Golem – eine Analyse

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Golem will der größte Supercomputer der Blockchain werden. So funktioniert das Projekt:

Golem (GNT) ist der gigantischste auf der Blockchain basierende Supercomputer der Welt. Er setzt sich zusammen aus der gemeinschaftlichen Rechenkapazität von Computern, Privatrechnern bis hin zu Laptops die ihre private Rechenleistung zur Verfügung stellen um Programmierern auf dezentrale und kostengünstige Weise die Möglichkeit zu bieten, Webseiten zu bauen, ohne dabei von teuren hochleistungsfähigen Computern Gebrauch machen zu müssen.

Welches Problem will Golem lösen?

In einer Welt, wo professionelle Designer zu Freelancern werden und der Tante Emma Laden von nebenan seine Gewürze bei Ebay und Amazon vertickt, stößt das 16 jährige Genie Fritz, der im Keller seine Software bauen will, irgendwann an die Grenzen seiner Rechenleistung. Für Fritz und weitere Programmierer will Golem eine Lösung haben. Und das vollkommen ohne Fritz dabei in ein Abhängigkeitsverhältnis mit einem Big Data Giganten wie Facebook, Alphabet & Co. zu bringen. Das Golem Netzwerk ist eine dezentralisierte Plattform, die es einem ermöglicht, Geld zu verdienen, indem ich Fritz meine überschüssige Rechenleistung zur Verfügung stelle. Beide Seiten profitieren.

Aber Golem verspricht noch mehr: Durch diese Verknüpfung von Rechenleistung sollen Vorgänge, die normalerweise aufgrund fehlender Rechenleistung der Privatcomputer viel Zeit in Anspruch nehmen, beschleunigt werden. Diese Effizienz wiederum senkt natürlich auch entsprechend die Kosten.

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Dieses Grundkonzept erlaubt es auch, die ersten vollständig dezentralisierten mining pools ins Leben zu rufen. Heißt: Diejenigen, die hinter der Verifikation unserer Krypto-Transaktionen stecken, könnten sich nicht mehr aus Eigeninteresse zusammenschließen um daraus selber finanziellen Gewinn zu ergaunern (ohne damit den Minern böse Absichten unterstellen zu wollen – natürlich).

Aber das Potenzial des Golem Netzwerks geht noch weit über die Vorteile hinaus, die es in der Krypto-Blase schaffen könnte. Auch die Wissenschaften könnten kräftig davon profitieren. Von einer raschen DNA-Analyse bis hin zu allen möglichen Simulationen sind viele Bereiche auszumachen, die bisher nur möglich waren, wenn die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung standen, um sich einen Hochleistungsrechner zuzulegen.

Zurück zu Fritz: Fritz hat seine Software erfolgreich aufgebaut und musste nur exakt für die gemietete Rechenleistung bezahlen, die er verbraucht hat. Es entfallen Ausleihgebühren von teuren Rechnern, gemietete Räume für diese Rechner etc.. Fritz ist glücklich. Und sein Vater, der eine Etage drüber gerade eine Pizza in den Ofen schmeißt, verdient Geld, indem er die Rechenleistung seines Computers in das open-scource System einspeist.
Als Gegenleistung für die ausgeliehene Rechenleistung werden Golem Network Token (GNT) ausgegeben.

Golem ist ein auf Ethereum basierendes System, das noch in seinen Kinderschuhen steckt, aber eine gewaltige Vision besitzt, die Probleme in allen möglichen Bereichen aufzumischen und zu beseitigen.

Eine Transaktion im Golem-Netzwerk zieht eine Gebühr von 5% nach sich, um die Entwicklung und Wartung des Netzwerks finanzieren zu können. Eine recht hohe Gebühr, aber mit Blick auf die Einsparung der andernfalls anfallenden Kosten, gut verkraftbar.

Team

Im Team sind mit Julian Zawistowski (CEO und Gründer), Piotr Janiuk (CTO und Co-Gründer) und Andrzej Regulski (COO, Co-Gründer) sehr intelligente Köpfe aus größtenteils Polen, die im Laufe ihrer Karriere viel in Think Tanks, NGOs etc. verkehrt sind, sich aber vor der Gründung Golems Ende 2016 keinen besonderen Namen in der Krypto-Welt erworben haben.

Schlussfolgerung

Golem birgt ein großes Potenzial in sich. Ob es dem Team hinter dem Netzwerk allerdings gelingt vor seiner (zugegeben bisher weit abgeschlagenen) Konkurrenz wie SONM (SNM), Elastic (XEL), und iExec RLC (RLC) die Früchte seiner Vision zu ernten, kann natürlich nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Fakt bleibt, das Konzept würde Tür und Tor öffnen für alle möglichen Zweige, die zur Zeit aufgrund mangelnder Finanz- und damit Rechenleistung kürzer treten müssen. Das Projekt im Auge zu behalten lohnt sich also mit Sicherheit.

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© Bild via Marc Carpentier, Flickr.comLizenz

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