IOS-Token – eine Analyse

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Die Internet of Services Foundation mit ihrem Sitz in Singapur und dem Token IOStoken (IOST) hat das Ziel eine Plattform für das Internet of Service zu werden. Service-Anbieter jeglicher Art und vor allem jeglicher Größe soll es mit IOST möglich werden ihre Visionen auch auf der Blockchain zu verwirklichen. Dabei verspricht IOST eine unglaubliche Arbeitsleistung durch nahezu unbegrenzt viele Transaktionen pro Sekunde. Diese will IOST durch einen neuen, innovativen Konsens-Mechanismus “Proof of Believability” sowie durch neue Technologien wie Efficient Distributed Sharding (EDS) erreichen.

Welches Problem will IOS-Token lösen?

Gängige Blockchains wie Bitcoin und Ethereum sowie den dazugehörigen Token eignen sich nicht dafür, komplexe, service-orientierte Projekte umzusetzen, weil sie aufgrund ihres Konsens-Mechanismus nur wenige Transaktionen pro Sekunde bewältigen können. Andere Blockchains spezialisieren sich zu sehr auf bestimmte Use-Cases, was dazu führt, dass sie für weitere Zwecke nicht zu gebrauchen sind. Durch die Etablierung eines neuen Konsens-Mechanismus sowie neue innovative Technologien will IOST es ermöglichen, genau diesen Service-Providern eine Plattform für ihr Produkt zu bieten, um bspw. ein dezentrales Facebook zu bauen, wozu viele tausend TPS (Transactions per Second) nötig wären. Die Limitierungen von anderen Blockchains sollen demnach bei IOST aufgehoben werden.

Momentan ist IOST ein ERC20-Token, heißt, er läuft auf der Ethereum-Blockchain. Gelauncht wurde der Token erst am 15. Januar 2018. Das Projekt ist also noch sehr jung und laut Roadmap stammt die initiale Idee dahinter auch erst aus Q2/2017. Mit dem Launch des Mainnets ist erst in Q3/2019 zu rechnen. Vielen erscheint das reichlich spät, aber man darf nicht vergessen, dass das Team unglaublich ambitionierte Pläne hat und eine Reihe von neuen Technologien entwickeln muss, damit ihr Konzept aufgeht. Daher ist es durchaus legitim, dass sich auch die entsprechende Zeit dafür genommen wird.

IOST hat mehrere Co-Founder, die allesamt einen akademischen Background meist in Informatik haben. So war Terrence Wang bspw. Software-Entwickler bei Uber und Microsoft und hat Informatik in Princeton studiert. Laut eigenen Angaben sind die meisten der Founder bereits viele Jahre im Blockchain-Business als Researcher, Early-Adopter, Miner etc. unterwegs. Auch wurden kleinere Start-Ups bereits von Ihnen gegründet, aber ein richtig großer Name ist bei dem Team nicht dabei. Dies muss aber kein Nachteil sein, da IOST eher von der Idee als von bekannten Personen getragen wird.

Wie oben bereits erwähnt, erfindet IOST nicht nur ein Rad neu. Eine ganze Reihe an neuen Technologien steht auf der Roadmap des Teams. Interessant sind dabei vor allem der neue Konsens-Mechanismus “Proof-of-Believability”, der ein erweiterter “Proof-of-Stake” ist, aber neben dem Besitz an Tokens auch weitere Kriterien wie Bewertungen von Usern mit einbezieht. Ebenfalls interessant ist, dass IOST eine nahezu unendliche Skalierung auf über eine Million Transaktionen pro Sekunde verspricht, was sie u.a. durch Efficient Distributed Sharding (EDS) erreichen wollen, das vorsieht, dass nicht jede Transaktion von allen Nodes bestätigt werden muss, sondern kleine Sub-Bereiche gebildet werden. Somit gilt eine Transaktion bereits als bestätigt, wenn Konsens in diesem Bereich erzielt wird.

Negativ zu erwähnen ist das Vorgehen bei der initialen Tokenverteilung. Es gab keinen öffentlichen ICO, sondern nur einen privaten, bei dem nur institutionelle Investoren zugelassen wurden. Kurz nach Launch des Tokens am 15. Januar schaffte es der IOS-Token bereits u.a. auf Binance und übernahm dort ziemlich schnell die Spitze beim Tradevolumen. Der Preis vervielfachte sich innerhalb weniger Tage und das obwohl der gesamte Markt eigentlich gerade richtig blutete. Seit diesem Peak geht es allerdings mit dem Preis stetig bergab, sodass er bereits unter seinem Ausgangsniveau vom 15. Januar gehandelt wird. IOST wurde nach dem Launch extrem gehyped, die institutionellen Investoren haben innerhalb von zwei Wochen hohe Gewinne mitnehmen können und viele private Investoren sitzen nun auf einem Token, der ein Vielfaches seines Werts gegenüber seinem All-Time-High verloren hat.

Fazit

IOST ist eine Wette auf die Zukunft mit einer wahrscheinlich eher kleinen Gewinnwahrscheinlichkeit, da die Roadmap mehr als ambitioniert für ein doch noch momentan sehr kleines Team ist. Sollte es dem Team allerdings tatsächlich gelingen ihre Vision, inklusive aller nötigen technischen Entwicklungen, bis Q3/2019 umzusetzen, könnte der Gewinn dafür umso größer ausfallen.

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