenwind Stabilität, Wolfram erhielt durch Lieferkettenstrategien Rückenwind, RWE profitierte von Infrastrukturfantasie, während Wacker Chemie unter Druck stand.
Theo bringt renditebringenden Silber-Token auf den Markt
Die Blockchain-Finanzplattform Theo hat laut CoinDesk mit thSLVR ein tokenisiertes Silberprodukt vorgestellt. Der Token ist durch mehr als 40 Millionen US-Dollar an aktiven beziehungsweise zugesagten Silber-Leasingverträgen abgesichert und soll neben der Beteiligung am Metall auch Einnahmen aus dessen Verleihung weitergeben.
Institutionelle Kreditnehmer wie Raffinerien, Prägeanstalten und Industriehersteller leihen Silber, um ihren Produktionsbedarf zu decken, ohne ein Preisrisiko einzugehen. Dafür zahlen sie eine Leasinggebühr und geben später eine gleichwertige Menge Metall zurück. Diese Erträge flossen traditionell an Bullionbanken und Händler, nicht an Investoren, die Silber über ETFs oder andere Produkte halten.
thSLVR soll dieses Modell auf die Blockchain übertragen. Die Silberbestände werden nach den üblichen Marktbedingungen an etablierte institutionelle Gegenparteien verleast, während das Kreditrisiko durch eine Konzernbürgschaft abgesichert wird. Die Token-Inhaber behalten jedoch das Risiko von Silberpreisschwankungen.
Der Silbermarkt war laut CoinDesk in diesem Jahr außergewöhnlich volatil. Silber stieg im Januar auf ein Rekordhoch von 121,79 USD pro Unze und fiel innerhalb von drei Tagen um 41 %. Im Juli wurde das Metall zeitweise bei 54,74 USD gehandelt; zuletzt lag es etwa in der Mitte der 60er USD.
thSLVR startet zunächst als Beta-Version und wird Institutionen sowie Investoren auf der Whitelist angeboten. Eine breitere Zugänglichkeit ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Das Produkt soll außerdem die Unterstützung des thUSD-Stablecoins erweitern.
Der tokenisierte Silbermarkt ist laut CoinDesk deutlich kleiner als der Markt für tokenisiertes Gold, der über verschiedene Produkte auf mehrere Milliarden Dollar angewachsen ist. tokenisierte Rohstoffe repräsentieren inzwischen etwa 4,9 Milliarden Dollar an verteiltem Wert über 130 Produkte. Die Zahl der Inhaber von Rohstoff-Tokens stieg im vergangenen Monat um 13 % auf fast 339.000.
Rund 83 % des in Londoner Tresoren gelagerten Silbers sind nach den von Theo zitierten Daten in physisch abgesicherten Anlageprodukten gebunden. Dadurch stehen etwa 136 Millionen Unzen für Handel und Leasing zur Verfügung. Londons einmonatige Silber-Leasingrate stieg im Oktober 2025 kurzzeitig auf etwa 39 %, verglichen mit einem historischen Mittelwert von unter 1 %.
Für 2026 wird laut CoinDesk ein sechstes aufeinanderfolgendes jährliches Angebotsdefizit erwartet. Der Fehlbetrag wird auf 46,3 Millionen Unzen geschätzt. Theo erklärt, dass die Leasingraten in Zeiten begrenzter physischer Verfügbarkeit stark ansteigen können.
„Silber steuert auf ein sechstes Jahr in Folge mit einem Angebotsdefizit zu, und der verfügbare Leihpool in London befindet sich nahe einem Rekordtief“, sagte Iggy Ioppe, Chief Investment Officer von Theo, laut CoinDesk.
„In diesem Setup ist der Leasingzins das eigentliche Signal, nicht der Kassapreis, und dieser schwankt stark. thSLVR bringt die Ökonomie des Silberverleihs onchain“, ergänzte Iggy Ioppe.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Abgesicherte Leasingverträge | mehr als 40 Millionen US-Dollar |
| Silber-Rekordhoch im Januar | 121,79 USD pro Unze |
| Rückgang innerhalb von drei Tagen | 41 % |
| Silberpreis im Juli | 54,74 USD |
| Tokenisierte Rohstoffe | etwa 4,9 Milliarden Dollar |
| Produkte | 130 |
| Anstieg der Rohstoff-Token-Inhaber | 13 % auf fast 339.000 |
| Silber in physisch abgesicherten Anlageprodukten | 83 % |
| Verfügbares Silber für Handel und Leasing | etwa 136 Millionen Unzen |
| Einmonatige Silber-Leasingrate | etwa 39 % |
| Erwartetes Angebotsdefizit 2026 | 46,3 Millionen Unzen |
Zusammenfassung: Theo verbindet mit thSLVR Silber-Exposure mit Einnahmen aus Leasingverträgen. Das Produkt startet zunächst eingeschränkt, während ein erwartetes sechstes Angebotsdefizit in Folge und mögliche Engpässe am physischen Markt die Bedeutung der Leasingraten erhöhen könnten.
Einschätzung der Redaktion
Die Entwicklung markiert einen wichtigen Schritt von experimenteller Tokenisierung hin zu institutionell nutzbarer Finanzinfrastruktur. Entscheidend wird jedoch nicht die technische Leistungsfähigkeit allein sein, sondern ob Arc dauerhaft ausreichende Liquidität, regulatorische Klarheit und echte Nachfrage außerhalb des Circle-Ökosystems aufbaut.
Kernaussage: Arc besitzt erhebliches strategisches Potenzial, muss seine offene Plattformstruktur und institutionelle Akzeptanz aber erst im laufenden Betrieb beweisen.
Einschätzung der Redaktion
Das Marktbild spricht eher für eine selektive Neubewertung als für eine breit getragene Risikorallye. Stabilität bei XRP, Rückenwind für strategische Rohstoffe und Investitionen in Stromnetze zeigen unterschiedliche Profiteure struktureller Trends, während regulatorische Unsicherheit und sinkendes offenes Interesse die Nachhaltigkeit spekulativer Bewegungen begrenzen.
Kernaussage: Chancen entstehen vor allem dort, wo geldpolitische Impulse auf langfristige Angebotsengpässe oder Infrastrukturbedarf treffen.
Einschätzung der Redaktion
Ein renditebringender Silber-Token könnte einen bislang schwer zugänglichen Ertragsbaustein für digitale Anleger erschließen. Gleichzeitig verbindet das Modell Metallpreis-, Gegenpartei-, Liquiditäts- und Verwahrungsrisiken. Der entscheidende Prüfstein ist daher, ob die Erträge transparent nachweisbar, laufend zugänglich und auch in angespannten Marktphasen belastbar sind.
Kernaussage: thSLVR ist konzeptionell interessant, aber wegen der komplexen Risikokette eher ein spezialisiertes Anlageprodukt als ein einfacher Silberersatz.
Quellen:
- Circle startet Arc Mainnet: Das bietet die neue Layer 1
- Wolfram, Krypto und Netzausbau: Die stillen Gewinner der Fed-Zinswende
- Circle Arc: Blockchain mit BlackRock, Visa und Mastercard gestartet
- Die Blockchain-Finanzplattform Theo startet tokenisierten Silber, der durch 40 Millionen US-Dollar an aktiven Leasingverträgen abgesichert ist
- Circle Startet Arc Mainnet: Neue Blockchain Für USDC Geht Heute Live
- Circle Aktie: Neue Blockchain startet



















